Open Graves - DVD

DVD Start: 21.01.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Der leidenschaftliche Surfer Jason genießt seinen Sommerurlaub in Spanien in vollen Zügen. Bei einem Einkaufsbummel gerät er in den Besitz von „Mamba“, einem uralten Brettspiel, das einer Legende zufolge aus den Knochen einer verbrannten Hexe gefertigt wurde und dem Sieger einen Herzenswunsch erfüllen soll. Die unterlegenen Mitspieler hingegen werden vom Tod heimgesucht. Ungeachtet der Warnungen des Verkäufers wagen Jason und seine Freunde ein Spiel – mit verheerendem Ausgang.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Fotogalerie

Trailer

Wendecover


DVD und Blu-ray | Open Graves

DVD
Open Graves Open Graves
DVD Start:
21.01.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Open Graves Open Graves
Blu-ray Start:
21.01.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

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DVD Kritik - Open Graves

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Die spanisch-amerikanische Produktion OPEN GRAVES kann als krude Mischung aus FINAL DESTINATION, JUMANJI und TANZ DER TEUFEL bezeichnet werden. Jedenfalls wirkt die müde Story um eine Gruppe Twens im Surf-Urlaub spätestens dann reichlich abgestanden, wenn die Knallchargen ein uraltes Spiel finden und – wie könnte es auch anders sein – damit einen Fluch auf sich laden.. Einer nach dem anderen beißt nun ins Gras, wobei die tödlichen Unfälle angelehnt sind an die Funktionsweise der Final Destination-Reihe. Freilich ohne dabei auch nur einen Moment eine vergleichbar kreative Frische an den Tag zu legen. Bis zum klischeehaften Showdown bleibt OPEN GRAVES ein 08/15-Fließbandprodukt, für das wohl mehr Energie in das Casting heißer Körper gesteckt wurde als in ein fesselndes Drehbuch. Vielleicht ist vorliegender Film auch nur eine von etlichen Arbeiten, hinter denen eine gute Idee steckte, die aber durch etliche Kompromisse zerrieben wurde. Das klingt jetzt alles nicht gerade einladend, doch so schlecht möchte ich den Film nicht machen. OPEN GRAVES ist eben eine ziemlich herzlose Angelegenheit, ansonsten aber solide inszeniert und handwerklichen im guten Durchschnitt einzuordnen. Überdies ist Hauptdarstellerin Eliza Dushku nicht nur extrem sexy sondern auch eine talentierte Schauspielerin, wie sie in der US-Serie DOLLHOUSE eindrucksvoll unter Beweis stellt. Mike Vogel, dessen Anti-Schauspiel in CLOVERFIELD nur konsequent eingesetzt war, offenbart hier einmal mehr seinen sicheren Blick für profillose Rollen, an die sich wirklich kein Mensch erinnert.

Das schöne südspanische Setting wird achtlos verschenkt, die Bezüge zur Inquisition und damit zur spanischen Geschichte und Mythologie bleiben purer Selbstzweck. In seiner blaustichigen Ästhetik langweilt OPEN GRAVES ebenso schnell wie mit der spannungsarmen Schicksalhaftigkeit der Geschichte. Schade, das hier nicht die Chance genutzt wurde, an den spanischen Horrorfilm der 70er-Jahre anzuknüpfen, in dem solch abstruse Plot-Ideen oft die Grundlage für eine charmant-trashige Geschichte lieferten. Um aber unfreiwillig komisch zu sein oder als Trash zu funktionieren, ist der Film zu glatt, zu geleckt, zu kalt und vor allem zu konventionell. Besonders Horrorfans seien gewarnt, denn mehr als lauen Grusel vermag OPEN GRAVES nicht zu evozieren. Exemplarisch für die Zahnlosigkeit des Films stehen seine Todes-Szenen, die in FINAL DESTINATION nicht nur ausgiebig zelebriert werden sondern auch clever mit der Erwartung des Zuschauers spielen. Im Vergleich dazu könnte das Ableben nicht unspektakulärer gestaltet sein als hier – tatsächlich reicht schon ein Stolpern und der daraus resultierende Sturz von einer Klippe. Warum die FSK den Film nicht mit einer Freigabe ab 16 durchgewinkt hat, ist daher nicht nachvollziehbar, ist das Zielpublikum doch wahrscheinlich ohnehin unter 18 einzuordnen. Einzig eine (an Splatter-Maestro Lucio Fulci angelehnte?) grausame Krabben-Attacke sorgt für ein deftiges Aha-Erlebnis, das hier nicht verraten werden soll.

Die Kinowelt-DVD ist – gemessen an den Standards des renommierten Labels – sehr mager ausgestattet und beinhaltet keine weiterführenden Extras. Weder Interviews, noch Audiokommentar(e) finden sich auf der Scheibe. Lediglich die üblichen Trailer haben es in das so genannte Bonusmaterial geschafft, das zudem noch mit einer uninteressanten Fotogalerie ausgestattet ist. Eine Suche nach weiteren Bonmots verläuft ergebnislos. Auch kann während des Films nicht zwischen Originalsprache und deutscher Synchro gewechselt werden, die Tonspur muss vorher angewählt werden. Gleiches gilt auch für die deutschen Untertitel, die sowohl in der deutschen (für Schwerhörige) als auch in der englischen Fassung verfügbar sind. Bleibt zu sagen, das sich zwei deutsche Tonspuren auf der DVD befinden: Dolby Surround und die noch etwas besser klingende Spur in Dolby Digital 5.1 – letzteres Format hat dann auch die Originalfassung.

by Marco Siedelmann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment