Oskar und die Dame in Rosa - DVD

DVD Start: 17.02.2011
FSK: ab 6 - Laufzeit: 101 min

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Inhalt

"Die Dame in Rosa" (Michèle Laroque) stolpert in einem Hospital im wahrsten Sinne über den schwer kranken 10-jährigen Oskar (Amir). Mit ihrer energischen Art bringt sie den verschlossenen Jungen zum Lachen. Fortan will Oskar nur noch mit ihr reden. Mit einem Trick erfüllt der Doktor (Max von Sydow) seinen großen Wunsch: Er engagiert Rose kurzerhand als Pizzalieferantin für die Klinik mit Sonder-auftrag "Oskar". Täglich besucht sie nun den Jungen und zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Um Oskar auf andere Gedanken zu bringen, schlägt sie ihm ein Spiel vor: Er soll sich vorstellen, dass er an jedem einzelnen Tag soviel erlebt wie andere in zehn Jahren. Dank Roses Hilfe erobert sich Oskar in den nächsten zwölf Tagen sein Leben zurück. Mit der gleichaltrigen Peggy Blue erlebt er die erste Liebe, er wird reifer und weise. Noch ahnt Rose nicht, in welchem Maße die Begegnung mit Oskar auch ihr eigenes Leben beeinflussen wird...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of; Interview mit Eric-Emmanuel Schmitt; Presseheft (PDF); Trailer; Wendecover

Video on demand - Oskar und die Dame in Rosa

DVD und Blu-ray | Oskar und die Dame in Rosa

DVD
Oskar und die Dame in Rosa Oskar und die Dame in Rosa
DVD Start:
17.02.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Oskar und die Dame in Rosa Oskar und die Dame in Rosa
Blu-ray Start:
17.02.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 106 min.

DVD Kritik - Oskar und die Dame in Rosa

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Der 10-jährige Oskar (Amir) ist schwer krank. Durch ein Gespräch, das eigentlich nicht für seine Ohren bestimmt ist, erfährt er, dass er nur noch wenige Tage zu leben hat. Auch hört er, dass ihm keiner, weder die Ärzte noch seine Eltern, diese Nachricht überbringen möchten. Amir ist fassungslos und wütend, wütend darüber, dass sich keiner traut, offen mit ihm über seine Krankheit und den Tod zu reden. Deshalb beschließt er, ab sofort zu schweigen. Doch dann stolpert Oskar über die Dame in Rosa (Michelé Laroque), die sich mit ihrer quirligen und offenen Art sofort in sein Herz plappert. Nun will er nur noch mit Rose, so der Name der Dame in Rosa, reden. Der Chefarzt (Max von Sydow) greift zu einem Trick, um Oskars Wunsch zu erfüllen und fortan kommt Rose jeden Tag zu Oskar, und muntert ihn auf. Durch viel Phantasie und Liebe nimmt Rose Oskar die Wut und die Angst vor dem Tod.

Regisseur Eric-Emmanuel Schmitt verfilmt mit „Oskar und die Dame in Rosa“ seinen eigenen Roman, der allein in Deutschland über eine halbe Million Mal gekauft wurde. In seiner zweiten Regiearbeit nach „Odette Toulemonde“ von 2006 wagt sich Eric-Emmanuel Schmitt dieses Mal an das schwierige Thema Tod heran. Obwohl man nach der Inhaltsangabe vermuten könnte, „Oskar und die Dame in Rosa“ wäre von der ersten bis zur letzten Sekunde ein trauriger und hoffnungsloser Film, ist das Gegenteil der Fall. Durch Rose, die eigentlich panische Angst vor Tod und Krankheit hat, und das Krankenhaus nur betritt, um dort Geschäfte zu machen, gelingt es durch ihre offene und manchmal auch etwas schnoddrige Art, dem Film eine besondere Leichtigkeit zu geben. Auch die märchenhaften Traumszenen, die Rose heraufbeschwört, haben einen solchen Witz und sind voller Phantasie, dass man fast vergisst, dass im Mittelpunkt der tot kranke Junge steht. Die meiste Zeit sieht man den Film mit einem weinenden und einem lachenden Auge, so berührend und zugleich lustig ist das zweite Werk von Eric-Emmanuel Schmitt geworden. Dies ist nicht zuletzt auch den wunderbaren Schauspielern geschuldet. Der junge Amir spielt den kranken Oskar sehr beeindruckend, man vergisst tatsächlich, dass er die Rolle nur spielt. Auch Michelé Laroque ist in ihrer Darstellung der Rose sehr überzeugend. Man nimmt ihr sowohl ihre Angst vor dem Tod, als auch den späteren Wandel und ihre Liebe zu Oskar voll und ganz ab. Max von Sydow, der zwar ein guter Schauspieler ist, ist für einen Chefarzt doch etwas zu alt geraten, ein weniger bekannter und dafür etwas jüngerer Schauspieler hätte es auch getan.

Leider ist dieses märchenhafte Drama nicht 100 %ig überzeugend, das Ende will nämlich so gar nicht zum Rest des Filmes passen. Wenn die Aussage des Regisseurs vorher die gewesen sein soll, dass wir den Tod nicht fürchten müssen, sondern ihm durchaus auch mit Humor begegnen können, straft sie sich am Ende selbst Lüge. Denn Oskars Tod ist dann doch, wie die meisten den Tod sehen – traurig und voller Schmerz. Nur wenig von den wundervollen Ideen und Träumen von seinen letzten 12 Tagen überlebt seinen Tod. Ein weiterer Minuspunkt ist das Krankenhaus-Setting, das aus einem völlig unerklärlichen Grund ständig im Dunklen liegt. Außer Oskar befinden sich im Krankenhaus nur Kinder, die weit vom Tod entfernt sind und die gar nicht traurig erscheinen, so dass die dunklen Farben hier nicht ganz passend sind.

Doch insgesamt bleibt nach „Oskar und die Dame in Rosa“ das Fazit: Ein stimmungsvoller, phantastischer und humorvoller Film, bei dem das Taschentuch jedoch nicht all zu weit entfernt liegen sollte.

Auf der vorliegenden DVD sind sowohl Bild als auch Ton in guter Qualität, dafür mangelt es etwas an Extras. Es gibt lediglich ein Making-of, ein Interview mit Eric-Emmanuel Schmitt und den Trailer von „Oskar und die Dame in Rosa“. Jedoch genügt der Film auch alleine, so dass man die DVD nicht durch zahlreiche Extras aufwerten muss.


by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Kinowelt Home Entertainment




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