Ouija: Ursprung des Bösen - DVD

DVD Start: 23.02.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 3395 min

Ouija: Ursprung des Bösen DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine junge Mutter und ihre zwei Töchter, haben viel Freude daran, die Menschen um sich mit einem Ouija-Geisterbrett zu erschrecken. Sie führen Sie an der Nase herum, denn ungesehen lassen die beiden Mädchen während der Séancen Tische wackeln oder furchtbare Geräusche entstehen - sie machen die Illusion perfekt.
Doch der kindliche Spuk endet, als die jüngste Tochter Doris von übernatürlichen Mächten besessen scheint. Konfrontiert mit ihren schlimmsten Ängsten beginnt ein Albtraum, dem sie nur Einhalt gebieten können, wenn sie es schaffen, die Kräfte, die Sie heraufbeschworen, wieder zurückschicken. Doch das Böse macht vor nichts Halt…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (D, GB, F, I, E,)
Untertitel:
D, GB (SDH), AR, E, DK, NL, FIN, F, HI, IS, I, N, P, S, TR
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Unveröffentlichte Szenen
Das Making-Of von Ouija
Kommentar mit Regisseur/ Co-Autor/ Cutter Mike Flanagan

DVD und Blu-ray | Ouija: Ursprung des Bösen

DVD
Ouija: Ursprung des Bösen Ouija: Ursprung des Bösen
DVD Start:
23.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 3395 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Ouija: Ursprung des Bösen Ouija: Ursprung des Bösen
Blu-ray Start:
23.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Ouija: Ursprung des Bösen

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Schauerliche Brettspiele
Mit Prequels kann man so seine Probleme haben. Schließlich steht das Ende ja fest und so ist der Weg zu der Auflösung allemal spannender als das Ergebnis. Denn dieses kennt man ja schließlich aus den anderen Filmen. Der Film „Ouija – Der Ursprung des Bösen“ schildert genau das, was der Titel behauptet und berichtet darüber wie die Geister entstanden die in dem ersten Teil die Jugendlichen quälten. Man muss aber nicht den ersten Film sehen, um Verständnis für die Handlung zu entwickeln denn als Prequel ist dieser Streifen recht eigenständig. Und vor allem recht überraschend. Ouija: Ursprung des Bösen SzenenbildGut, am Ende kommt es zu keinen unerwarteten Wendungen, da ja die dramaturgische Abstimmung zu dem anderen Film stimmen muss. Nein, die Spannung erwächst vor allem aus der psychologischen Dimension, was man heutzutage in den Horrorfilmen viel zu selten findet.

Der Film nimmt sich Zeit für seine Charaktere und entwickelt zunächst ein Drama. Da hat man die Mutter, deren Ehemann gestorben ist, und nun mit ihren zwei Töchtern versucht über die Runden zu kommen. Im Amerika der 1960er, zu der Zeit ist der Film angesiedelt, ist das für eine Alleinerziehende nicht einfach. Und in Kenntnis der Trauer von Hinterbliebenen, da sie selber die Erfahrung hat, inszeniert sie mit ihren Töchtern Séancen und betrügt die Menschen zwar um ihr Geld, spendet ihnen aber den Trost den die Familie selber benötigt. Bis ein Ouija-Brett entdeckt wird, die jüngste Tochter wahre mediale Fähigkeiten entwickelt und mit dem Spiel aus Versehen rachsüchtige Geister geweckt werden. Man kommt in der ersten Hälfte des Filmes, die manchen Zuschauern wohl zu langatmig ausgefallen sein dürfte, den Charakteren sehr nahe, was den Effekt hat, das man wirklich Angst um sie hat. Man weiß was geschehen wird, will es aber nicht sehen, sondern bangt um sie. Dermaßen stark ist die Empathie aufgebaut, dass man das Grauen im Grunde gar nicht wahrhaben will. Was ein Meisterstück und auch den starken Darstellern geschuldet ist. Schließlich erfordern die ganze Situation und das Traumata gute Schauspieler, um diese den Zuschauern glaubhaft zu vermitteln. Vor allem Annalise Basso kann das ganze vielfältige emotionale Spektrum präsentieren, aber auch die anderen Darsteller sind so glaubwürdig, dass man gar nicht merkt, dass sie eigentlich nur spielen. Zwar gibt es manche bekannte Aspekte aus dem ersten Film was das Inszenieren des Spuks betrifft und auch manche Klischees machen sich breit wie knarrende Türen, sich bewegende Gegenstände, etc., aber auf Jump Scares wird zum größten Teil verzichtet. Das Grauen kommt schleichend und lässt auch in Szenen in denen eigentlich nicht viel passiert, die Haut prickeln. Ouija: Ursprung des Bösen SzenenbildErst in dem Finale gibt es dann die üblichen Zutaten, die aber angenehm Old-School hergestellt worden sind. Bis dahin genügen simple mechanische Tricks, manchmal auch nur ein Blick oder ein angedeutetes Lächeln, um Gänsehaut zu erzeugen. In dem Sinne ist der Film unspektakulär gelungen und atmet sehr den Geist des klassischen Horrorfilmes, in dem Andeutungen die Spannung schufen.

Als Extras gibt es neben den unveröffentlichten Szenen einen interessanten Audiokommentar von dem Regisseur. Das Making Of ist zudem recht gelungen und bietet einige informative Aspekte. Das Special über die Darsteller besteht zwar durchgehend aus dem gegenseitigen Lob, kann aber auch einen Eindruck von der guten Stimmung am Set vermitteln. Zudem gibt es noch ein Blick auf die Entstehung des Produktionsdesigns. Der Ton ist gut, aber für einen Geisterfilm wird erstaunlich wenig mit Soundeffekten gearbeitet, weswegen er nicht richtig zur Geltung kommt. Auch das Bild kann punkten und gerade in den dunklen Szenen mit den Kontrasten überzeugen.


Fazit:
Ein überzeugendes Prequel, das in der ersten Hälfte mehr Drama als Horrorfilm ist und umso mehr den Zuschauer in die Geschichte zieht. Das Grauen kommt langsam, aber intensiv. Manche Klischees können aber leider nicht vermieden werden.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures