Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut) - DVD

DVD Start: 20.11.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 313 min

Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

An einem kalten Winterabend findet der einsame Junggeselle Seligman die zusammengeschlagene Joe in einer Gasse. Er nimmt sie mit in seine Wohnung, wo er die Wunden der selbstdiagnostizierten Nymphomanin versorgt und ihr Fragen über ihr Leben stellt. Er hört ihr aufmerksam zu, während Joe über die nächsten acht Kapitel die lustvolle, verzweigte und facettenreiche Geschichte ihres Lebens erzählt.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Interviews mit den Hauptdarstellern
- Trailer

DVD und Blu-ray | Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut)

DVD
Nymphomaniac VOL. I & II Nymphomaniac VOL. I & II
DVD Start:
20.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 232 min.
Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut) Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut)
DVD Start:
20.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 313 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Nymphomaniac VOL. I & II Nymphomaniac VOL. I & II
Blu-ray Start:
20.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 241 min.
Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut) Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut)
Blu-ray Start:
20.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 327 min.

DVD Kritik - Nymphomaniac VOL. I & II (Directors Cut)

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 9/10


Lust und Frust - Lars von Trier gefällt sich zunehmend in der Rolle des enfant terrible. Waren die Dogma-Beiträge von ihm eher stilistisch in der Richtung einzuordnen hat er sich früh davon gelöst, da seine Themenwahl nicht mit dem Stil umsetzbar ist. Dennoch bemüht er sich meistens um einen Realismus, der vielen auch zu weit geht. So haben die meisten Filme von ihm teils hitzige Debatten ausgelöst. Man denke nur an „Antichrist“ und wenn schon nicht der Film selbst, so seine Pressekonferenzen wo er etwa mitteilte, dass er ein Hitler-Fan sei. Letztere Sperenzchen haben seine Filme gar nicht nötig und dürften von vornherein Diskussionsstoff liefern. „Nymphomaniac“ etwa hatte zunächst große Zweifel geweckt. Das Portrait einer Nymphomanin passt zwar in von Triers Oeuvre, da er seine Frauenfiguren quält und sie bis zum äußersten und darüber hinaus belastet (und dementsprechend auch manchmal seine Darstellerinnen). Doch sind diese niemals nur Opfer, sondern wehren sich und sind charakterlich äußerst komplex. In der Hinsicht sind sie stark und alle Bemühungen sie dramaturgisch und inszenatorisch zu dekonstruieren, scheitern. „Nymphomaniac“ ist also ein Frauenportrait einer Nymphomanin. Aber gleich vier Stunden lang? Da ist man dankbar, dass der Film auf zwei DVDs herausgebracht wird, da man sich so eine Pause gönnen kann. Trotz der Länge und des Themas, das bei rein abgefilmten Sexakten und der nackten Haut auch schnell langweilig werden könnte, fasziniert der Film. Dazu trägt vor allem die Bildsprache bei, die einen mit reinzieht. Dabei benutzt von Trier wenig Symbolisches und wenn er seine Erzählung mit kleinen Bildkommentaren aufbricht, so sind diese meist sehr ironisch und sorgen teils sogar für einige Lacher. Stattdessen gibt es Diskurse. Die Titelheldin, wieder einmal: Charlotte Gainsbourg, erzählt ihre Lebensgeschichte einem Mann, genial: Stellan Skarsgard, der zur Einordnung immer wieder Exkurse vornimmt und die beiden streifen dann viele verschiedene Themen wie Religion, Psychoanalyse, Glauben, Liebe zur Literatur, etc. Da werden viele Aspekte über den Sex hinaus überhöht und die ganze Erzählung auf eine symbolische Ebene gehievt, die man in der Form wohl nicht erwartet hätte. Man könnte ihm auch vorwerfen, dass so manches unnötig aufgebläht wird, aber mir gefiel es. Aber es muss zugegeben werden, dass dann alles äußerst sperrig werden kann. Aber die Diskurse sind interessant und die hervorragenden Dialoge sind eine Lust zuzuhören. Zudem hat der Film noch mehrere herausragende Darsteller, die oft nur relativ kurz vorkommen, aber alles geben. Christian Slater etwa ist so gut wie seit „Der Name der Rose“ nicht mehr. Uma Thurman überzeugt ebenso wie Willem Dafoe, Shia LaBouef, Connie Nielsen, Udo Kier (in einer Minirolle wird er immer mehr zu einem Maskottchen von von Trier) und die vielen anderen. Natürlich gibt es auch viel Sex, der auch manchmal explizit ist. Teilweise wird also echter Sex gezeigt und man sieht erigierte Glieder und die weiblichen Geschlechtsteile. Doch das wird nie voyeuristisch. Dafür ist alles realistisch und damit auch durchaus trostlos gefilmt. Ob es hier aber gelingt, die weibliche Sexualität komplett auszuloten, kann von einem männlichen Rezensenten nicht beurteilt werden. Doch der Film an sich ist intelligent, spannend, erotisch (teilweise) und einfach faszinierend und gelungen. Und der Sex ist manchmal so trostlos verzweifelt, dass er zugleich aus der Schmuddelecke geholt wird.

Beide Scheiben haben ein sehr gutes Bild und einen sehr guten Ton. Leider können die Extras da nicht sonderlich mithalten. Auf der ersten Scheibe gibt es nur eine Trailershow und auf der zweiten mehrere Interviews.

Nicht nur die Länge macht den Film etwas sperrig, sondern auch die Exkurse, wobei gerade diese mit das interessanteste an dem Film sind. Aber auch die Dialoge, die herausragenden Darsteller und die Bildsprache ziehen einen in einen unwiderstehlichen Sog.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment