Nine Miles Down - DVD

DVD Start: 29.01.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Irgendwo in der marokkanischen Wüste peitscht ein mörderischer Sandsturm durch eine Bohrstation. Drei Tage zuvor brach abrupt der Kontakt mit der Anlage ab, seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von dort. Der Sicherheitsbeamte Jack begibt sich zur Station, um herauszufinden, was geschehen ist, und findet verlassene Räume, unheilvolle Kritzeleien an den Wänden und Überreste satanischer Rituale vor. Als plötzlich eine wunderschöne junge Frau vor ihm steht, beginnt er, an seinem Verstand zu zweifeln.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Englisch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer
Making of
Interviews mit Adrian Paul, Kate Nauta und Regisseur Anthony Waller
Featurettes
Interview/Behind the Scenes Aufnahmen mit Jutta Kleinschmidt, der ersten weiblichen Gewinnerin der Rallye Dakar;

Video on demand - Nine Miles Down

DVD und Blu-ray | Nine Miles Down

DVD
Nine Miles Down Nine Miles Down
DVD Start:
29.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Nine Miles Down Nine Miles Down
Blu-ray Start:
29.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Nine Miles Down

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 6/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 7/10


Jack (Adrian Paul) ist in Marokko in einem Sicherheitsunternehmen tätig. Nachdem bereits seit Tagen kein Kontakt mehr zu einer Forschungsstation in der Wüste bestand, erhält er den Auftrag, in dieser nach dem Rechten zu sehen. Als er dort ankommt findet er die Anlage verlassen vor. Rituell beschmierte Wände, geopferte Tierkadaver und Zeichen eines überstürzten Aufbruchs machen deutlich, dass hier etwas vorgefallen sein muss. Noch während Jack seine Nachforschungen anstellt, bemerkt er, dass die Station doch nicht so verlassen ist: Die junge Wissenschaftlerin Jennie (Kate Nauta) ist als einzige zurückgeblieben. Und schon bald bestehen erste Zweifel an dem, was sie erzählt…

„Nine Miles Down“ bietet über weite Strecken nur zwei Darsteller, von denen die ganze Handlung abhängt. In solchen Fällen hängt naturgemäß viel von Schauspielleistung und Dialogen ab. Und in beiden ist hier leider nur das Mittelmaß erreicht. Sowohl Adrian Paul als auch Kate Nauta schaffen es nicht, ihre Reaktionen und vor allem Emotionen glaubhaft zu vermitteln. Hierbei werden sie jedoch tatkräftig von den schwach ausgearbeiteten Charakteren unterstützt: Er ist „der Sicherheitsmann“, sie „die Wissenschaftlerin“. Daraus ergibt sich eine fast unerträglich Einseitigkeit der Figuren. Insbesondere Jennie ist viel zu monoton geraten, als rationale Wissenschaftlerin, die aber zudem sehr extrovertiert ist und sich nicht geniert, direkt bei Jacks Ankunft vor diesem zu duschen. Wenig überraschend eigentlich, es war doch damit zu rechnen, wenn das Drehbuch schon vorsieht, dass eine junge, attraktive Frau als letzte in der Station übrig ist, dass diese auch sehr freizügig ist. So simpel sind weite Teile des Skripts, Dialoge eingeschlossen. Allzu deutlich wird das dadurch, dass während der gesamten Laufzeit kein einziges Mal erwähnt wird, was für eine Forschungsgruppe das eigentlich gewesen sein soll. Auch Jennie berichtet nie über ihre Arbeit, obwohl dass doch sehr interessant gewesen wäre – und zudem eine gute und einfache Möglichkeit, dem Film etwas Tiefe zu geben. Aus diesen Schwächen heraus ergibt sich leider eine zu geringe Abwechslung im Film, schließlich treten kaum andere Charaktere auf. Eigentlich ist das sehr schade, denn da der Zuschauer ohne Vorwissen in die Geschichte geworfen wird, besteht zunächst ein gewisses Interesse an den Figuren. Nur verfällt das dann schnell, sobald die Oberflächlichkeit selbiger deutlich wird. Dagegen sind zwar auch Teile der Handlung vorhersehbar, grade dass es mit Jennie irgendetwas auf sich zu haben scheint, was dadurch deutlich wird, dass Recherchen ergeben, dass gar keine Frau im Forschungsteam gewesen sein soll, unterm Strich aber bleibt der Fortlauf des Plots interessant und spannend gemacht. Wenige Schock- und Ekeleffekte (aber auch solche!), dafür umso mehr der Wechsel zwischen den Vermutungen, was am Ende die Auflösung sein könnte. Es fällt schwer, das Finale vorherzusehen. Somit gelingt es also Regisseur Anthony Waller das Verwirrspiel gut gelungen zu inszenieren und damit eine gewisse Grundspannung und ein Gruseln aufrecht zu erhalten. Wiederum weniger gelungen sind die versuchten Dramatikeinlagen, die durch die schwachen Charaktere kaum berühren und eher nerven. Leider verliert hierdurch auch das Ende an Bedeutung.

Das Bild der DVD ist gelungen scharf, die Farben, von denen es wüstenbedingt wenige gibt, sind passend. Die Effekte sind darüber hinaus sehr gut gemacht. Mehr Defizite weist der Ton auf, zwar ist die Klangqualität sehr gut, jedoch werden Gespräche in einigen Fällen zu stark von den Hintergrundgeräuschen überschattet, so dass sie nur schwer zu verstehen sind. An anderen Stellen ist die Musik etwas zu aufdringlich, da wäre weniger mehr gewesen.
Absolut vorbildlich ist die Sonderausstattung des Silberlings: Eine eigene Disk mit Extras, auf der sich Making-Of, eine Fülle von Interviews und viele weitere Features befinden. Für einen Film der Art „Nine Miles Down“, der also eher unbekannt ist und es wohl bleiben wird, eine positive Überraschung.

Fazit
„Nine Miles Down“ punktet in Spannung und Gruseln, verliert in Dramatik und Tiefe. Zusammengenommen ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Horror-Thriller, der für einen DVD-Abend brauchbar ist, darüber hinaus aber kaum in die Filmgeschichte eingehen wird.


by Bastian Gabrielli
Bilder © Koch Media Home Entertainment




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