My Week with Marilyn - DVD

DVD Start: 06.11.2012
FSK: ab 6 - Laufzeit: 99 min

My Week with Marilyn DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Im Sommer 1956 will der junge Oxford-Abgänger Colin Clark (Eddie Redmayne) in das Filmbusiness einsteigen und ergattert sich einen Job auf dem Set von "The Prince and the Showgirl" mit Marilyn Monroe (Michele Williams). Der Film basiert auf den Tagebüchern des Filmemachers Colin Clark, welche 40 Jahre nach den Ereignissen veröffentlicht wurden. In der ersten Fassung dieser Autobiografie fehlte eine Woche. Die Geschichte dieser Woche wurde später unter dem Titel MY WEEK WITH MARILYN publiziert und nun endlich verfilmt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Audiokommentar von Regisseur Simon Curtis, The Untold Story of an American Icon, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | My Week with Marilyn

DVD
My Week with Marilyn My Week with Marilyn
DVD Start:
06.11.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
My Week with Marilyn My Week with Marilyn
Blu-ray Start:
06.11.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - My Week with Marilyn

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 10/10


Eine neue Göttin - Was für eine Aufgabe. Wer kann schon eine solche Ikone wie Marilyn Monroe spielen? Nicht nur sollte die jeweilige Darstellerin auch in etwa so aussehen, sondern muss auch begnadet genug sein, um den schwierigen Charakter dieser Leinwandgöttin spielen zu können. Wenn man dann noch bedenkt wie viele Frauen sich in den letzten Jahrzehnten als Epigonin der Monroe ausgaben, sich als sie verkleideten und in ihre Fußstapfen treten wollten und sämtlich scheiterten, so ist es fast eine unmögliche Aufgabe. Fast. Denn der Regisseur fand für seine Art Biopic „My week with Marilyn“ Michelle Williams. Spätestens nach „Blue Valentine“ dürfte jedem klar sein, dass sie eine hervorragende Darstellerin ist. Aber Williams als Monroe? Oh ja. Auch wenn man am Anfang zweifeln dürfte, da anscheinend keine offensichtliche Ähnlichkeit vorhanden ist, so ist sie doch die perfekte Besetzung und vollkommen zu Recht für den Oscar nominiert worden. Denn es ist kaum zu glauben, aber manchmal vergisst der Zuschauer, dass er die Michelle Williams sieht wie sie Marilyn Monroe spielt, sondern meint, die Monroe höchstselbst zu sehen. So sehr geht Michelle Williams in der Rolle auf und verschwindet szenenweise komplett hinter der Figur. Und das macht ganz große Schauspielkunst aus, wenn der Zuschauer vergisst, dass man jemandem beim Spielen zusieht. Und auch die Erotik kommt rüber. Sobald Monroe auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm erscheint, meint man, dass die Leinwand brennt und auch Williams schafft das zuweilen. Da hat ihr Rücken oder ihr Knöchel mehr Erotik als jegliche Schönheitschirurgen hätten schaffen können. Aber nicht nur die Hauptdarstellerin überzeugt, sondern das komplette Portrait einer schwierigen und von Selbstzweifeln zerfressenden Frau. Nicht nur ist der Film eine Verfilmung eines Berichtes über wahre Begebenheiten bei schwierigen Dreharbeiten. Schließlich war die Monroe aufgrund ihres Arbeitsethos berüchtigt (Billy Wilder, mit dem sie unsterbliche Klassiker wie „Das verflixte Jahr“ und „Manche mögens heiss“ gedreht hatte, sagte später, dass er nie wieder mit ihr arbeiten würde und sie ihn einige Jahre seines Lebens gekostet hätte) und sie verstand sich überhaupt nicht mit ihrem Regisseur und Kollegen Laurence Olivier, da beide nicht nur von der schauspielerischen Tradition her Welten trennte. Das machte die Dreharbeiten zu dem Film „Der Prinz und die Tänzerin“ zu einem täglichen Kleinkrieg, der alle Beteiligten an den Rand des Nervenzusammenbruches brachte. All dieses wird bei dieser Verfilmung eines Tatsachenberichtes geschildert. Denn der damalige dritte Regieassistent kam der Monroe näher und bekam Einblick in ihre Psyche. Nicht nur ist der Film eine gelungene psychologische Studie. Nicht nur ist der Film eine Liebesgeschichte. Er ist auch die Schilderung einer Zeitenwende. Weg von der Herrschaft Großbritanniens, welches nie wieder seine frühere Stellung nach dem Zweiten Weltkrieg erlangen konnte. Nach dem Weltkrieg begann die Ära der USA und England verlor die weltweite Vorherrschaft. Anhand der Personen Marilyn Monroe und Laurence Olivier wird das hier deutlich gemacht. Und auch diese hervorragenden Persönlichkeiten wie Olivier und seine Frau Vivien Leigh („Vom Winde verweht“) werden von grandiosen Darstellern gespielt. Nämlich Kenneth Branagh und Julia Ormond. Generell wird man selten einen Film wie diesen finden, in dem bis in die allerletzte Nebenrolle nur sehr gute bis grandiose Schauspieler zu sehen sind. Alles zusammen macht den Film schon zu einem Klassiker. Dabei ist er auch kritisch gegenüber der Figur die er portraitiert, was man beileibe recht selten findet, und verschweigt nichts, sondern zeigt auch die Schattenseiten, ist dabei aber einfühlsam und voller Mitleid. Auf packende Weise kann er das Gefühl vermitteln unter welchem Druck Schauspieler immer stehen. Dass er auch wundervoll gefilmt ist und sich größtenteils auf natürliches Licht verlässt, verleiht ihm einen realistischen Zauber. Einfach ein Meisterwerk und Michelle Williams ist spätestens jetzt eine neue Leinwandgöttin.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Neben dem Trailer gibt es noch zwei Making Ofs, die eher werbelastig sind und dementsprechend nicht sonderlich überzeugen.

Michelle Williams ist fantastisch und allein schon jeden Blick in diesem Film wert. Zudem zeichnet der Streifen eine sehr gute psychologische Studie gleich mehrerer Personen, welche auch für einen Zeitenwandel stehen. Viele verschiedene Themen und Inhalte kommen hier vor, aber alles wirkt nie überfrachtet, sondern unterhaltsam und einfach grandios gespielt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment