Peelers - DVD

DVD Start: 02.11.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 95 min

Peelers DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die kleine Nachtclubbesitzerin Blue Jean will raus aus der Kleinstadt. Ihre Strip Bar ist verkauft und die Crew macht sich für die letzte gemeinsame Nachtschicht bereit. Das Lokal ist voll, das Geschäft läuft und die Stimmung steigt nochmals als eine Gruppe Bergmänner ihren vermeintlichen Erdölfund mit einer ausschweifenden Clubnacht feiern möchte. Doch anscheinend war es kein Öl, auf das sie gestoßen sind. Als einer der Arbeiter sich nach dem Toilettenbesuch in ein Zombie ähnliches Wesen verwandelt ist dies erst der Anfang einer infektiösen Transformation vor der niemand sicher zu sein scheint. Augenblicklich ist der Club voll von Kreaturen, Zombies und Leichen. Blue Jean setzt alles daran ihren Club, ihre Crew und ihr Leben zu verteidigen und schreckt dabei vor nichts zurück.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: SchröderMedia Handels GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Gag Reel (4 min.), Trailer Peelers deutsch & englisch

DVD und Blu-ray | Peelers

DVD
Peelers Peelers
DVD Start:
02.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Peelers Peelers
Blu-ray Start:
02.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

DVD Kritik - Peelers

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 8/10


Blankgezogen
Bei der Zusammenstellung Stripperinnen und Zombies denkt man natürlich an diverse billige Trashfilmchen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten Gewalt mit Sex zu verknüpfen. Man denke nur an so Streifen wie den japanischen „Big Tits Zombies“ (was für ein unsinniger Titel), dem amerikanischen „Strippers vs. Zombies“ oder etwa auch „Strippers vs. Werewolves“ und natürlich „Zombie Strippers“. Alle Streifen können natürlich eindeutig dem Trash zugeordnet werden und so sind die Filme auch ziemlich billig gemacht und können nur abgebrühten Filmfans etwas geben. So erwartet man auch nichts von dem Film „Peelers“. Schließlich geht es auch hier wieder um das Thema der Nackten gegen Menschenfresser. „Peelers“ bedeutet übrigens so viel wie „sich Entblätternde“, ist also ein schönerer Name bezüglich der Stripperinnen weil es eleganter klingt.

Peelers Szenenbild
Peelers Szenenbild © SchröderMedia Handels GmbH
Inhaltlich reiht er sich in der Grundstruktur in die Trashfilmchenriege ein: es geht darum, das in einem Stripklub die Zombies los sind und die knapp oder gar nicht bekleideten Damen sich wehren müssen. Also nackte Haut, Blut und Zombies. Alles wie gehabt. Doch schon der erste Blick überrascht, denn der Film sieht einfach gut aus. Die Farben sind kräftig, man merkt das ein Budget vorhanden war, die Darsteller tun weitaus mehr als nur gut auszusehen und der Film kann mit Licht und Schatten und den Farben spielen. Produktionstechnisch also ist klar, dass hier kein billig gefilmtes Filmchen vorhanden ist. Rein technisch und optisch hat diese kanadische Produktion wirklich Aufwand betrieben. Das mangelnde Budget merkt man allerhöchstens an der Einheit von Zeit und Raum. Abgesehen von der Pre-Credit-Sequenz spielt der ganze Film in dem Stripclub oder auf dessen Parkplatz wobei sich die Handlung auf eine einzige Nacht beschränkt. Ein weiterer überraschender Aspekt ist übrigens, dass das Drehbuch von einer Frau stammt. Schon deswegen kann man davon ausgehen das die weiblichen Charaktere ernst genommen werden und hier kein reines Exploitationmovie vorliegt. Es gibt also schon einige positive Überraschungen welche auch nicht abreißen. Denn zum einen sind hier keine normalen Zombies zu sehen welche die Gäste und Angestellten attackieren, sondern deren Ursprung hat eine sozialkritische Komponente. Es geht um eine neue Form von Öl welches entdeckt wird und wie schon immer die Gier der Menschen entfacht. Wer mit diesem Öl in Verbindung tritt, wird zu einem blutdurstigen Monster welches nur noch Chaos kennt und Egoismus.

Peelers Szenenbild
Peelers Szenenbild © SchröderMedia Handels GmbH
Der ausbeuterische Faktor wird auch noch dadurch betont, dass die Monster allesamt Männer sind. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Schließlich hat ein Stripclub per se schon einen ausbeuterischen Faktor. Denn die Frauen sind hier Ware, ein Requisit und ein Accessoire. Auch wenn der Club hier von einer Frau geleitet wird. Auch spricht für diese gesellschaftspolitische Komponente, dass die ersten Opfer mexikanische Gastarbeiter sind. Das Öl frisst seine Kinder. Damit es aber nicht zu ernst wird, kommt noch der wunderbare schwarze Humor vor der trotz der Location nie unter die Gürtellinie geht, sondern eher dezent daherkommt. Eine weitere Überraschung ist dann noch die Brutalität. Die Gewalt geht durchaus in Richtung Splatter und man ist angesichts einiger Sequenzen sehr überrascht und wirklich schockiert. Da diese Make-Up Effekte eindeutig nicht aus dem Computer stammen, wirken sie sehr realistisch und sind demnach auch sehr effektiv eingesetzt. Auch die Frauenfiguren sind stark und heben sich positiv von den eher unfähigen Männern ab. Man merkt dem Film seinen Respekt vor den Nackttänzerinnen an und gibt ihnen Profil. Natürlich ist das alles keine hohe Filmkunst aber insgesamt eine mehr als positive, deutliche Überraschung. Ja, es ist sogar der bislang beste Film überhaupt in dem sich Stripperinnen gegen Monster erwehren müssen und legt die Messlatte für alle nachfolgenden vergleichbaren Filme verdammt hoch.

Peelers Szenenbild
Peelers Szenenbild © SchröderMedia Handels GmbH
Leider können die Extras da nicht mithalten. Neben den Trailern und einer Trailershow gibt es nur ein Gag-Reel. Was zwar immer willkommen ist, hier aber leider keinen deutschen Untertitel besitzt. Da wäre ein Interview mit den Beteiligten schön gewesen. Aber immerhin sind das Bild und der Ton sehr gut.


Fazit:
Eine mehr als positive Überraschung. Denkt man inhaltlich sofort an ein billiges Trashfilmchen, sieht der Streifen nicht nur gut aus, sondern nimmt seine Figuren ernst, ist äußerst blutig, sozialkritisch und besitzt einen wunderbaren schwarzen Humor. Ein Geheimtipp.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © SchröderMedia Handels GmbH