Mom and Dad - DVD

DVD Start: 20.09.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

Mom and Dad DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Brent (Nicolas Cage) und Kendall (Selma Blair) leben mit ihren beiden Kindern Carly Ryan und Josh den „American Dream“. Das beschauliche Leben endet jedoch abrupt, als eine Massenhysterie ausbricht, die sämtliche Eltern in wutschäumende Bestien verwandelt, welche nur noch von einem einzigen Wunsch beseelt sind – ihren Nachkommen den Garaus zu machen! Gefangen in ihrem Haus, kämpfen Carly Ryan und Josh ums Überleben. Doch das Blatt wendet sich, als Brents Eltern unerwartet vor der Tür stehen und die Jäger zu Gejagten werden...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurette - Midnight Madness, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Mom and Dad

DVD
Mom and Dad Mom and Dad
DVD Start:
20.09.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Mom and Dad Mom and Dad
Blu-ray Start:
20.09.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Mom and Dad

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Generationenkonflikte
„Mom and Dad“ hat eine großartige Idee. Ein Virus macht die Menschen mal wieder tollwütig und sie töten in rasender Wut. Das klingt wie jeder Zombiefilm, nur hat dieser Streifen einen entscheidenden Unterschied, denn dieser Virus lässt die Eltern ihre Kinder töten wohingegen sie alle anderen verschonen. Die rasende Wut und der Mordtrieb richten sich einzig gegen den eigenen Nachwuchs. Sie wissen, dass es falsch ist, können sich aber nicht dagegen wehren. Die zur Sprache kommenden Motive und Thematiken dürften manchen Eltern aus dem Innersten sprechen, auch wenn sie es nicht zugeben würden. Schließlich haben sie oft genug zugunsten ihrer Kinder die Karriere und ihre Träume aufgegeben. Diese verdeckte Enttäuschung über geplatzte Träume und das Wissen darum das ihre eigene Jugend vorbei ist und sie ihnen von den eigenen Kindern immer wieder vorgespiegelt wird, lässt eine latente Wut schüren. Zudem sind gerade Kinder in der Pubertät sehr schwierig und das beißt sich mit dem Jugendlichkeitswahn der Eltern die alles tun, um fit und attraktiv zu bleiben. Aber die Kids im Film beschimpfen sie, sind respektlos, stehlen Geld, nehmen Drogen und machen Sachen kaputt und lassen den Eltern keinen eigenen Freiraum, den sie sich mühselig erkämpfen wollen. Wohl jeder Elternteil wird sich hier wohl in kleineren Aspekten wiederfinden und so spielt der Film mit uneingestandenen Emotionen und macht daraus eine gelungene Mischung aus Horrorthriller und Satire. Letztere bezieht sich vor allem auf das Vorstadtleben in dem alles perfekt erscheint aber die Idylle als Fassade erscheinen lässt. Wenn nun Nicolas Cage und Selma Blair ihre Kinder töten wollen, gibt es noch den geschickten Dreh das Cages Eltern auftauchen, die nun eben nach seinem Leben trachten.

Nicolas Cage in Mom and Dad
Nicolas Cage in Mom and Dad © KSM GmbH
Es gibt also eine wunderbare Grundidee und einige sehr starke satirische und spannende Szenen, die sich schön die Waage halten. Aber leider macht sich eine Enttäuschung breit. Und die hat einen Namen: Nicolas Cage. Cage ist ein wunderbarer Schauspieler und zu Recht Oscar-Preisträger. Aber in den letzten Jahren ist er in dem B-Film Sektor versumpft. Einige falsche Entscheidungen und Geldnot zwangen ihn dazu jede noch so kleine Rolle anzunehmen und so verkommt er mittlerweile in dem Direct-To-DVD Markt und haut einen mittelmäßigen Film nach dem anderen raus. Man gönnt ihm zwar ein Comeback, aber er hat es sich viel zu sehr in seinen Manierismen bequem gemacht. So neigt er ausgerechnet in diesem Film zum Overacting und lässt auch vor der virusbedingten Raserei immer wieder durchscheinen das sein Charakter einen psychopathischen Zug hat. Zwar bringt er die Midlife-Crisis seiner Figur gut zu Tage, übertreibt dabei aber, so dass der mörderische Wahn nur noch eine geringe Steigerung darstellt. Selma Blair schafft es sehr viel besser, die unterschiedlichen Dispositionen darzustellen und ist in der letzten Hälfte des Filmes gerade in ihrer Ruhe und Abgebrühtheit sehr beängstigend. Regisseur Brian Taylor schafft es nicht, seinen Star zu bremsen (was man übrigens auch in dem Extra bemerkt bei dem Cage alles an sich reißt). Das lässt den Film viel an seiner Wirkung verlieren und wenn Cage im Finale wie ein Tier grunzt, knurrt und schnauft so ist das nur noch nervig, peinlich und lächerlich. Dabei hat Taylor schon einen so genialen Film wie „Crank“ gemacht, aber wenn man diesen Film sieht, der so gute Ansätze hat aber nie ins Kino gekomen ist, droht ihm auch das Schicksal des B-Movie-Sektors. Schade.

Anne Winters and Zackary Arthur in Mom and Dad
Anne Winters and Zackary Arthur in Mom and Dad © KSM GmbH
Der Ton ist sehr gut und vor allem die Effekte können punkten. Das Bild hätte durchaus etwas schärfer sein können. Manchmal wirkt es etwas matschig. Neben einer Bildergalerie gibt es noch den Trailer und eine Fragerunde bei der Midnight Madness die leider technische Probleme hat. So fällt der Strom aus und das Mikro funktioniert nicht. Interessant ist es aber zu sehen, wie sich Cage so gibt.


Fazit:
Eine großartige Idee, eine gelungene Mischung aus Satire und Horror und eine wunderbare Selma Blair. Aber leider sorgen die Manierismen und das Overacting von Cage dafür dass der Film viel von seiner Wirkung verliert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH