Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit - DVD

DVD Start: 31.01.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 90 min

Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die schöne Patrizia ist eine erfolgreiche Modeschöpferin. Von unersättlichen sexuellen Bedürfnissen getrieben, stürzt sie sich in erotische Abenteuer. Gemeinsam mit ihrem introvertierten jüngeren Bruder lebt sie in einem Mailänder Palazzo. Patrizia versucht den sechzehnjährigen Emilio aus seiner Lethargie heraus zu reißen und sein Interesse für das reale Leben zu wecken. Sie provoziert ihn mit freizügigen Details ihrer sexuellen Eskapaden. Ein gefährliches Spiel beginnt, Obsessionen kommen an die Oberfläche und geraten bald außer Kontrolle. Gemeinsam brechen sie alle Tabus...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Donau Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
talienisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Wendecover mit Kinoplakatmotiv

DVD und Blu-ray | Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit

DVD
Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit
DVD Start:
31.01.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Patrizia - Hunger nach Zärtlichkeit

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Der bis vor kurzem indizierte Erotikfilm „Patrizia – Hunger nach Zärtlichkeit“ erscheint hierzulande 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung zum ersten Mal ungekürzt auf DVD und kann dank des subversiven Themas, das in wunderbaren Bildern umgesetzt wurde, relativ gut unterhalten.

Die beruflich überaus erfolgreiche Patrizia (Monica Guerritore) wohnt gemeinsam mit ihrem introvertierten Bruder Emilio (Lorenzo Lena) in einem Mailänder Palazzo. Sie erzählt ihm regelmäßig delikate Sexgeschichten, die sie selbst erlebt hat, um ihn aus seiner krankhaften Lethargie zu befreien. Doch je intensiver ihre Erzählungen werden, desto näher kommen sich die beiden Geschwister, bis sie die Kontrolle schließlich völlig verlieren und alle Grenzen überschreiten…

Sicherlich regiert in „Patrizia – Hunger nach Zärtlichkeit“ zunächst einmal der reine Voyeurismus. Handlung, Schauspiel und Inszenierung müssen sich dieser fragwürdigen Maxime daher unterordnen, was zu mancher Stelle leider sehr stark zu spüren ist. Nichtsdestotrotz funktioniert Salvatore Sampieris Film in seinem Genre wunderbar, da sämtliche Szenen durch ein Höchstmaß betörender Ästhetik begeistern können und von Dante Spinotti mit viel Gespür für prägnante Bilder abgefilmt wurden. Die dargestellten Sexszenen sind äußerst offenherzig inszeniert und kommen aufgrund ihres Inzest-Bezuges durchaus provokativ daher – Exploitationkino in Reinform. Allerdings überschreitet der Film die Grenze zum wirklich Skandalösen zu keiner Sekunde, weshalb man zuschauen kann, ohne in ein allzu großes moralisches Dilemma zu verfallen. Hier wäre etwas mehr Konsequenz vielleicht sogar interessant gewesen. Was die inhaltlichen Qualitäten von „Patrizia“ betrifft, erfüllt die banale und allenfalls skizzenhaft vorhandene Handlung zumindest zuverlässig den Zweck, das Vorhandensein sämtlicher Sexszenen einigermaßen logisch zu legitimieren, ohne dabei zu lächerlich zu werden. Die Episodenstruktur des Filmes lässt allerdings keinen wirklichen Spannungsaufbau zu und erschwert spürbar die Entwicklung der Figuren – zudem wirkt der surreal anmutende Strudel zum Ende jeder Episode technisch heutzutage arg überholt und darüber hinaus schmerzhaft plakativ. Das Spiel mit der sexuellen Unsicherheit des schüchternen Bruders ist Regisseur Salvatore Sampieri allerdings relativ ordentlich gelungen und sorgt für eine Vielzahl interessanter Szenen, die durchaus innere Spannung besitzen. Getragen wird „Patrizia“ zudem von den beiden mutigen Hauptdarstellern, die sich furchtlos in alle teils überaus expliziten Szenen stürzen und zusammen eine harmonische Performance abliefern – die für den Film so wichtige Bruder/Schwester-Beziehung erscheint daher auch einigermaßen glaubhaft.

Die Bildqualität ist in Anbetracht des Alters von „Patrizia“ durchaus in Ordnung, während die DVD auf akustischer Ebene leider etwas enttäuscht. Das mag aber auch mit der miserablen deutschen Synchronisation zusammenhängen – Emilio klingt jedenfalls zu keiner Sekunde wie ein 16 Jähriger. Extras gibt es bis auf den Trailer leider keine zu entdecken.

Fazit:
Salvatore Sampieris provokanter Film ist zwar inhaltlich unglaublich banal geraten, kommt aber in wunderschönen Bildern daher, weshalb er für Fans des Genres durchaus sehenswert ist.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Donau Film