Oceans - Geheimnisvolle Tiefen - DVD

DVD Start: 29.06.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 360 min

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Inhalt

In dieser spektakulären BBC-Dokumentation begibt sich der Forscher Paul Rose mit einem Team von Meeresspezialisten in einer außergewöhnlichen Expedition auf die Suche nach Antworten und Abenteuern. Ein Jahr lang tauchten die Experten mit Hilfe der neuesten Unterwassertechnologie in allen Weltmeeren und drangen tiefer in die Mysterien der Unterwasserwelt als je zuvor.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Oceans - Geheimnisvolle Tiefen

DVD
Oceans - Geheimnisvolle Tiefen Oceans - Geheimnisvolle Tiefen
DVD Start:
29.06.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 360 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Oceans - Geheimnisvolle Tiefen

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Ein gute Dokumentation muss zum einen, neue Informationen durch anschauliche Bilder vermitteln und zum anderen diese Erkenntnisse an ein breit gefächertes Publikum weitergeben, dass an diesem Thema Interesse hat, aber darüber noch wenig weiß. Dokumentationen haben zurzeit einen guten Ruf, da sie sich von manch biederen Darstellung losgesagt haben und nicht nur das zu Dokumentierende, sondern auch die Dokumentierenden inzwischen einen Platz in der Darstellung gefunden haben. Denn viele Zuschauer sind daran interessiert, wie die atemberaubenden Bilder entstanden sind, die sie begeistern.

Die Dokumentation Oceans – Geheimnisvolle Tiefen hat einen großen Anspruch an sich selbst. Für sie ist es "höchste Zeit, die letzte große Wildernis zu erforschen". Und tatsächlich gab es seit längerem keine große Dokumentation zu diesem Thema. Vielmehr hat sich eine Vielzahl an Infoprogrammen mit zwei – dem afrikanischen und dem arktischen – Kontinenten beschäftigt, was wahrscheinlich gute Gründe hat. Erstens, ist der Eisbär das Symbol für den Klimawandel geworden – zusätzlich verstärkte sich das Interesse in Deutschland sicherlich auch durch Knut – und somit sprang auch die Filmproduktion auf diesen Zug auf. Zweitens, wachsen wir Europäer inzwischen mit den Tieren aus Afrika auf. Wer weiß nicht mehr über Löwen, Giraffen und Nashörner, als über so manche einheimische Tiergattung? Das Exotische hat seinen Reiz. Also kann eine Reihe über die Meere und Ozeane unserer Welt sicherlich eine Nische finden und ein Bedürfnis nach mehr Wissen stillen.

Die Crew bereiste über ein Jahr vier Ozeane und drei Meere (Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean, Golf von Kalifornien, Rotes Meer, Mittelmeer, arktischen Ozean), und betrieb, wie sie es nannten „Grundlagenforschung“. Jedes Crew-Mitglied – dazu zählt auch Philip Cousteau, der Enkel des berühmten Meeresforschers Jacques Cousteau – hatte sein eigenes Spezialgebiet, welches mit in die Dokumentation einfloss. Zum einen ging es um die Frage, wie diese Meere oder Ozeane eigentlich entstanden sind und wo sie ihren Ursprung haben. Selbstverständlich ging es auch um Flora und Fauna und deren Beeinträchtigung durch den Menschen und den Klimawandel. Der Mensch hatte schon seit Urzeiten eine enge Beziehung zum mehr, sei es als Transportweg, Kriegsschauplatz oder Verehrung der See als göttliche Macht.

Diese vier Themen – Entstehung, Archäologie, Biologie, Umweltschutz – in 45 Minuten für jeweils ein Meer (Ausnahme ist der Indische Ozean, dem zwei Folgen gewidmet sind) unterzubringen, ist unmöglich. Das ist auch die Krux an dieser Dokumentation, denn 45 Minuten sind definitiv zu wenig. Viele Themen können nur oberflächlich angeschnitten werden, auf das wesentliche reduzierte Aussagen und Bildmitschnitte, die für die Schönheit diese Meere kaum Zeit lassen. Der Zuschauer wird von einem spannenden umweltpolitischen Aspekt (z. Bsp. Thunfisch-Farmen im Mittelmeer), zum biologischen Aspekt des Sechskiemenhais und des weißen Hais im Mittelmeer, über die Entstehung des Meeres durch das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten bis hin zu Amphoren, die seit 2000 Jahren auf dem Meeresboden liegen, gerissen. Hinzu kommen die sich stetig wiederholenden Aussagen der Crew und des Erzählers, welche dazu dienen sollen, Spannung aufzubauen und als eine Daseinsberechtigung der Doku zu fungieren. Fast alle Tiere sind "extrem selten" jeder Ausflug "lebensgefährlich" und jede Entdeckung kann dazu dienen, die Wissenschaft in ihrer Arbeit weiterzubringen. Das mag alles stimmen, aber in einem solchen Genre sollte dennoch das Dokumentierte im Vordergrund stehen und die Vermittlung dessen.

Trotzdem was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist nicht das schon Bekannte. Seelöwen zählen nicht, denn wer sieht sie nicht gerne durch das Wasser schießen. Die fluoreszierenden Algen, die einer Art Achtziger Jahre Neon-Party auf dem Meeresboden gleichen, sind ebenso neu, wie die schon erwähnten Thunfisch-Farmen im Mittelmeer, die Unterwasseraufnahmen einer Schule von Pottwalen oder einer großen Gruppe von Hammerhaien.
Allerdings erhält die Doppel-DVD noch einen Minuspunkt, dafür dass es keinerlei Extras gibt und auch keine Untertitel weder beim englischen Originalton noch bei der deutschen Synchronisation.

Fazit: Solide Dokumentation, die einige neue Bilder bringt, aber manchmal in Selbstdarstellung abdriftet.

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by Doris Rombach
Bilder © WVG Medien / Polyband