Never Sleep Again 2: I am Nancy - DVD

DVD Start: 20.11.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 70 min

Never Sleep Again 2: I am Nancy DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Darstellerin des Mädchens Nancy Thompson, das mehrere alptraumhaften Begegnungen gegen Freddy Krüger antrat, fragt sich: "Warum Freddymania und nicht Nancymania?" Nachdem sie den Freddy-Krüger-Wahn, den sprunghaften Anstieg der Horrorfangemeinde und das Phänomen von acht "Nightmare on Elm Street"- Filmen persönlich miterlebt hat, denkt sie über die Wichtigkeit von Helden in dieser Zeit der Monster-Liebhaber nach.
Bereite dich vor, in Nancys Rolle zu schlüpfen und denke in einer vollkommen neuen Weise an die "Elm Street".

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Interviews, Gimicks

DVD und Blu-ray | Never Sleep Again 2: I am Nancy

DVD
Never Sleep Again 2: I am Nancy Never Sleep Again 2: I am Nancy
DVD Start:
20.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Never Sleep Again 2: I am Nancy Never Sleep Again 2: I am Nancy
Blu-ray Start:
20.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

DVD Kritik - Never Sleep Again 2: I am Nancy

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


An welche Person denkt jemand, der Namen des Horrorklassiker “Nightmare on Elm Street” hört? An Freddy Krüger – ohne jeden Zweifel. Aber warum ist das so? Das fragt sich zumindest Heather Langenkamp. Heather Langenkamp? Nun, das ist die Darstellerin der Nancy, die im ersten, dritten und siebten Teil der erfolgreichen Nightmare on Elm Street-Reihe ihr Stelldichein gab. Warum, so fragt sie sich, ist dieser Freddy-Kult entstanden und warum gab es nie einen Nancy-Kult? Schließlich war sie die weibliche Hauptrolle im allerersten Nightmare-Film von Wes Craven. Dieser Frage will Heather Langenkamp in dieser Dokumentation nachgehen. Dafür befragt sie Fans und Anhänger der Nightmare-Reihe und sucht auch auf Filmbörsen und Fantreffen nach Antworten.

So ambitioniert und Fanorientiert der Grundgedanke dieser Dokumentation auf dem Papier zwar klingen mag, kann sie dennoch nicht den Unterschied zwischen Schein und Sein verbergen. Beginnen wir zunächst einmal mit dem Begriff Dokumentation. Auch ohne ein Lexikon ist wohl jedermann klar, dass der Sinn einer Dokumentation darin besteht, Hintergründe aufzuzeigen, zu recherchieren und neue Erkenntnisse zu liefern.
All dies tut diese Dokumentation leider nicht und entpuppt sich dadurch als eine reine Mogelpackung.

Dem geneigten Freddy-Fan werden allein schon durch den Titel „Never sleep again 2“ falsche Hoffnungen implantiert, so war doch „Never sleep again“ mit knapp vier Stunden Laufzeit und inhaltlicher Vielfältigkeit und Reichhaltigkeit ein Musterbeispiel dafür, wie eine rundum gelungene Dokumentation über eine Filmreihe mit hohem Fanpotential sein sollte. Dem Kunden wird hier nun suggeriert, ein ähnlich hochwertiges Produkt zu erhalten, was sich allerdings als großer Irrtum herausstellt.
In gerade mal 70 Minuten Laufzeit schafft es dieser Film, Null Komma Null neue Informationen oder interessantes Backgroundwissen zu vermitteln. Stattdessen langweilt uns Heather Langenkamp mit der belanglosen wie einfach zu beantwortenden Frage: Warum hat Nancy nie denselben Kultstatus erreicht wie Freddy Krüger? Ganz einfach: Freddy war durch sein äußeres Erscheinungsbild, seine Hintergrundgeschichte und seine Rolle als Mörder in der Traumwelt eine Innovation im Horrorgenre und wurde somit zum tragenden Element der Filme. Nancy hingegen ist ein austauschbarer Charakter, der über keinerlei besondere Merkmale verfügt. Dazu kommt, dass der Platz an der Sonne für junge Mädchen, die sich erfolgreich gegen brutale Massenmörder zur Wehr setzen, bereits an Jamie Lee Curtis vergeben ist, die bereits sechs Jahre vorher in John Carpenters „Halloween“ die Rolle von Frauen in Horrorfilmen neu definierte. Schade Heather, da warst du leider etwas zu spät dran…

Zur inhaltlichen Leere kommt obendrein noch die amateurhaft wirkende technische Komponente des Films, die den Umkehrschluss folgern lässt, dass sich das Budget auf einem absoluten Minimum bewegt haben muss. Die Kameraführung ist enttäuschend und neben privaten Aufnahmen aus Heather Langenkamps privater Digi-Cam, gibt’s manchmal Ausschnitte aus diversen Freddy-Filmen zu sehen, ohne das auf diese Szenen näher eingegangen wird. Filmausschnitte als Lückenfüller - grandiose Idee…da hätte man sich die Filme auch gleich selbst angucken können.

Die Serie enttäuscht auf allen Ebenen, denn Fans erfahren hier nichts Neues und Heather Langenkamp wird sich mit dieser Dokumentation im Nachhinein sicher keinen Gefallen getan haben, da sie hier als überambitionierte und vergessene Schauspielerin auftritt, die auf Krampf versucht, ihrer belanglosen Nancy-Rolle einen Kultstatus aufzudrücken. Dazu kommt ihr blamabler Auftritt aus Interviewerin, in dem sie es tatsächlich hinbekommt, mit Robert Englund und Wes Craven zusammen zu sitzen, ohne ihnen eine gelungene Frage zu stellen oder auch nur eine einzige brauchbare Informationen zu entlocken.
Stattdessen lässt sie sich Fan-Artikel signieren und schwelgt ihn Erinnerungen…da kommt einem selbst die gerade mal 70-minütige Laufzeit verdammt lang vor.

Die Bild- und Tonquailtät ist durchschnittlich und Extras gibt es auch keine. Enttäuschend aber konsequent – wenn man schon im Film keine brauchbaren Informationen erhält, warum das bei der DVD auch anders sein?

Fazit: Belanglose und inhaltsleere Dokumentation, in der Heather Langenkamp auf ‚Teufel komm raus’ versucht, sich auf den Freddy-Thron neben Robert Englund zu setzen….träum weiter Heather.

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by Till Huber
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment