Polar Storm - DVD

DVD Start: 16.10.2009
FSK: ab 12 - Laufzeit: 88 min

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Inhalt

Ein Teil des Kometen Kopernikus löst sich und stürzt auf die Erde. Dadurch gerät das magne- tische Feld der Erde durcheinander, heftige Stürme bedrohen große Teile der USA. Der Forscher Dr. Mayfield, der vergebens die Regierung vor diesen Stürmen gewarnt hatte, muss nun versuchen, seine Familie zu retten, die von den Stürmen direkt bedroht wird.

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Polar Storm

DVD
Polar Storm Polar Storm
DVD Start:
16.10.2009
FSK: 12 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Polar Storm

„Polar Storm“ ist ein Blockbuster im Miniatur-Format. Die Entgleisung klimatischer und ökologischer Bedingungen hat Hochkonjunktur und erfreut sich einer wachsenden Brisanz. Allerdings verlangt die Illustrierung einer solchen weltweiten Katastrophe nach gewaltigen Bildern, Massenszenen und glaubwürdiger Effektarbeit. Leider standen TV-Routinier Paul Ziller nur extrem begrenzte Mittel zur Verfügung, sodass sein Katastrophen-Thriller eine reichlich blecherne Angelegenheit geworden ist.

Ist zu Beginn die endzeitliche Stimmung noch gut eingefangen, so rutscht der Film spätestens mit dem ersten längeren Einsatz der computergenerierten Effekte. Diese hinken ihrer Zeit um Jahre hinterher und sind selbst für Fernsehstandards unterdurchschnittlich. Insbesondere jene Szenen, in denen Menschen Opfer der elektromagnetischen Impulse werden, sind unfreiwillig komisch geraten. Dagegen wirkt der Komet selbst durchaus ansehnlich, alles andere kann aber rein visuell kaum überzeugen.

Inhaltlich haben wir es mit einer vorhersehbaren Rettungsaktion zu tun, die ohne Umschweife eine banale Dramaturgie entwickelt, von der in einer solch mittellosen Produktion keine rasante Action und kein charismatischer Leinwand-Star ablenkt. Lediglich die männliche Hauptrolle ist mit Jack Coleman recht prominent besetzt. Coleman spielt eine der Hauptrollen in der Hochglanz-Serie „Heroes“, mit der „Polar Storm“ weder schauspielerisch noch optisch konkurrieren kann. Dennoch erweist sich Coleman als solider Hauptdarsteller, der einen schwachen Film zwar nicht retten kann, als bekanntes Gesicht aber doch den ein oder anderen Zuschauer vom Abschalten abbringen dürfte.

Kurz zusammengefasst verläuft die Handlung nach einem altbackenen Muster, das aber immer wieder – auch in größeren Produktionen – zieht. Der Held, ein kluger und besonnener Wissenschaftler, sieht das Ende voraus und versucht natürlich vergeblich, den Rest der Welt zu warnen. Die Regierung ist stur, das Militär macht seine Arbeit, am Ende behält der Held Recht und rettet die gesamte Menschheit. Wer bis dahin noch nicht vom Schlaf übermannt wurde, bekommt es gegen Ende mit einer amüsanten Überraschung zu tun: Aufgrund ihrer überlegenen U-Boot-Technik werden die Russen zum Retter, selbstverständlich mit amerikanischer Beratung an Bord.

Zu guter Letzt frönt „Polar Strom“ der üblichen Opferbereitschaftsverklärung und schafft es, bis zum Abspann bierernst zu bleiben – nicht ein lockerer Spruch ziert das von klebrigen Dialogen voll gestopfte Teleplay. Wie die meisten Filme vom SciFi-Channel ist auch dieser Schnellschuss ordentlich umgesetzt, übertreibt es aber mit weit her geholten Bezügen zur aktuellen Weltlage. Dafür fehlt es dem Film schlicht an Authentizität, denn eine globale Ausnahmesituation ist hier nicht zu spüren. Man kann das Ganze gutmütig auf mangelndes Budget zurückführen, doch stellt sich dann die Frage, warum ein so effektlastiger Stoff überhaupt als schmale TV-Version abgehandelt wird.

Die DVD zeigt den Film nicht nur in guter Bildqualität sondern bietet auch einen sehr räumlichen Klang, der imposanter klingt, als der Film letztlich überhaupt ist. Neben dem deutschen und englischen Trailer ist auch die englische Originalfassung enthalten und außerdem eine Trailer-Show mit vier Filmen aus dem Labelprogramm. Weiterhin gibt es ein halbstündiges Making Of zu sehen, in dem die Darsteller ausführlich über ihre Figuren und die Dreharbeiten sprechen. Selbst den im Film abstrus verfremdeten wissenschaftlichen Erkenntnissen, wird Auferksamkeit geschenkt, wobei „Polar Storm“ ein wenig zu gut weg kommt. Bei all der Lobhudelei untereinander könnte man glatt glauben, das hier von einem großen Sommerhit die Rede ist. Ein schnell vergessener Film, ansprechend serviert auf einer soliden DVD aus dem Hause Sunfilm.

by Marco Siedelmann
Bilder © Sunfilm