Point Break - DVD

DVD Start: 28.07.2016
FSK: ab 12 - Laufzeit: 110 min

Point Break DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der junge FBI-Agent Johnny Utah (Luke Bracey) infiltriert ein Team von Extremsportlern unter der Führung von Bodhi (Édgar Ramírez), das unter Verdacht steht, eine Reihe von beispiellosen und sehr ausgeklügelten Angriffen auf Unternehmen begangen zu haben. Auf seiner gefährlichen Undercover-Mission kämpft Utah nicht nur um sein Leben, sondern versucht auch, das Extremsportler-Team als die Architekten der wahnwitzigen Verbrechen zu überführen, die das Bestehen der weltweiten Finanzmärkte bedrohen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Interviews mit Hauptdarstellern, Sportlern und Crew
- Featurettes
- Entfallene Szenen
- Trailer

DVD und Blu-ray | Point Break

DVD
Point Break Point Break
DVD Start:
28.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Point Break Point Break
Blu-ray Start:
28.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.
Point Break (3D Blu-ray) Point Break (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
28.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

DVD Kritik - Point Break

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Einer der schönsten Vorspanne. Hohe Wellen überschwemmen das Bildfeld, spülen es weich. Die feinen Linien des Titels füllen sich mit Wasser und sind lebensgroß vor uns – Point Break (Gefährliche Brandung) von 1991. Die feingeschliffene, wohlgeformte Action von der Regisseurin Kathrin Bigelow (mit James Cameron als Produzent) ist das, was sie mit ihren Zuschauern macht. Man spürt heute noch die Berührung der warmen Haut mit dem kühlenden Wasser. Los Angeles, Baby.
Point Break Szenenbild Die Geschichte zur Erinnerung: eine Gruppe von Surfern macht in den Masken der Ex-Präsidenten die Banken hin und wieder ein wenig leichter, um sich den ewigen Sommer leisten zu können. Der Ermittlung wegen muss der frisch gebackene FBI-Agent Johnny Utah in dieses Milieu buchstäblich eintauchen, er muss einer von ihnen werden und – wenn seine Freundin als Geisel genommen wird – auch weiter bis zum Knickpunkt mitkommen. Das Undercover- Gehen durfte das eine Element sein, welches dem Ganzen einen Überschuss an filmischer Anziehungskraft verliehen hat – die, wenn auch einfach gestrickte, Suspense. Ähnliches süß-glitschiges Dilemma zwischen Ordnung und Abgrund ließ damals etwa den ebenfalls geheim ermittelnden Al Pacino in Cruising (1980) so sehnsuchtsvoll auf das andere Ufer der New Yorker schwulen Lederbars hinüberblicken. Alles in allem, sind Keanu Reeves und Patrick Swayze um Nichts in der Welt zu ersetzen. Warum jetzt also ein Remake drehen?

Der Gedanke, den die Produzenten von Point Break (Point Break – Geh an deine Grenzen) von 2015 aufgreifen wollten, ist ein einfacher: bestimmte, vor allem über das Körperliche funktionierende Anreize in einem erfolgsträchtigen Sujet zeigen zu können. Die Zeiten ändern sich und Johnny Utah (Luke Bracey) ist jetzt – kein Witz – ein Motocross-Sportler und Youtube-Star, den es nach dem tragischen Unfall eines Freundes zum FBI verschlagen hat. Bohdi (Édgar Ramírez) und seine Clique (gespielt unter anderem von dem deutschen Schauspieler Clemens Schick) sind keine einfachen Surfer, sondern die so genannten „Polyathleten“. Die Jungs sind ehrgeizig, mitunter großmäulig, symbolisch tätowiert, sich optisch erstaunlich ähnlich. Point Break SzenenbildSie haben zum Ziel, die „Ozaki 8“, eine Serie von Extremprüfungen zu schaffen, was vermeintlich zu einem spirituellen Nirwana führen soll. Diejenigen unter uns, die eine Vorliebe für Extremsport haben, werden hier in der Tat viele Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Der narrative Pfad des Remakes arbeitet alles flächendeckend und nach jedem Geschmack ab. Aufgetischt wird Motocross, Wingsuit Flying, Free Solo-Klettern, Snowboardfahren und, ach ja, Big Wave Surfen. Aber nicht einfach so, sondern als ideologische Racheaktionen an dem globalen Turbokapitalismus mit einem angedeuteten, aber dennoch schwer abnehmbaren Eco-Unterton.
Vielleicht hat das letzte damit zu tun, dass sie sich an das Leben jenseits von Youtube wagen. Wenn man etwas nicht auf Youtube hochlädt, passiert es dann trotzdem? Ja, es passiert natürlich trotzdem, weil es Bohdi und seine Polyathleten-Buddies schaffen, direkt auf die big screens in den dunklen FBI-Quartieren zu kommen. Mit den Augen der Spezialagenten sehen wir, wie sie aus dem 100sten Stock eines Hochhauses in die Luft herausbrummen und die auf diese Weise gestohlenen Diamanten über die Armen von Mumbai wie Himmelsmanna streuen. Weiter werden Blöcke aus kompakt gestapeltem big money im Freifall auf Kilometerhöhe lose gemacht, die Geldscheine lösen sich in einer Art Transformers-Effekt und voilà – es regnet Dollar über ein armes mexikanisches Dorf. Die gebratenen Tauben der ökonomischen Global Player fliegen in die Münder der Benachteiligten – Skandal! Eine der besten Szenen zeigt, wie Motorräder von dem explodierenden Berghang in die Alpen-Untiefe runterrasen. Es erinnert ein wenig an das Musikvideo von Madonna und Justin Timberlake, wo die beiden von dem pixeligen Nichts vier Minuten lang weg und in sich immer wechselnde Kulissen hinein tanzen und von der Errettung der Welt singen.

