Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition) - DVD

DVD Start: 30.03.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

„Sie kommen, um dich zu holen Barbra!“, ruft Johnny seiner Schwester scherzhaft auf dem Friedhof zu. Sekunden später ist dies jedoch grausame Realität. Ein mysteriöser Fremder greift urplötzlich an. Ihr Bruder stürzt dabei im Kampf unglücklich und stirbt. Barbra kann in letzter Sekunde fliehen. In der idyllischen Kleinstadt sind alle tot, überall liegen Leichen. Sie verschanzt sich in einem Haus und trifft dort auf weitere Überlebende. Währenddessen sind die Leichen aus ihren Gräbern gekrochen, kratzen an der Tür und haben einen unbändigen Hunger auf Menschenfleisch. Es gibt keine Hoffnung auf Hilfe und der Keller scheint die letzte Zuflucht zu sein …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bildformat: 1,66:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of, Doku: FAN OF THE DEAD, Dt. Kinotrailer uvm.

DVD und Blu-ray | Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition)

DVD
Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition) Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition)
DVD Start:
30.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition) Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition)
Blu-ray Start:
30.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Night of the Living Dead - Mediabook (Limited Edition)

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Großer Klassiker des Horrorfilms
„Sie kommen und holen Dich, Barbara“. Jeder Horrorfan und auch jeder, der sich selber Cineast nennt, muss jetzt wissen, um welchen Film es sich handelt. Ganz klar: „Night of the Living Dead“. Der Film von George Romero, der nicht nur den Splatterfilm begründete, sondern ein ganzes Genre in die Moderne katapultierte. Nicht nur, was das Ausmaß der gezeigten Gewalt betraf (es gibt Fressszenen mit den Zombies), sondern vor allem auch, dass der Film höchst politisch ist und eine Gesellschaft aufzeigt, die sich selber verzehrt. Der Film entstand 1968, also als die politischen Auseinandersetzungen in den USA auf dem Höhepunkt waren und die Konflikte schon fast bürgerkriegsähnliche Zustände bekamen. Da gab es den Vietnamkrieg und die Proteste dagegen, ein durch den Mord an Kennedy Jahre vorher zutiefst verunsichertes Land und die vielen Bürgerrechtsbewegungen. Das ganze Land und die ganze Gesellschaft waren in Aufruhr. Dieses spiegelt der Film im Miniaturformat wieder. Der typische Familienpatriarch scheitert hier und die Familie löst sich spätestens durch den inzestuösen Muttermord auf. Die Jugend ist tatkräftig und erklärt sich bereit, etwas zu riskieren. Nur die Frauenrollen sind in dem Film noch nicht sehr ausgebaut und sie verstecken sich gerne hinter den Männern und lassen sich leiten. Dagegen ist aber der wichtigste Aspekt, dass der Held ein Schwarzer ist, der alle anderen versucht zu retten und doch am Rassismus scheitert. Wer den Film gesehen hat, wird gerade in diesem Bereich das Ende nie vergessen. Den ganzen Film übrigens auch nicht. Schließlich ist der Film so wichtig, dass er sogar als der erste Horrorfilm (und einer der ersten Filme überhaupt) in das Museum of Modern Art aufgenommen worden ist. Das verwundert auch nicht, da es Romero durchaus schafft die vielen revolutionären Aspekte mit einer bekannten Bildsprache zu verknüpfen. Manches stammt aus dem Gothic Horror (das Gewitter auf dem Friedhof), manches aus dem 1950er Fundus (das Setting und die scheinbar außerirdische Bedrohung), aber Bildsprachlich eben ganz viel aus dem deutschen Expressionismus der Stummfilmzeit. Verzerrte Perspektiven, bedrohliche Ecken, die Auflösung des Raumes und der Blickwinkel durch den Schrecken. In der Verknüpfung der vielen verschiedenen Ebenen ist der Film also zum einen eine Bestandsaufnahme und zum anderen der Weg in die Zukunft gewesen. Danach gab es kein Zurück mehr. Wer diesen Film verpasst, ist selber schuld.

Die limitierte und vor allem ungeschnittene Neuauflage kommt in einer sehr schicken Buchedition heraus mit einem guten und langen Booklet. Der Ton ist exzellent, das Bild hingegen hat leichte Mängel und man merkt ihm das Alter des Filmes an. Die Extras sind leider etwas durchwachsen. Das Making Of behandelt vor allem das Remake aus dem Jahre 1990. Das ist allerdings in mehrfacher Hinsicht sehr interessant. Vor allem bietet es einen guten Blickwinkel auf den jetzt schon legendären Maskenkünstler, Regisseur und Darsteller Tom Savini, sondern zeigt auch manches in Bezug auf das Original auf. So das damals etwa vergessen wurde auf den Titel „Night of the Living Dead“ ein Copyright zu setzen. Mit der Konsequenz, dass die damals Beteiligten kaum etwas an dem Riesenerfolg verdient haben! Dann gibt es neben den üblichen Trailern und einer Bildergalerie mit nervigem Unterton noch eine sehr lange Dokumentation über die Drehorte damals und heute. Naja.

Einer der großen Klassiker der Filmgeschichte in ungekürzter Form und in einer schicken Aufmachung. Hier muss jeder Cineast und Horrorfan zugreifen. Einzig die Extras können nicht ganz mithalten. Ansonsten muss man diesen Film, der ein ganzes Genre in die Moderne katapultierte, einfach in seiner Sammlung haben.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Splendid