No Identity - Experiment des Grauens - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

No Identity - Experiment des Grauens DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

5,95 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Anna, eine junge Frau, findet sich auf einer Straße in Prag wieder und hat nicht die geringste Ahnung, wer sie ist oder wie sie hierher gekommen ist. Ohne Erinnerungen irrt sie ziellos durch die Stadt, ständig begleitet von alptraumhaften Visionen. Dann trifft sie Morgan, der ebenfalls sein Gedächtnis verloren hat. Zusammen suchen sie nach Puzzlestücken ihrer Erinnerung, irgendetwas, um ihr Leben wieder zu finden. Dabei bemerken sie gar nicht, dass alles, was sie tun, beobachtet wird. Ahnungslos werden sie zu Hauptakteuren eines grausamen Experiments. Anna und Morgan sind wie Marionetten, die unaufhaltsam einem fatalen Ende entgegen gehen...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Infopictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Fotogalerie

DVD und Blu-ray | No Identity - Experiment des Grauens

DVD
No Identity - Experiment des Grauens No Identity - Experiment des Grauens
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - No Identity - Experiment des Grauens

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Kennt doch beinahe jeder eine der goldensten Regeln Hollywoods: aus einem schlechtem Drehbuch macht auch die beste Umsetzung keinen guten Film. Ein hochwertiges Drehbuch aber erhält sich bei niedriger Umsetzung nicht zwingend seine Überzeugungskraft. Dass jener Satz nur allzu oft Recht behalten mag, keinesfalls jedoch im Falle von „No Identity- Experiment des Grauens“ zutrifft, sollte sich schon während der ersten 15 Minuten des Films herauskristallisieren - und das im positivsten Sinne, in dem eine solche Aussage gemeint sein könnte.

Aus dem merklich niedrigen Budget des spannungsreichen Thrillers, das unumgänglich zu bildqualitativen, schauspielerseitigen und synchronisatorischen Schwierigkeiten geführt haben dürfte, hat Regisseur Dan Turner bis zum Äußersten alles herausgeholt, was er nur herausholen konnte. Dem nicht genug hat er sein cineastisches Werk auf einer smarten Story und einer ungewöhnlich durchdachten Bildtechnik aufgebaut, sodass der Zuschauer - derart gut unterhalten - gerne beginnt über die budgetabhängigen Mankos hinwegzusehen. Beweist das Drehbuch mit all seiner spannungsintensiv engen Stringenz am Ende, dass einem außergewöhnlich präzise angelegten und überdurchschnittlich besonderen Storyrahmen auch das niedrigste Budget die Überzeugungskraft nicht zu nehmen vermag - zumindest dann nicht, wenn es derart fokussiert und durchdacht genutzt wird.

Mag uns die Story selbst in ihrem Kern auch vertraut erscheinen, so gelingt es „No Identity“ doch konstant zu überraschen. Dabei erinnert der Thriller in all der Vielfältigkeit seiner Handlungselemente an Grundbausteine des „Bourne Ultimatums“ vermengt mit einem Schuss von „Experiment Killing Room“ und gespritzt mit einem Hauch „Resident Evil“ – das alles handlungselementar derart synchron aufgezogen, dass sich schließlich ein genauso überraschend stimmiges wie dynamisch fließendes Endprodukt aus jenen auf den ersten Blick scheinbar unvereinbaren Zutaten zusammenmischt.

Szenenaufbau und klug gesetzte Point-Of-View-Technik bereiten dabei nicht alleine die Handlung, sondern weitaus tiefer gehend, die Schlüsselrolle Annas vor, während es dem Cross-Cut zwischen chronologisch gesetzten Parallelhandlungssträngen stets gelingt, die Spannung des Thrillers aufrecht zu erhalten. Stringenter Dialog und subtil dialoggebundene Schnitteinleitung verhelfen derweilen zu einem derart angenehmen und synchronen Handlungs- und Spannungsfluss, dass sich „No Identity“ verglichen mit so manch einer Hollywoodproduktion bezüglich der Treffsicherheit seines tatsächlich höchsteffizienten Aufbaus als in keinster Weise unterlegen herausstellt. Punktuelle und durchweg sinnvoll genutzte Toneffekte stützen zudem stetig den Storyrahmen, wobei sie zuweilen gar handlungsinitiierende und vorausdeutende Eigendynamiken entwickeln.

Bleibt schließlich nur mehr Drehbuchautoren John Harrison und Dan Turner zu danken, weil sie es doch tatsächlich geschafft haben, eine Story zu schaffen, die „No Identity“ trotz derart niedrigem Budget zu einem packend unterhaltsamen Erlebnis macht. Hätte man auch sein ganzes Gedächtnis verloren und seine gesamte Identität vergessen, würde man sich doch noch immer an diese Story erinnern...

5,95 € jetzt kaufen

by Sima Moussavian
Bilder © Alive AG / Infopictures