Point Break Szenenbild Genauso ist in diesem Film auch so vieles zusammenhangslos dahingesagt. Man spricht von eigener Linie und deiner Linie, welche nicht die eigene Linie ist – das klingt beim besten Willen wie Quark. Oder warum ist etwa Utahs FBI-Partner Angelo Pappas ein gewöhnungsbedürftiger Typ? In dem Point Break von 1991 wurde die Figur von Gary Busey gespielt – wenige kennen den Namen, das Gesicht dagegen alle. Dieser Angelo Pappas hatte Hunger auf Frikadellen-Sandwiches, er hatte Durst, ihm fehlte Luft vom langen Verfolgungslaufen. Gerade die FBI-Typen standen doch immer für das Menschlichere im Kino.
Was von einem Remake zu erwarten wäre, findet also nicht statt. Der neue Point Break leistet keinen Service am Fan, sondern ein standardisiertes Produkt, welches das globalisierte Universelle im kühlen und sehr geleckten Digitallook anstelle der warmen West Cost-Americana anbietet. Dabei hatte der Regisseur Ericson Core bereits mit Invincible (Unbesiegbar – Der Traum deines Lebens) einen Film gemacht, wo das Football-Spielen im Schlamm beinahe wie Mannschafts-Surfen aussah...

Bild und Ton
Bild- und Tonqualität der neu erschienenen DVD ist in Ordnung. Die deutsche Hörfassung ist sauber, auch bei sich überlappenden Musik-, Dialog und Hintergrundgeräuschen makellos abgemischt. Viele schöne Motorgeräusche! Den englischen Originalton bemerkt man nicht. Die DVD enthält außerdem eine Hörfassung für Sehgeschädigte sowie Untertitel für Hörgeschädigte. Das Optische wirkt zu glatt, an wenigen Stellen sehr Computer-generiert, so dass die Aufnahmen kurz beinahe das realistische Register verlassen. Nicht weiter schlimm und in der Szene mit dem Wingsuit-Fliegen sogar witzig. Ansonsten weist die Bildqualität der DVD keine auffallenden Fehlerscheinungen.

Point Break Szenenbild Extras
In Bezug auf die Bonusausstattung gibt die DVD vor, einiges zu bieten. Enthalten sind:
kurze Interviews mit Hauptdarstellern, Crew und Sportlern (17:44)
Featurettes, nach relevanten Sportarten zusammengestellt (12:00)
Entfallene Szenen (7:45)
ein paar Trailerversionen.
Man vermisst jedoch sehr ein anständiges Making-Of. Denn wer sich fragt, wie die aufwändigen Stunts umgesetzt wurden, wird leider ohne Antwort belassen.


Fazit:
Alles in allem, bleibt das amerikanisch-deutsch-chinesische Remake trotz des massiven Extrem-Getues träge. Der chinesische Ko-Produzent DMG Entertainment etwa spezialisiert sich auf alles, was sich noch unter dem Sammelbegriff „Medien“ zusammenfassen lässt, vom Kino bis Gaming und Brand Communications. Nicht umsonst beginnt der Film mit einem Werbevideo-Dreh für einen unbenannten Getränkehersteller. Eine Redbull-Dose erweist sich am Ende als perfektes Sinnbild für den neuen Point Break.

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by Olga Baruk
Bilder © Concorde Home Entertainment