Needle - DVD

DVD Start: 14.04.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Nachdem Samuel Rutherford, der Vater von Ben, Student, und Marcus Rutherford, Fotograf, bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben gekommen ist, erhält Marcus aus dem Erbe ein kleines Schiff und Ben den Rest des Erbes, wovon er schon bald nur eine mysteriöse, kleine Kiste übrig behält, für die ihm von einem Sammler 500.000 Dollar geboten werden.
Doch plötzlich wird die Kiste gestohlen und mehrere der besten Freunde Bens kommen auf schreckliche Weisen ums Leben. Man sieht, wie jeweils ein Foto der zu ermordenden Personen in die Kiste eingelegt und dann eine darin gefertigte Wachspuppe nach Voodoomanier gequält und zerstört wird. Entsprechend sterben dann die Opfer. Marcus und Ben machen sich nun auf die Suche nach dem Mörder. Als eines Abends auch Mary, die Freundin von Ben, verschwindet, stellt sich heraus, dass sie von Kandi, die auch zum Freundeskreis Bens gehört, festgehalten wird, um nun auch sie mit Hilfe des Voodoozaubers zu töten...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Behind the Scenes, ca. 25 Min.

Video on demand - Needle

DVD und Blu-ray | Needle

DVD
Needle Needle
DVD Start:
14.04.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Needle Needle
Blu-ray Start:
14.04.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Needle

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 3/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Häng nicht an der Nadel
Die australische Produktion „Needle“ ist kein Meilenstein des Horrorfilms, aber dennoch um einiges besser als das, was ansonsten in letzter Zeit so dem Horrorfan geboten wurde. „Needle“ ist ein Horrorthriller mit übersinnlichen Elementen. Es geht um eine merkwürdige Box, von der keiner richtig weiß, was es mit ihr auf sich hat. Bevor man näheres erfahren kann, wird die Box gestohlen und einer nach dem anderen aus dem Freundeskreis des Helden stirbt einen grauenhaften und mysteriösen Tod. Die Spannung wird hauptsächlich durch die Krimielemente geschürt, als der Held und sein Bruder sich auf den Weg nach Antworten machen: was hat es mit der Box auf sich, wie kann man der Bedrohung entkommen und vor allem: wer nutzt sie, um die Freunde zu töten? Und warum? Die Effekte sind dabei ziemlich stellenweise ziemlich heftig und dürften auch den Gorefan zufrieden stellen. Klingt die Story nicht wirklich originell, ist der Film doch sehr solide gemacht und hat auch im darstellerischen Bereich nicht irgendwelche Dumpfbacken in die Szenerie gestellt, sondern wirkliche Darsteller. Die sind zwar nicht überragend, aber sie können wenigstens spielen. Besonders nett bei dem Film ist der deutliche Hinweis auf das Grand Guignol Theater. Im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts gab es das Grand Guignol Theater in Paris, welches Horrorstücke darstellte und nicht mit Blut, Effekten und angeblich auch künstlichem Gedärm sparte. Mittlerweile gilt dieses Theater als der frühe Vorläufer nicht nur des heutigen Horrorfilms, sondern vor allem als Urgroßvater des Splatterfilms. Der Großvater des Splatterfilms sind die Filme aus dem englischen Hammerstudio („Dracula“, „Frankenstein“) seit Ende der fünfziger Jahre, welche den Horror erstmals in Farbe zeigte und das Blut dadurch deutlich machte. Später wurden auch diese Filme ziemlich explizit in der Gewaltdarstellung (zum Beispiel „The Satanic Rites of Dracula“). Als Vater des modernen Splatterfilms gilt der Regisseur Herschell Gordon Lewis („Blood Feast“, „2000 Maniacs“). Die Bezeichnung „Gewaltporno“ stammt übrigens daher, weil Gordon Lewis ein ehemaliger Pornofilmer war, der nun auf sehr harte Horrorfilme umstieg. Insofern ist der Verweis in „Needle“ ein sehr gelungener, da sich damit der Film in die Tradition einfügt. Und er hat von allen etwas: mit der Box aus dem Grand Guignol Theater wird die erste Ära abgedeckt, mit der Suche nach dem Mörder die etwas kriminalistisch angehauchten Hammer-Filme und mit den harten Effekten die Tradition des Gordon Lewis. Manchmal kommen in dem Film kleinere inhaltliche Sprünge vor, aber die fallen nicht sonderlich störend ins Gewicht. Auf jeden Fall ist der Film grundsolide Horrorunterhaltung und keine Zeitverschwendung.

Die Vorabpressung, die hier vorlag, hat einen sehr guten Ton, aber ein etwas schwankendes Bild. Manchmal sind die Proportionen in dem Format auch etwas merkwürdig, aber das wird jetzt einfach einmal der Vorpressung zugeschrieben. Extras sind hier auch nicht enthalten, so dass hier keine Wertung möglich ist.

Kein Meilenstein, aber dennoch um einiges besser als das, was ansonsten in der letzten Zeit auf dem Horrormarkt zu finden war. Intermediale Referenzen machen den Film auch zu einem kleinen Vergnügen für Insider. Zarte Gemüter seien wegen der heftigen Effekte aber etwas gewarnt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © KNM Home Entertainment