Nova Zembla - Unbekanntes Land - DVD

DVD Start: 12.03.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 104 min

Nova Zembla - Unbekanntes Land DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

9,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Amsterdam, 1596. Während Holland unter der spanischen Seeblockade leidet, bricht eine gefährliche Schiffsexpedition unter dem Kommando von Willem Barents und Kapitän Jacob von Heemskerk auf, um eine neue Seeroute nach China zu finden.
Mit an Bord ist der junge Gerrit de Veer, der in die Tochter des berühmten Astronoms Petrus Plancius verliebt ist. Gerrit will sich auf der Expedition beweisen, um Catherina endlich heiraten zu dürfen.
Die Bedingungen auf dem Schiff sind schwierig für Gerrit, der Ton innerhalb der Crew ist rau. Auf ihrem Weg durch das Polarmeer versuchen Barents und Heemskerk die Insel Nova Zembla nördlich zu umfahren, doch dann bleibt das Schiff im Eis stecken. Die Crew muss fortan im arktischen Winter um ihr Überleben kämpfen ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Niederländisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Premiere in Amsterdam, Fotoslideshow, Kinotrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Nova Zembla - Unbekanntes Land

DVD
Nova Zembla - Unbekanntes Land Nova Zembla - Unbekanntes Land
DVD Start:
12.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Nova Zembla - Unbekanntes Land Nova Zembla - Unbekanntes Land
Blu-ray Start:
12.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.
Nova Zembla - Unbekanntes Land (3D Blu-ray) Nova Zembla - Unbekanntes Land (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
12.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

DVD Kritik - Nova Zembla - Unbekanntes Land

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Entdeckungen im Eis - Während Science-Fiction und Comicverfilmungen boomen, ist der eigentliche Abenteuerfilm etwas in das Hintertreffen geraten. Was erstaunlich ist, da doch allein schon durch die vier „Fluch der Karibik“-Filme das Piratengenre neuen Aufschwung bekommen hat. Oder sehen die Filmemacher das Genre als altbacken an und können keine neuen Aspekte darin entdecken? Oder scheuen sie den Aufwand und die Kosten? Was angesichts der bombastischen Comicverfilmungen schon sehr verwunderlich wäre. Nun kommt ein neuer Abenteuerfilm ausgerechnet aus einem Land, von dem man einen solchen aufwendigen Film wohl wenig erwartet hätte: Holland. Generell kommen gerade in Deutschland recht wenige Filme aus dem Nachbarland auf den Markt, geschweige denn in das Kino. Und wenn, dann sind sie immer von hoher Qualität. Der Abenteuerfilm „Nova Zembla“ ist da keine Ausnahme. Der Regisseur Reinout Oerlemans verfilmt wahre Begebenheiten und schmückt sie etwas aus. Zumindest was den Helden angeht. Im Jahre 1596 ist Holland durch den Krieg gegen Spanien verarmt und sieht seine einzige Möglichkeit wieder zu Reichtum zu gelangen im Handel mit dem fernen Osten. Aber der Süden der Erdkugel wird von feindlichen Seemächten beherrscht und so macht sich das Land daran, eine Passage im Norden zu finden. Durch das ewige Eis. Im Film wird eine der letzten Expeditionen nachgezeichnet, bei der kein geringerer als der Kapitän Willem Barents mit an Bord ist (nach dem später die Barentssee benannt worden ist). Aber es geht weniger um die historischen Helden oder deren spätere Glorifizierung, sondern im Mittelpunkt der Geschichte steht ein armer junger Mann, der mit dieser Reise an Reichtum gewinnen will, um das Mädchen seiner Träume heiraten zu können. Von der Schifffahrt hat er keine Ahnung und so verdingt er sich als Schreiber (und schreibt später den ersten Abenteuerroman der Literaturgeschichte). Die Figur Gerrit de Veer gab es also wirklich. Aber es ist nicht viel von ihm bekannt, so dass den Filmemachern die Möglichkeit gegeben war, etwas kreative Fantasie einzuflechten. So kann sich der Film gewisse Freiheiten nehmen und folgt nicht komplett den historischen Ereignissen. Wobei das Grundgerüst steht und die Dramatik der damaligen Geschehnisse braucht man nicht zu überzeichnen. Aber dabei wird nie die Action in den Vordergrund gestellt, sonder die Reifung des Protagonisten und der psychische Umgang mit den Widrigkeiten. Glücklicherweise wird der Film dabei nie pathetisch oder patriotisch, sondern preist vielmehr den Mut der einzelnen, den des Individuums. Er ist ein Hohelied auf den Willen. Aber nicht per se, sondern es zählt der Wille durchzuhalten und an seinen Zielen festzuhalten. Dabei fällt auf, dass es zwischen denen in Not geratenen Seeleuten erstaunlich wenige Zwistigkeiten gibt. Und das obwohl sie Monate ausharren und auf engsten Raum ausharren müssen. Das ist nicht sonderlich glaubhaft, aber vielleicht war es ja so, dass die Not die Mannschaft zusammenschweißte. Hier liegt auch ein filmisches Problem begraben: wie will man Monate der Langeweile verfilmen, ohne selber langweilig zu werden? Der Regisseur macht es sich einfach und für den Zuschauer geschickt: er ignoriert es und man ahnt nur wie die Zeit vergeht und wenn die Sonne den arktischen Winter beendet ist der Unglaube der Männer beeindruckender als andere Bilder die man hätte finden können, um die Wirkung zu schildern. „Nova Zembla“ hat einige klassische Elemente des Abenteuerkinos (verbotene Liebe, Intrigen, Seefahrt, einen Schurken, wilde Tiere und der Kampf gegen die Elemente), kann aber doch Klischees umschiffen. Er ist atmosphärisch, dicht und kompakt erzählt, spannend, dramatisch und sehr gut gefilmt. Man spürt die Kälte des Eises, die Enge des Schiffes und das gegenseitige Misstrauen. Dieser geglückte niederländische Film braucht sich keinesfalls vor großen Hollywoodproduktionen zu verstecken. Übrigens war der Film der erste niederländische 3D-Film.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Das Making Of ist sehr interessant ausgefallen, wobei die Bilder von der Premiere eher nichtssagend sind. Dann gibt es noch einen Videoclip und Trailer sowie eine Bildergalerie.

Ein Abenteuerfilm aus Holland, der sich keineswegs vor großen Hollywoodproduktionen verstecken muss. Atmosphärisch dicht, spannend, dramatisch und gut gefilmt ohne auf Klischees zu setzen oder pathetisch und patriotisch zu werden. Alle Fans von Seefahrtgeschichten sollten dringend zugreifen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm