Ondine - DVD

DVD Start: 10.03.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

An der wildromantischen Küste von Kork geht dem irischen Fischer Syracuse (Colin Farrell) eines Tages ein zauberhafter Fang ins Netz: Die schöne Frau ohne Vergangenheit (Alicja Bachleda-Curus), die da vor seinen Augen langsam zum Leben erwacht, beflügelt seine Gefühle und Sinne ebenso wie die Phantasie seiner kleinen Tochter. Unter ihrem geheimnisvollen Einfluss nimmt der Alltag im ganzen Fischerdörfchen überraschende Wendungen. Und wie alle Märchen birgt auch dieses dunkle Geheimnisse, hinter denen eine andere, düstere Wahrheit schlummert.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews vom Set, Dt. und Originaltrailer

Video on demand - Ondine

DVD und Blu-ray | Ondine

DVD
Ondine Ondine
DVD Start:
10.03.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Ondine Ondine
Blu-ray Start:
10.03.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

DVD Kritik - Ondine

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Sehnsucht und Märchen
„Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser“, der am 10. März 2011 auf DVD und Blu-ray erscheint, sollte nicht mit dem Film „Das Mädchen aus dem Wasser“ von M. Night Shyamalan verwechselt werden. Hier wie dort kommt zwar ein Mädchen aus dem Wasser und beide Filme feiern den Triumph der Phantasie gegenüber der Realität, aber das sind auch schon alle Gemeinsamkeiten. Während Shyamalan keinen Zweifel daran lässt, dass sein Film ein Märchen ist, lässt Oscar-Preisträger Neil Jordan seine Zuschauer lange im Unklaren darüber, wohin die Reise geht. So weiß der Zuschauer nicht, ob die geheimnisvolle junge Frau, die sich Ondine nennen lässt, eine Meerjungfrau ist oder nicht. Was übrigens schön indifferent von Alicja Bachleda dargestellt ist. Es geht hier um Hoffnung, die Sehnsucht nach Glück und die Angst davor. Wenn man lange genug und fest genug an Märchen glaubt, werden sie wahr. Das scheint zumindest so. Vielmehr wollen die Figuren, dass die Situation ein Märchen ist, in dem alle glücklich werden. Vor allem weil alle Charaktere ihre Probleme haben. Colin Farrell (klasse) ist ein trockener Alkoholiker, erfolgloser Fischer, getrennt lebend mit einer todkranken Tochter, der in seinem Ort nicht sonderlich akzeptiert und ernst genommen wird. Seine Tochter Annie treibt das Märchen voran. Sie möchte das Ondine eine Meerjungfrau ist, damit sie sie von ihrer Krankheit heilen kann. Auch Ondine möchte jemand anders sein. Aber der Glaube an Märchen reicht nicht, um die desolate Situation der Charaktere aufzulösen, da die Realität umso härter eintrifft. Erst wenn die Figuren aktiv darangehen, ihre Situation zu verändern, dann wird das Märchen wahr und sie lebten glücklich…Aber ist das wirklich so? Neil Jordan versteht es geschickt, den Zuschauer im Ungewissen zu lassen. Und so fragt man sich wirklich lange, welchem Genre der Film eigentlich zuzurechnen ist. Das wahre Märchen ist ein glückliches Leben. Und der Film gehört dazu. Er ist ausnahmslos toll gespielt, Stephen Rea versteht es auch in Nebenrollen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, und Jordan vermeidet alle Sentimentalitäten. Alle Meeresszenen und die Küstenlandschaft sind selten im hell strahlenden Licht gefilmt, sondern düster und grau gehalten. So wird nicht nur jeder Kitsch vermieden und das Ungewisse beibehalten, sondern zeigt auch, dass in der verzweifelten Situation das Glück zu finden ist. Trotzdem sind die Bilder durchaus schön geworden und versetzt die Handlung in einen mehr als realen Raum. In einem realistisch-naturalistischen Gestaltungsstil werden die Macht der Phantasie und das Spiel mit ihr gefeiert. Und eine Verliebtheit ist immer zauberhaft.

Der Ton ist manchmal etwas leise, aber das Bild ist gut. Als Extras gibt es den Trailer und eine Trailershow sowie viele Interviews mit den Darstellern, dem Regisseur, den Produzenten und dem Drehbuchautor. Zum größten Teil sind diese Interviews das übliche gegenseitige Hochjubeln und das alles wunderbar war. Die interessanteren Aspekte bestehen in der jeweils unterschiedlichen Deutung der Geschichte.

Ein gut gelungener Mix aus desparaten und wunderschönen Szenen, welche die Macht der Phantasie, die Sehnsucht nach Märchen und den Zauber der Verliebtheit feiert, ohne jemals sentimental oder gar kitschig zu werden.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment