Parasite Doctor Suzune: Genesis - DVD

DVD Start: 08.05.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 70 min

Parasite Doctor Suzune: Genesis DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Suzune ist eine wunderschöne Jungfrau und Medizinerin und ihr Fachgebiet sind Parasiten. Plötzlich fallen gefährliche Parasiten über die Stadt her und attackieren jeden, der ihren Weg kreuzt. Keine leichte Aufgabe für Doctor Suzune. Denn eine dämonische Organisation scheint die Kontrolle über die Parasiten zu haben und nutzt sie für ihre eigenen Zwecke. Auf ihrer Jagd nach dem mysteriösen Feind gerät Doctor Suzune auf einen Pfad von Sex, Gewalt und Wahnsinn. Denn der Parasit vermag es, seinen Wirt sexuell zu erregen und im Kampf gegen ihn muss Suzune nun auch mit ihrem eigenen sexuellen Verlangen fertig werden...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Parasite Doctor Suzune: Genesis

DVD
Parasite Doctor Suzune: Genesis Parasite Doctor Suzune: Genesis
DVD Start:
08.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Parasite Doctor Suzune: Genesis Parasite Doctor Suzune: Genesis
Blu-ray Start:
08.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 74 min.

DVD Kritik - Parasite Doctor Suzune: Genesis

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


„Shivers“ auf Trash - Der japanische Film mit dem schwer zu merkenden Namen „Parasite Doctor Suzune: Genesis“ ist eine Mangaverfilmung, welche wohl in Japan einen Skandal auslöste und so möchte auch der Film auf diese Schiene springen und davon profitieren. Inwieweit dabei Kompromisse gemacht werden mussten kann hier nicht beurteilt werden. Denn um es gleich vorweg zu sagen: der Film ist komplett misslungen. Was an sich schon erstaunlich ist, denn gerade die Filmemacher aus Japan trauen sich was und arbeiten oft mit dem Motto „Trash as Trash can“. Dabei bringen sie oftmals die wirrsten und verrücktesten Ideen unter und scheuen sich auch nicht das Blut eimerweise zu verspritzen. Angesichts der Story dieses Filmes ist man anhand der Zaghaftigkeit der Umsetzung schon fast geschockt. Worum geht es eigentlich? Doktor Suzune ist eine junge Ärztin die sich auf Parasiten spezialisiert hat und die Menschen von ihnen heilen will. Als eine neue Spezies von Würmern auftaucht, welche die Befallenen in sexsüchtige Wahnsinnige verwandelt, hat sie ihre Müh und Not die Parasiten und deren Schöpfer aufzuhalten. Zugegeben, die Story ist dünn und wandelt mehr als deutlich auf den Spuren des Genreklassikers „Shivers“ von Cronenberg. Und so war die Hoffnung zu Beginn auch sehr hoch. Musste sich Cronenberg damals noch etwas wegen der Zensurbestimmungen zurückhalten (und brachte doch gerade durch die Andeutungen wahren Horror in die Gehirne so das manche sich wohl nach dem Ansehen des Filmens lange nicht mehr trauten zu baden), kennt man ja seine Japaner und hoffte auf ein Gewitter, bei dem diverse Körperflüssigkeiten nur so vordonnern. Aber leider fällt da den Machern nichts ein. Zugegeben, und das schon fast verschämt: die einzigen gelungenen Szenen sind gerade diejenigen welche in die Richtung der perversen Erotik gehen. Da gibt es einige lustige Einfälle und da kann auch der Ton überzeugen und der schräge Humor aufgehen. Über den Rest sollte man schamvoll schweigen. Da es keine Story gibt und diese auch noch extrem klischeehaft ausgefallen ist, kann keine Spannung entstehen. Dazu zählt auch das keiner der Charaktere ausgearbeitet ist. Da versucht man mit Macht der Heldin zumindest einen Ansatz zu geben, indem immer wieder ihre ach so traumatische Kindheit betont wird. Allein diese Rückblenden werden gefühlt zwanzigmal wiederholt in einem schon an sich kurzen Streifen. Das wirkt hilflos und schläfert den Zuschauer langsam ein. Dann sind da noch die miserablen Tricks, welche deutlich am PC entstanden sind und nur lächerlich wirken. Das geht alles noch in Bezug auf den Trashfaktor in Ordnung, aber dafür macht der Film noch schlimmere Fehler, denn das Timing ist nicht vorhanden, was dazu führt das die Action nichts weniger als fürchterlich ist und sie sich nur der Lächerlichkeit preisgibt. Da holpern und stolpern die Darsteller unbeholfen durch die Kulissen und niemals glaubt man ihnen das alles. Da schlägt der Held sichtbar in die Luft und ein vermeintlicher Gegner fällt tot um. Ed Wood ist dagegen ein Künstler gewesen. Trashfanfs könnten das wohl noch lieben, aber leider verhindert der Mangel an Selbstironie die Krönung zu einem Trashfeuerwerk. Somit ist diese Parasitendoktorin nicht einmal ein Knallfrosch, sondern das Plopp des Kronkorkens von dem Bier, was man als Entschädigung für die verlorene Zeit direkt im Anschluss benötigt.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind gut, allerdings gibt es als Extras nur den Trailer und eine Trailershow.

Das war nichts. Ohne jegliche Selbstironie, Timing, Story, Charaktere, etc., geht diese Trashperle nicht auf. Drei gelungene Einfälle machen den Film zu einer einzigen Enttäuschung.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film