Peeping Tom - DVD

DVD Start: 16.09.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 97 min

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Inhalt

Mark Lewis ist zurückhaltend und unscheinbar. Für seinen Chef fotografiert er Damen in recht eindeutigen Posen. Am liebsten versteckt sich Mark hinter seiner Kamera. Eines Tages lernt er Helen, die Tochter seiner Vermieterin, kennen. Aber sie ahnt nicht, welch dunkles und verstörendes Geheimnis Mark in sich trägt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch, Englisch (Mono DD)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Featurette " Im Auge des Betrachters"; Originalsynchronisation von 1960; Trailer; Die Arthaus Collection im Überblick

DVD und Blu-ray | Peeping Tom

DVD
Peeping Tom Peeping Tom
DVD Start:
16.09.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Peeping Tom

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Peeping Tom ist der Legende nach ein Bürger, der Lady Godivas (1085) Nacktritt zu Pferde verfolgte und daraufhin erblindete. Hier aber erblinden nicht nur die betreffenden, sondern werden gleich ins Jenseits befördert: Powell erzählt dabei die Geschichte vom mordenden Kameraassistenten Mark Lewis (der auch in R.W. Fassbinders Martha herrlich kranke Karlheinz Böhm. Lewis meuchelt seine ausschließlich femininen Opfer mit einem ans Stativ montierten Bajonett, während seine Kamera die verängstigten Frauen filmt. Vor dem Objektiv montiert ist ein halb durchsichtiger Spiegel, der es erlaubt, durch ihn hindurch zu filmen, während die Ermordeten sich selbst im Augenblick ihres Todes im Spiegel zu sehen bekommen.

Aber als Peeping Tom im April 1960 im Plaza Kino am Londoner Piccadilly Circus seine Premiere zelebrierte, erlebte Powell ein katastrophales Desaster. Er und sein Protagonist Karlheinz Böhm erinnerten sich noch Jahrzehnte später daran, wie sie nach der Filmvorführung wie lepröse Aussätzige im Foyer des Plaza standen und alle an ihnen wortlos vorbeigingen. Auch von der „Kritik“ wurde der Filmpsychopath in der Luft zerrissen. Für Böhm selbst, immer noch mit dem sauberen Sissy-Image verklebt, bedeutete dieser virulente Klassiker das drohende Aus seiner Karriere im guten alten Kino. Wie konnte der holde Ex-Kaiser und „Ariel“- aseptischer Strahlebub des ach so zauberhaften Nachkriegsfilms es wagen, eine derart “perverse“ Rolle anzunehmen? Nun, Böhm wollte, wie auch Romy Schneider, unbedingt aus seinem Sissy-Image ausbrechen. Das war ihm hiermit gelungen. Und zwar perfide und perfekt. Denn heuer zählt der Mordsfilmer als geniales Meisterwerk, das seiner Zeit viel zu weit voraus gewesen war. Dennoch: Nach seiner Rückkehr aus Hollywood in die Heimat wurde es ruhiger um den Schauspieler. Nach „Faustrecht der Freiheit“ (1974) und „Mutter Küsters Fahrt zum Himmel“ (1975) hängte Böhm die Karriere an den Nagel, trat nur temporär im TV und Theater auf, ehe er 1983 das absolute Aus deklamierte, um sich nur noch seiner Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ zu widmen. Mit gigantischem Erfolg übrigens. Dennoch lebt Peeping Tom weiter, modifiziert in unzähligen Filmen, in denen mörderische Voijeure heimlich hinter der Kamera vorzugsweise leicht bekleidete Damen von gegenüber filmisch festhalten und Böses im Sinne haben. Peeping Tom“ erschien zeitgleich mit Hitchcocks bahnbrechendem Psycho. Im Unterschied zu mordenden Motel-Killer Anthony Perkins wurde der starrende Tom verteufelt, bis er Viele Jahre später als Meisterwerk gepriesen wurde. Was macht diesen Film so prekär? Das vermag der Zuschauer ganz allein für sich zu entscheiden.

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by Jean Lüdeke
Bilder © Kinowelt Home Entertainment