Monga - Gangs of Taipeh - DVD

DVD Start: 11.03.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 136 min

Monga - Gangs of Taipeh DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Taipeh in den 80ern: Gleich an seinem ersten Tag im Stadtviertel Monga wird dem siebzehnjährigen Mosquito klar: Du kannst nur überleben, wenn du stärker bist als die anderen. Gekonnt setzt er sich gegen die Schikane seiner Mitschüler zur Wehr und gewinnt die Anerkennung von Dragon Lee, dem Sohn des lokalen Gangsterbosses Geta, und seiner Freunde. Sie gründen die Prince Gang und genießen ihr unbeschwertes Leben als halbstarke Gangster auf den Straßen Mongas. Doch der Zusammenhalt ihrer Bruderschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als eine kriminelle Organisation von Festland-Chinesen beginnt, die Macht über Monga an sich zu reißen. Plötzlich regieren Schusswaffen, und die scheinbar stabilen Hierarchie- und traditionellen Wertsysteme geraten ins Wanken.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of, Behind the Scenes, Outtakes, Kinotrailer & Postkartenset

Video on demand - Monga - Gangs of Taipeh

DVD und Blu-ray | Monga - Gangs of Taipeh

DVD
Monga - Gangs of Taipeh Monga - Gangs of Taipeh
DVD Start:
11.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 136 min.

zur DVD Kritik
Monga - Gangs of Taipeh - Edition Asien Monga - Gangs of Taipeh - Edition Asien
DVD Start:
18.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 136 min.
Blu-ray
Monga - Gangs of Taipeh Monga - Gangs of Taipeh
Blu-ray Start:
11.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 140 min.

DVD Kritik - Monga - Gangs of Taipeh

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Unheilvolle Gruppendynamik
„Monga – Gangs of Taipeh“ hat einen sezierenden Blick auf Gangs und schildert die Motivation ihrer Mitglieder. Mehrere junge Männer bilden eine Gang aus den unterschiedlichsten Motiven. Der Anführer ist der Sohn eines Gangsterbosses, der hiermit seine ersten Meriten verdienen will. Ein anderer tritt aus Freundschaft bei, wieder ein anderer, weil er durch die Mitgliedschaft seine zerstörerische Energie kanalisieren kann. Die Hauptfigur, Moskito genannt, tritt der Gang bei auf der Suche nach Freundschaft und Schutz. Freunde hatte er bislang keine und er wurde von allen Gleichaltrigen immer nur schikaniert und gemobbt. Jetzt erhält er Schutz und Macht. Aber als es hart auf hart kommt und die Gang mit ihrer Intention wirklich gefordert wird, versagt das Gerüst auf fatale Weise. Der Film reiht sich ein in so große Werke wie „Battles without Honor and Humanity“, „Good Fellas“ und „City of God“, kann aber nicht mit ihnen mithalten. „Monga“ hat ein ähnliches Thema, nämlich die Strukturen von Banden und dementsprechend des Verbrechens. Aber ein Pluspunkt des Filmes ist gleichzeitig auch seine größte Schwäche. Er nimmt sich viel Zeit für seine Charaktere. Von den Schikanen über das erste Kennenlernen, zeigt er langsam wie die Freundschaft entsteht und wie die neuen Zeiten der Struktur der gesamten Bande langsam zusetzen und die Personen verändern. Dafür ist der Blick auf die Charaktere sehr wichtig und lobenswert. Leider vergisst der Film dabei manchmal das Tempo anzuziehen und droht den Zuschauer etwas einzuschläfern. Er ist nicht langweilig, sondern vielmehr langatmig. Dadurch droht auch das dramatische Finale ziemlich in die Leere zu laufen. Eine bessere Dosierung von psychologischen Szenen und Action wäre willkommen gewesen. Aber der Film ist durchweg gut gespielt und es wurden vor allem auch gute Bilder gefunden. Die äußerst gelungene Schlussszene vermag nicht nur einen dramaturgischen Kreis geschickt zu schließen, sondern ist mit der Symbolik der Kirschblüten ein vielschichtiges Symbol. Auch die Szenen welche einige der Figuren unter der Brücke zeigen, gehören zu den wirksamsten Symboleinstellungen. Während zwei Leute Zukunftspläne schmieden, welche die Gangs zerstören werden, ist zwischen den beiden Personen der perspektivische Fluchtpunkt des Brückenbaus zu sehen. Der Plan führt also in die Zukunft und enthält Möglichkeiten. An späterer Stelle sitzt der Held des Films am selben Ort. Nur sitzt er genau vor dem perspektivischen Fluchtpunkt und versperrt damit den Blick nach vorne, den Blick in die Zukunft. Und man ahnt, es wird nicht gut ausgehen.

Das Bild und der Ton sind gut. Das Behind the Scenes ist besser als das Making-Of, da hier gezeigt wird, wie der Regisseur es schafft, die jungen Darsteller in die zu filmende Situation zu versetzen. Das Making-Of ist vielmehr eine Präsentation des Filmes, als ein richtiges Making-Of. Die Outtakes sind nicht sonderlich lustig. Dann gibt es noch den obligatorischen Kinotrailer, aber auch netterweise ein Postkartenszenenset mit Motiven aus dem Film.

Ein psychologisch fundierter, spannender Blick auf Gruppenstrukturen, welcher aber durchaus etwa eine halbe Stunde hätte kürzer sein können. Eine bessere Dosierung von Dramatik und Action hätte dem Film gut getan, gehört aber dennoch zu den besseren Gangsterfilmen der letzten Zeit. Jons Marek Schiemann


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG




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