Orphan - Das Waisenkind - DVD

DVD Start: 18.03.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 119 min

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Inhalt

Als Kate (Vera Farmiga) eine Fehlgeburt erleidet, sind sie und ihr Mann John (Peter Sarsgaard) völlig verzweifelt: Der schwere Verlust wirkt sich nicht nur auf ihre Ehe aus, sondern vor allem auf Kates labile Psyche: Sie wird von Albträumen heimgesucht, denn ihre Vergangenheit lässt sie nicht los. Um zu einem normalen Leben zurückzufinden, wollen die beiden nun ein Kind adoptieren. Im Waisenhaus fühlen sich John und Kate auf unerklärliche Weise zu der kleinen Esther (Isabelle Fuhrman) hingezogen.
Doch sobald Esther bei ihnen einzieht, beginnt eine Serie alarmierender Ereignisse – Kate ist überzeugt, dass irgendetwas mit Esther nicht stimmt: Das unschuldige Auftreten der Kleinen ist offenbar nur Fassade. Kate wähnt ihre Familie in großer Gefahr – sie versucht John und ihre Freunde dazu zu bringen, hinter Esthers Engelsgesicht zu schauen. Doch auf ihre Warnungen will niemand hören... bis es womöglich längst zu spät ist.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,77:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews
Mamas kleine Teufel: Böse Saat und fiese Kinder
Geschnittene Szenen und alternatives Ende
Wendecover

Video on demand - Orphan - Das Waisenkind

DVD und Blu-ray | Orphan - Das Waisenkind

DVD
Orphan - Das Waisenkind Orphan - Das Waisenkind
DVD Start:
18.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Orphan - Das Waisenkind Orphan - Das Waisenkind
Blu-ray Start:
18.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 123 min.

DVD Kritik - Orphan - Das Waisenkind

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Kinder gelten speziell im Horror-Genre als die meist unschuldigsten Wesen und ein ungeschriebenes Gesetzt besagt, dass kein Kind in einem Horrorfilm getötet werden darf, genauso wie z.B. Schwangere. Doch was ist, wenn es ein kleines Mädchen ist, welches sich zum Hauptschrecken entwickelt? Was ist dann mit den gängigen Vorstellungen von Moral und Ethik? „Orphan-Das Waisenkind“ gibt hierauf eine Antwort und das in einer äußerst guten Form.

So erweist sich die Waisenkind-Darstellerin Isabelle Fuhrman, die vorher lediglich einige kleinere Aushilfs-Rollen in Serien wie „Ghost Whisperer“ verkörperte, denn was dieses junge Mädchen an Boshaftigkeit und tiefster Atmosphäre allein mit ihrer Präsenz und ihrer Mimik erzeugt, ist mehr als beeindruckend. So hat der Zuschauer bereits zu Beginn des Films ein komisches Gefühl und mit Momenten, die aufgrund ihrer Kälte und Brutalität überraschen, wächst das Unbehagen immer mehr bis es irgendwann in nahezu Verachtung und Hass auf Seiten des Zuschauers gipfelt. Hier gilt ihr besonders großes Lob ausgesprochen, denn spielen die anderen Kinder-Darsteller ihre Rollen ebenfalls auf hohem Niveau, ist es Fuhrmann, die es schafft ganze Szenen-Stränge an sich zu reißen und mit einer derartigen diabolischen Energie daherkommt, dass einem von Zeit zu Zeit ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

Allerdings sind auch die „Erwachsenen“-Darsteller durchweg überzeugend, wenn auch Peter Sarsgaard („Jarhead“) seine Rolle etwas zu klischeehaft interpretiert und leider dazu neigt gegen den normalen Menschenverstand zu spielen. Das liegt aber auch größtenteils an seinem Charakter, denn ist es gerade der Kontrast zwischen ihm und seiner Film-Frau Vera Farmiga („Departed“), welcher den Film von vielen typischen Horrorfilmen unterscheidet. So erfindet „Orphan“ das Rad zwar nicht neu, aber der Zuschauer hat zu vielen Zeitpunkten das Gefühl als würden sich alle Beteiligten sehr darum bemühen, eben kein Standard-Werk abzuliefern, sondern dem geneigten Cineasten auch etwas zu bieten.

Es fällt daher auf, dass der Regisseur Jaume Collet-Serra („House of Wax“) mit den gängigen Schreckmomenten spielt und diese nur in den seltensten Fällen zum Einsatz kommen lässt, sprich würden in 95% aller anderen Horrorfilme an vielen Stellen die Lautstärke der Musik erhöht um den Zuschauer zu erschrecken, verzichtet er nahezu komplett darauf. Er schafft es vielmehr durch die Handlung und auch die überragenden Charaktere eine solche Spannung aufzubauen, dass man gegen Ende hin immer mehr in eine Art Schockstarre verfällt in Kombination mit purer Neugier wie es denn wohl ausgeht.

So nutzt Jaume das Bild einer eigentlich intakten Familie und lässt sie mit voranschreitender Spieldauer immer weiter in einen Abgrund versinken, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt, da das kleine Waisenkind derartig geschickt ist, sodass man als Zuschauer bis zu den letzten Minuten keine Ahnung hat, wie sich das Alles entwickeln wird. Gerade dies macht auch einen großen Teil des Vergnügens aus sich diesem Film zuzuwenden.

Einziges Manko dürfte das Ende sein, welches zu schnell zu kommen scheint und auch die Auflösung des Ganzen ist zwar sehr intelligent und logisch, jedoch hätte man sich der Ausarbeitung dessen mehr widmen können bzw. sollen.

So bleibt trotz allem jedoch ein hervorragender Horrorfilm und eine deutliche Empfehlung an alle Fans dieses Genres, die gerne mal weg vom typischen Killer-jagt-Teenager-Format weg wollen. Auch alle Gemetzel-Gesättigte sollten einen Blick riskieren, denn ist der Film zwar nicht der brutalste auf der Welt, sticht er immer wieder in das Herz der Erwartungen der Zuschauer und wird so zu einem wirklichen Erlebnis.


by Sven Hensel
Bilder © Kinowelt Home Entertainment