Mobsters - Die wahren Bosse - DVD

DVD Start: 23.11.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 112 min

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Inhalt

Der Aufstieg des Gangsterbosses Lucky Luciano, der 1917 mit einem weiteren Italiener und zwei Juden beginnt, die Halbwelt New Yorks systematisch unter seine Kontrolle zu bringen. 1931 ist er auf der Höhe seiner Macht; er gilt als der Erfinder des organisierten Verbrechens.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Explosive Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- 3 Trailer zum Film
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Mobsters - Die wahren Bosse

DVD
Mobsters - Die wahren Bosse Mobsters - Die wahren Bosse
DVD Start:
23.11.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Mobsters - Die wahren Bosse Mobsters - Die wahren Bosse
Blu-ray Start:
31.03.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - Mobsters - Die wahren Bosse

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Sie waren jung und wollten das Geld: Charlie „Lucky“ Luciano (Christian Slater, „True Romance“), Frank Costello (Costas Mandylor, „Saw“), Meyer Lansky (Patrick Dempsey, „Grey’s Anatomy“) und Bugsy Siegel (Richard „Booker“ Grieco). In New Yorks Viertel Little Italy treffen die vier Möchtegern-Gauner 1917 erstmals aufeinander und erklimmen in den Folgejahren gemeinsam die Karriereleiter im organisierten Verbrechen (Motto: „Time to play with the big boys“). Diesen zum Teil blutigen, historisch belegten Aufstieg verfolgt Michael Karbelnikoff in seinem 1991 gedrehten Unterweltstreifen „Mobsters“ und zieht dabei im Vergleich mit Klassikern des Mafiafilmgenres eindeutig den Kürzeren. Sein Werk hat weder den inhaltlichen Tiefgang von Scorseses „GoodFellas“ (1990) noch die visuelle Eleganz von de Palmas „Scarface“ (1983) oder die epochale Wucht von Coppolas ersten beiden „Godfather“-Teilen (1972/1974). Die „Mobsters“ kommen eher wie gelackte Jünglinge in einer launigen Räuberpistole daher.

Vor allem krankt es hier an einer holprigen Dramaturgie. Erinnern die ersten Szenen in Little Italy noch ein wenig an Sergio Leones nostalgisches Jahrhundertwerk „Once Upon A Time In America“ (1984), kommt der rasche Zeitsprung über fünf Jahre doch etwas abrupt. Gern hätte man gewusst, wie aus den vier unbedarften Pferdedieben und Würfelspielern mit einem Schnitt Maßanzugträger samt Schlips, Melone, Pomade-Frisuren und offenbar ziemlich viel Einfluss geworden sind. Dafür nimmt sich der Film anschließend umständlich viel Zeit, die Grabenkämpfe, wechselnden Allianzen und Bündnisse zwischen Charlies Quartett, den verfeindeten Mafia-Paten Don Masseria (ständig am futtern: Anthony Quinn, „Alexis Sorbas“) und Don Faranzano (Michael Gambon, „Harry Potter“) sowie dem jüdischen Whiskey-Importeur Arnold Rothstein (F. Murray Abraham, „Amadeus“) zu schildern. Zwischendurch fragt man sich, warum das Ende einiger Beteiligter nicht schon eher hätte realisiert werden können. Obgleich Regisseur Kabelnikoff offensichtlich um Authentizität bei seiner Crime-Chronik bemüht ist, die in der Gründung des größten Gangster-Syndikats der US-Geschichte gipfelt. Immerhin erfährt der Zuschauer, wie Charlie Luciano seinen Spitznamen „Lucky“ bekommen hat – wobei in diesem Fall „Scarface“ auch passend gewesen wäre.

So schleppt sich „Mobsters“ trotz passabler Ausstattung, stimmiger Kulissen und Kamera mehr schlecht als recht über die Runden. Die Actioneinlagen, meist Ballerorgien, sind rar gesät oder werden in Zeitraffer-Montagen abgehandelt; die Figuren bleiben oberflächlich gezeichnet und die einzig nennenswerte Frauenrolle – Lara Flynn Boyle („Twin Peaks“) als Tänzerin Mara Motes – kommt selten über Stichwortgeber-Funktion hinaus. Die ehrenwerte Gesellschaft zeigt einige hoffnungsvolle junge Darsteller am Beginn einer möglichen Hollywood-Laufbahn, die später nie richtig in Gang kam (Costas Mandylor), im TV endete (Patrick Dempsey, Richard Grieco) oder längst vorbei ist (Christian Slater). Aber ehrlich gesagt: Die Leinwandpräsenz eines de Niro, Pacino oder Brando sucht man bei allen Vieren vergebens. Selbst Film-Legende Anthony Quinn wirkt hinter Spaghetti-Bergen zuweilen wie eine füllige Pate-Karikatur.

Dass der Film bereits 21 Jahre auf dem Buckel hat, kann auch die digitally remastered DVD nicht an jeder Stelle kaschieren. So „wabern“ zum Beispiel in dunklen Szenen einige Anzugfarben und Hintergründe wirken zum Teil pixelig. Die überflüssigen DVD-Zugaben beschränken sich auf Trailer und eine Fotogalerie.

In der Geschichte der Mafia-Epen sind die „Mobsters“ zu recht eher eine Randnotiz. Mit den großen Werken des Genres können sie nicht mithalten, dafür bleibt der skizzierte Gangster-Mythos letztlich zu farblos.

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by Florian Ferber
Bilder © Alive AG / Explosive Media