Naokos Lächeln - DVD

DVD Start: 18.11.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 138 min

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Inhalt

Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als Midori in sein Leben tritt, ein offenes, temperamentvolles und sehr selbstbewusstes Mädchen und damit all das, was Naoko nicht sein kann, muss sich Watanabe zwischen seiner Vergangenheit und seiner Zukunft entscheiden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of
- Interviews mit Regisseur und Hauptdarstellern
- Pandora Trailershow

DVD und Blu-ray | Naokos Lächeln

DVD
Naokos Lächeln Naokos Lächeln
DVD Start:
18.11.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Naokos Lächeln

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Versehrungen der Liebe
Die Verfilmung „Naokos Lächeln“ des gleichnamigen Beststellers des japanischen Autors Haruki Murakami ist ein sehr langsamer, aber poetischer Liebesfilm, der sich glücklicherweise jeden Kitsches enthält und auch nicht bemüht auf die Tränendrüse drückt. Dennoch ist er sehr bewegend und man fühlt sich emotional den Figuren nahe. Das liegt nicht nur an den durchwegs hervorragenden Darstellern. Eines der größten Komplimente, das man Schauspielern machen kann, besteht darin, dass man nicht mehr merkt, dass sie spielen. Und das ist hier der Fall. Man folgt den Charakteren, und nicht den Darstellern, wie sie die Figuren spielen. Zum anderen liegt das natürlich auch an den wunderschönen Bildern mit ihren satten Farben und dem wunderschönen, zum größten Teil natürlichen Licht, welches der Regisseur Tran Anh Hung („Der Duft der grünen Papaya“) gefunden hat. Jede Einstellung, jede Szene ist ein wahrer Augenschmaus. Aber zum größten Teil entsteht die Anteilnahme bei dem Zuschauer natürlich durch das Thema. Denn es geht um nichts Geringeres als um die Versehrungen der Liebe, die wohl jeder einmal erlebt hat. Alle Figuren in dem Film leiden an den Folgen einer Liebe. Naoko ist aufgrund des Verlustes ihres Freundes emotional labil geworden und kann Gefühlen nicht mehr trauen und bereitet sich selbst Vorwürfe. Eine andere Patientin, Reiko, scheint ebenfalls vor allem durch eine nicht funktionierende Ehe labil geworden zu sein. Toru Watanabe, die männliche Hauptperson, kann sich lange nicht von seiner großen Liebe lösen, strahlt aber genügend Menschlichkeit aus, um als Fokus für die anderen Personen zu dienen. An einer Stelle sagt er, dass man aus jeder Wunde lernt, die einem die Liebe geschlagen hat. Dennoch trifft sie einen immer wieder mit voller Wucht. Man kann noch so viel Erfahrungen haben, sich noch so sehr versuchen zu schützen. Die Liebe kann jeden immer wieder weh tun, ist aber dennoch das elementarste Gefühl. Man muss „nur“ den richtigen Umgang lernen. Da in dem Film hauptsächlich junge Leute vorkommen, die naturgemäß noch nicht so abgebrüht sind, lassen diese sich emotional sehr viel mehr auf die Liebe ein, da die Stimmungsschwankungen in dem Alter sehr groß sind. Sie sind noch formbarer und haben keinen Panzer entwickelt. Der eh nichts taugen würde und nur umso trügerischer ist. In einer der schönsten Szenen sagt die Figur Midori: „Verletz mich bitte nicht, denn ich will doch einfach nur glücklich sein.“ Das ist der zentrale Satz des Filmes. Man will die Liebe genießen und nicht an ihr leiden. Die wechselnden Konstellationen im Film, die stark ausgearbeiteten Charaktere, die gelungenen Einstellungen und Bilder machen den Film im Verbund mit einer überzeugenden Story zu einem wahrlich sinnlichen Erlebnis.

Der Film hat einen sehr guten Ton und ein schönes klares Bild mit satten Farben. Das Making Of und die Interviews in den Extras sind miteinander vergleichbar, da beide eher lange Behind the Scenes sind mit Interviewschnipseln, aber dennoch einen schönen Einblick geben.

Der seltene Glücksfall eines Liebesfilms ohne Kitsch und auf die Tränendrüsen zu drücken. Eine wundervolle poetische stimmungsvolle Geschichte über die Verletzungen, welche die Liebe einem zufügen kann.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG