| DVD Wertung: |
| Film: |
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| 8/10 |
| Bild: |
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| 8/10 |
| Ton: |
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| 7/10 |
| Extras: |
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| 7/10 |
| Gesamt: |
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| 8/10 |
Die Fußstapfen in die das neue Werk der Pixar-Studios schlüpfen willen, könnten kaum größer sein, denn mit der Monster AG und Findet Nemo gelang den Machern bereits in den Jahren zuvor Meilensteine der Tricktechnik und da sind die Erwartungen natürlich dementsprechend hoch. Es ist wie mit einer Achterbahn: hat man mal eine gefunden, die einem wirklich gefällt und die man unendlich oft benutzen möchte, ist man umso mehr gespannt, wenn die gleichen Macher eine neue Achterbahn bauen und es kommen Fragen auf ob die Klasse & das Niveau gehalten wird.
Zuerst einmal sei an dieser Stelle festgehalten, dass man sich als Filmkritiker immer besonders auf Pixar & Disneyanimationen freut, weil diese immer einen besonderen Charme haben, sodass man sich leicht in die Hände der Macher begiebt um sich mit einer tollen Geschichte und rührenden Bildern umgarnen zu lassen. So geschieht das auch in „
Oben“, denn fängt alles schon relativ kurios an, steigert sich dies ins Vielfache und man ist tatsächlich freudig gespannt auf die Dinge, die da auf einen zukommen. Das ist auch die große Stärke von Pixar: sie haben sich durch ihrer früheren Filme so viel Vorschusslorbeeren verdient, dass man sich in den Filmen fallen und alles auf sich wirken lassen kann – und bei „Oben“ gibt es viel zu realisieren.
Da ist der alte Mann, der noch voller Abenteuerlust steckt und sich gerne seinen allerletzten Wunsch erfüllen möchte. Auf der anderen Seite gibt es den jungen Pfadfinder, der im Grunde den ganzen Tag in der Natur und dabei zu allen Lebewesen sehr freundlich und hilfsbereit ist. Diese beiden Figuren bilden ein herrlich anzusehendes Gespann, da es nicht wie man es aus vielen Realverfilmungen kennt z.B. ein „Dummer“ auf einen „Schlauen“ trifft oder ein Muskulöser auf ein „Milchbubi“. Die beiden Hauptakteure könnten eigentlich kaum unterschiedlicher sein, doch verbunden sind sie durch ihre Abenteuerlust, die beide mit der Zeit auch mehr und mehr zusammenschweißt.
Was ebenfalls positiv auffällt sind wieder einmal die vielen tollen Ideen, die Pixar in diesem Film abfeuert, angefangen von der Einleitung der Geschichte über das fliegende Haus bis hin zu sprechenden Hunden. Alles scheint mit so viel Liebe und Hingabe erdacht worden zu sein, dass es sich wirklich perfekt in die Welt eingliedert, sodass ein harmonisches Gesamtwerk entsteht. Leider verpufft diese kreative Kraft gen Ende hin, wo man leider nur noch Standard-Kost zu sehen bekommt, was in sofern sehr schade ist, da einfach mehr möglich gewesen wäre.
Ebenfalls schwierig ist die Bewertung der Atmosphäre, denn gibt es zwar auf der einen Seite ein paar gute Lacher und vor allem die Hunde und die Dynamik zwischen dem alten Mann und dem Pfadfinder-Jungen sorgen für reichlich Unterhaltung. Jedoch baut sich der Film durch ein oder zwei unnötige Szenen eine innere Melancholie auf, die einige der Zuschauer auch packen dürfte, sodass man an einigen Stellen das wundervolle „Pixar-Animations-Gefühl“ verliert und abdriftet in eine traurigere Laune. Dass neben diesem abdriften auch noch der Humor in erster Linie für Kinder gemacht und daher eher schlicht gehalten wurde, fällt zwar auf, jedoch ist es kein Nachteil.
Zum Ende kommend mögen sich die letzten Punkte möglicherweise negativ angehört haben, dennoch sollten sie keinen Animationsfreund davon abhalten den Film zu sehen, denn aufgrund seines Ideenreichtums, seiner Liebe zum Detail, seinen tollen Dialogen und äußerst sympathischen Charakteren, bietet der Film noch genug, um einen schönen Abend zu haben. Das wichtigste bei einem solchen Film ist immer die Frage ob man Spaß gehabt hat und gut unterhalten wurde.
Die klare Antwort:
Ja.
by Sven Hensel