Pet - DVD

DVD Start: 23.06.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Seth (Dominic Monaghan) ist ein scheuer Außenseiter, ohne soziale Kontakte und arbeitet für den Mindestlohn im örtlichen Tierheim. Die zufällige Begegnung mit seiner alten Highschool-Flamme Holly (Ksenia Solo) reißt ihn plötzlich aus seiner Trägheit. Hoffnungsvoll beginnt er ihr den Hof zu machen, bekommt aber wie immer eine Abfuhr. Doch dank Hollys Tagebuch, das er heimlich an sich bringen konnte, keimt in dem Verschmähten bald eine hinterhältige Idee: Er entführt die hübsche Kellnerin und sperrt sie in einen Käfig im Keller des Tierheims. Um zu überleben, muss Holly einen Weg finden, ihrem Verehrer die Stirn zu bieten…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow


DVD und Blu-ray | Pet

DVD
Pet Pet
DVD Start:
23.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Pet Pet
Blu-ray Start:
23.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Pet

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Schuldübertragung
Man könnte „Pet“ ziemlich schnell als nur einen weiteren Torture Porn Thriller abhaken. Das Genre lässt es nicht so viel an Innovationen zu und nach dem zweifelhaften Boom der letzten Jahre ist es erstaunlich, dass immer noch Filme mit der Thematik hergestellt werden. Eigentlich müsste es sich doch ausgefoltert haben und spätestens seit der Regierungszeit von Barack Obama ist es auch kein sozialer Kommentar mehr zu Abu Ghraib und wie sehr den USA unter George W. Bush der moralische Kompass abhandengekommen war. Pet Szenenbild„Pet“ klingt zunächst wie tausend andere vergleichbare Filme.

Ein junger, schüchterner Mann ohne nennenswerten sozialen Kontakt, bekommt von seinem langjährigen Schwarm eine Abfuhr, entführt sie und sperrt sie in einem Keller ein. So weit, so bekannt, so langweilig. Doch setzt der Film weniger auf Gewalt und auf Schocks sondern auf Psychologie was nicht nur überrascht, sondern eben auch sehr gelungen ist. Zu Beginn ist man etwas erstaunt, dass dem Schurken so viel Platz eingeräumt wird. Dominic Monaghan ist seit „Der Herr der Ringe“ ein Sympathieträger und sein verschmitztes Aussehen schränkt durchaus seine Typenbesetzung ein. Hier sorgt es dafür, dass er den Zuschauern sympathisch ist und man Mitleid mit ihm empfindet. Er spielt einen Mann der einen schlecht bezahlten Job in einem Tierheim hat und mit den Tieren leidet. Leider fühlt er sich außerstande alle Tiere vor dem Einschläfern retten zu können. Er ist sehr unsicher und auch innerhalb des Jobs sehr isoliert und einsam. Man kann sich mit ihm identifizieren und so mag man es sich gar nicht ansehen wie er von einer hübschen Frau einen Korb bekommt. Nach Jahren trifft er zufällig einen Jugendschwarm wieder und will ein Date mit ihr. Nach der drastischen Abfuhr leidet man mit ihm und dann kommt der inhaltliche Bruch als er die junge Frau entführt und in den Keller des Tierheims in einen Käfig sperrt.

Jetzt befindet man sich als Zuschauer in einer moralischen Zwickmühle, da man ja den Helden sympathisch findet, obwohl er jetzt eine schlimme Tat begeht. Dann kommt allerdings eine ziemlich unerwartete Wendung welche hier nicht verraten werden darf. Meistens erfolgt dann ein Bruch, aber hier wird die Spannung noch erhöht. Denn es entwickelt sich ein Kammerspiel im dem nur äußerst selten ein Gewaltausbruch vorkommt. Wenn, dann ist dieser aber realistisch und sehr intensiv, so dass es schon weh tut, dabei zuzusehen. Pet SzenenbildAber darauf liegt nicht der Schwerpunkt, sondern auf dem Psychoduell zwischen der Gefangenen und ihrem Peiniger. Hier macht vor allem Ksenia Solo eine mehr als gute Figur und kann sowohl bedrohlich als auch schutzbedürftig wirken. Einfach nur dadurch wie sie die Intensität ihres Blickes verändern kann und je nachdem wie sie einen anblickt möchte man sie in den Arm nehmen oder vor ihr weglaufen. Aber auch Dominic Monaghan macht die Zwiespältigkeit seiner Figur deutlich und verkörpert glaubwürdig seinen eigenen moralischen Konflikt. Das macht den Film zu einem der besseren des Subgenres und ist trotz aller Überschwemmung aus dem Genre deutlich einen Blick wert.

Der Ton und das Bild sind gut und haben keine großen Mängel. Als Extras gibt es leider nur den Trailer und eine kleine Trailershow.


Fazit:
Zu leicht kann man den Film als einen weiteren Torture Porn abhaken, aber damit verpasst man einen gut gespielten Thriller der mehr von einem psychologischen Kammerspiel hat was weitaus spannender ist als eine Aneinanderreihung von Gewalttaten. Auf jeden Fall ist er einen Blick wert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures