Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod - DVD

DVD Start: 06.06.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Terris Leben könnte nicht perfekter sein. Sie lebt mit ihrem Freund Shayne zusammen und zu ihrem großen Glück gewinnt sie dann auch noch den Lotto-Jackpot.
In der darauffolgenden Nacht wacht Terri plötzlich auf, und findet sich hilflos an einen Stuhl gekettet in einem dunklen Kerker wieder. Ihr Kidnapper durchsucht sie nach dem Lottoschein, aber Terri will nicht verraten, wo sie ihn versteckt hat. Ihr Peiniger ist ein brutaler Arzt, dem wegen seiner gefährlichen Experimente am offenen Gehirn die Zulassung entzogen wurde. Der Fanatiker benutzt Terri als Testperson für seine neu entwickelte Datenraub-Droge. Die Droge quält sie mit schrecklichen übernatürlichen Visionen.
Da überkommt Terri ein schrecklicher Verdacht, dass ihr Freund Shane hinter ihrem Lottoticket her sein könnte. Aber diese schreckliche Vermutung ist nur der Anfang eines nicht enden wollenden Alptraums...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod

DVD
Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod
DVD Start:
06.06.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod
Blu-ray Start:
06.06.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Naked Fear 3 - Angst bis zum Tod

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 4/10


Eins steht fest – der typische Psychothriller ist Naked Fear 3 auf gar keinen Fall. Wobei sich hitzig darüber streiten lässt, ob jene Aussage in diesem Fall tatsächlich positiv oder vielmehr negativ zu interpretieren ist. Während die ersten beiden Teile von Naked Fear in sich noch durch einen Grundzusammenhang verbunden waren, lässt dieser sich im dritten Teil kaum mehr ausmachen. Der Serienkiller vielleicht, viel mehr schon nicht. Statt getreu der ersten beiden Episoden Jagd auf sein Opfer zu machen, hält der sich seins nun lieber als Haustier. Wahn und ansteigende Paranoia des Opfers sind es, was den thematischen und bildlichen Fokus des Streifens formt.

Ein Cross-Cut zwischen der extremdunkel gehaltenen Gefangenschaft wechselt in nervös verwackeltem Bild immer wieder zu Traum- und Erinnerungssequenzen der Protagonistin, welche den Zuschauer durch ihre Extremfarbigkeit und super-haltige Helligkeit wohl in emotionalen Schock versetzen sollen. Der Versuch durch Special Effects wie Mettes, Bildbeschleunigung, Bildzerrung und Shallow Focus den Wahn der Protagonistin spürbar und bildlich direkt fassbar zu machen, sollte Regisseur Scott Robert dabei durchaus loblich anerkannt werden, wenn es da nicht ein Problem gäbe – ganz offensichtlich wollte sich mit dem merklich niedrigen Budget des Thrillers eine technisch einwandfreie Umsetzung der psychologisch motivierten Schnitt- und Bildtechnik einfach nicht hinkriegen lassen. Doch darauf verzichten wollte Robert offenbar nicht – das Ergebnis: kantige, kaum flüssige Mettes und Dissolves, die den Zuschauer ganz offen sehen lassen, dass hier beim Schneiden einfach ein Bild über das andere gelegt wurde. Statt also Paranoia und Wahn der jungen Frau zu transportieren, tut die Filmtechnik von „Naked Fear 3“ vor allem eins: sie macht den Zuschauer wahnsinnig. Die Illusion der Realität verliert sich, mit ihr verpufft jegliches Gefühl von Beklemmung und Angst.

Ähnlich verhält es sich mit dem Szenenaufbau des Films. Dürfte der absichtlich verwirrend angelegt sein, um die Verwirrung der Protagonistin an den Zuschauer weiterzugeben. Doch stellt er sich am Ende als derart bruchstückhaft heraus, dass figureneinführender und handlungsinitiierender Dialog zerbröckeln und auf der Strecke bleiben. So hat man deutlich zu lange das Gefühl, nicht das Geringste über die Hauptakteurin zu wissen. Was sich auf der tatsächlichen Realität begründet und was auf ihrem Wahn ist kaum mehr auszumachen, sodass nicht einmal die Ausgangssituation der jungen Frau zu fassen ist. Ohne entsprechend erhellende Momente oder gar Catcher verliert der Zuschauer schnell das Interesse an der Aufklärung der Story, weil er sich nicht mehr richtig sicher ist, ob es da überhaupt eine Story gibt. Eigentlich schade, denn die gibt es und mit einer budgetgerecht entsprechend einfacheren Umsetzung hätte die vielleicht sogar ein Knaller werden können.

Irgendwie kommt Regisseur Scott Robert einem schließlich fast vor, wie ein 5 Sterne Koch in einer Pommes-Bude: angestrengt, aus dem Wenig, was er zur Verfügung hat, etwas Besonderes zu zaubern. Doch in einer rostigen Friteuse lässt sich auch mit noch so tollen Zutaten einfach kein genießbarer Hummer kochen.

by Sima Moussavian
Bilder © Sunfilm