Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn - DVD

DVD Start: 05.04.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 87 min

Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein Mann wacht in einem Wald auf, halb in der Erde begraben. Er kann sich an nichts mehr erinnern – er weiß weder wer er ist, noch wie er in diese Situation gekommen ist. Auf der Suche nach Antworten stößt er auf ein verlassenes Haus, dem Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Plötzlich sieht er sich einem mysteriösen Killer gegenüber, der mit Machete und Pfeilbogen bewaffnet Jagd auf ihn macht. Die Frage nach seiner eigenen Identität wird für den Mann zu einem Wettlauf auf Leben und Tod – an dessen Ende eine grausame Antwort steht.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

Video on demand - Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn

DVD und Blu-ray | Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn

DVD
Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn
DVD Start:
05.04.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn
Blu-ray Start:
05.04.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Modus Anomali - Gefangen im Wahnsinn

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Ein Mann wacht in einem Erdloch im Wald auf. Wer ist er? Wo ist er? Warum liegt er in dem Loch? Er weiß nichts. Dann findet er eine Brieftasche, die Informationen werden wie Brotkrumen vor ihn hin gestreut. Langsam kann er sich ein Bild von seiner Situation machen. Plötzlich bemerkt er, dass jemand Jagd auf ihn macht. Warum? Wer?

Der indonesische Horrorthriller „Modus Anomali“, der vierte Langfilm von Joko Anwar, wirft am Anfang viele Fragen auf. Sehr lange Zeit wird man im Dunklen darüber gelassen, was mit diesem armen Mann passiert ist. Der Mann irrt durch den Wald, trifft auf zwei Kinder, sieht grausige Sachen und rennt doch immer im Kreis. Sein Anhaltspunkt ist das immer wieder Erdloch, in dem er aufgewacht ist. Der Mann, gespielt von Rio Dewanto, zeichnet sich genau wie die Kinder, denen er über den Weg läuft, durch ein sehr merkwürdiges Schauspiel aus. Emotionen scheinen bei allen ein Fremdwort zu sein. Mit monotoner Stimme suchen die Kinder ihren Vater, ihr Gesicht zeigt keinerlei Regungen. Ebenso regungslos ist der Mann. Diese absolute Emotionslosigkeit lässt sich vielleicht teilweise mit der Auflösung erklären – aber dann auch wieder nicht. Gepaart mit der Wackelkamera, die bisweilen sehr nervig ist, stellt man sich doch die Frage, ob „Modus Anomali“ nicht ein B-Movie werden sollte.

Was jedoch für den Film spricht, ist seine sehr spannende Auflösung, die ich so noch nicht gesehen habe. Leider ist es nicht möglich, näher auf die Auflösung einzugehen, ohne zu spoilern. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass jemand mit diesem Twist rechnet. Das ist wirklich mal was Neues. Durch die vielen aufgeworfenen Fragen und gestreuten Hinweisen baut der Film gut Spannung auf und man zermartert sich das Hirn, was für eine Auflösung „Modus Anomali“ wohl bringen mag und ein Horrorfilm, der zum Nachdenken einlädt, ist schon mal nicht schlecht. Doch leider macht der Film durch die sehr durchwachsende Schauspielleistung vieles kaputt und schmälert dadurch die Punktzahl. Ich möchte in einem Horrorfilm auch Menschen sehen, die erschrocken sind und nicht teilnahmslos durch den Wald jagen. Leider wartet man darauf so gut wie vergebens. Insgesamt ist „Modus Anomali“ vor allem aufgrund seines Twists einen Blick wert.

Wenn man sich in den Bereich des Bonusmaterials vorwagt, findet man recht wenig vor: Da wäre zum Einen ein Interview mit dem Regisseur, welches recht leise ist und zudem noch von einem nicht sichtbaren Dolmetscher simultan übersetzt wird, was anfangs zu Verwirrungen führt, da die Mundbewegungen des Regisseurs nicht zum gesprochenen Wort passen. Zum Anderen findet sich ein Trailer als Extra.

Das Bild ist etwas schwankend. Teilweise wirkt es etwas verzerrt und grobkörnig, dann ist wieder alles gut. Besonders schlimm jedoch ist (mal wieder) die Wackelkamera. Klar, man soll sich wie „live dabei“ fühlen, aber diese ganze Wackelei ist einfach übertrieben und nervt mitunter mehr, als dass sie dem Film gut tut. Der Ton schwankt ebenfalls. Die Fernbedienung zur Lautstärkeregulierung sollte nicht allzu weit weg liegen, denn die Musik ist manchmal wirklich ohrenbetäubend.

Mein Fazit: Interessante und spannende Geschichte mit einem genialen Twist, die durch mittelmäßige Schauspieler allerdings nicht vollends überzeugt.


by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Alive / Mad Dimension