Midnight Man - DVD

DVD Start: 09.03.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Midnight Man DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Alex ist ein typisches Teenager-Mädchen, das bei ihrer kranken Großmutter Anna lebt. Als sie und ihre Freunde zusammen den Dachboden durchstöbern, finden sie eine Spielanleitung, die bei richtiger Anwendung den „Midnight Man“ erweckt – ein böses Wesen, das jedermanns schlimmste Albträume wahr werden lässt. Anfangs halten sie das Spiel für einen harmlosen Spaß. Das ist es auch – so lange, bis der „Midnight Man“ tatsächlich zum Vorschein kommt. Die letzte Hoffnung für die Teenager ist Dr. Goodberry, der sich eigentlich um Großmutter Anna kümmert, die dunkle Präsenz im Haus aber spüren kann. Und er weiß: Wenn der „Midnight Man” ein Spiel spielt, dann nur, um zu gewinnen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurette: Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Midnight Man

DVD
Midnight Man Midnight Man
DVD Start:
09.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Midnight Man Midnight Man
Blu-ray Start:
09.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Midnight Man

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Spiele im Schatten
Selten hat man die stärksten Vorteile als auch die stärksten Nachteile bei einem Film so schnell vor sich wie bei dem neuen Horrorthriller „The Midnight Man“. Einer der Vorteile ist die tolle Fotografie. Hier hat ein wirklich guter Kameramann einen hervorragenden Job gemacht und das beeindruckende Set bedrohlich ausgeleuchtet und beherrscht zudem ein wunderbares Spiel mit Licht und Schatten. Was natürlich essentiell für einen Film ist in dem ein unheimliches übernatürliches Wesen aus den Schatten heraus arbeitet und sich immer wieder langsam aus einem diffusen Schatten herausschält. Das ist wirklich beeindruckend. Eng damit zusammen herrscht das beeindruckende Set und hier gebührt Lob an das Production Design. Das verschachtelte Haus wirkt sowohl modern, kann aber auch einen Hauch von Gothic Horror verströmen, so dass hier ein wohliger Grusel entsteht. Das Setting trägt auch insofern zur atmosphärischen Dichte bei, da das Haus im Laufe des Filmes nie verlassen wird. Ab und an sieht man die Vorderfront, aber weiter als auf den Fußweg der zur Haustür führt, verlässt die Kamera nie den Ort des Geschehens was eine schöne und unheimliche Einheit von Zeit und Raum herstellt. Zudem gibt es auch noch gute Darsteller und zwei Genreveteranen geben sich hier die Ehre. Zum einen Robert Englund der spätestens seit seiner Paraderolle als Freddy Krueger in den „Nightmare on Elm Street“ Filmen in den Genreolymp eingekehrt ist. Aber auch Lin Shaye die auch in den letzten Jahren Genrefans beeindrucken konnte durch ihre Auftritte in „Insidious“.

Emily Haine spielt Kelly in Midnight Man
Emily Haine spielt Kelly in Midnight Man © Universum Film
Alles spricht also für ein gruseliges schönes Vergnügen. Doch leider hapert es enorm an dem Skript. Und das lässt sich nicht einfach wegwischen. Die Heldin kümmert sich um ihre zunehmend seniler werdende Großmutter und als sie gebeten wird, auf dem Dachboden einen Handspiegel zu suchen, findet sie zusammen mit einem alten Freund eine alte Box. Genregerecht ist man neugierig und öffnet diese und findet komische Zutaten für ein Spiel von dem der Zuschauer schon weiß, dass es tödlich enden kann. Und hier kommt der erste große Fehler im Drehbuch: die beiden Teenager fangen das Spiel an, ohne zu wissen worum es geht und ohne die Regeln zu kennen. Das ist ein Bungeesprung ohne Seil. Erst später suchen sie den Rest der Regeln und bedauern ihre Handlungen als die Bedrohungen und Einschränkungen erfahren. Dumm gelaufen. Gut, es gäbe keinen Film ohne deren Fehler, aber es ist schmerzhaft unlogisch. Das könnte man noch schlucken, wenn es später nicht noch hanebüchener werden würde. Es kommt noch eine gemeinsame Freundin in das Haus, als die Helden schon längst Bekanntschaft mit dem unheimlichen Wesen geschlossen haben. Der Genrefreund weiß sofort, dass hier reines Kanonenfutter eingeführt wird. Natürlich nimmt das Blondchen auch an dem Spiel teil. Sie tut es aber bewusst, um ihren Freunden zu helfen und sie hat anscheinend ein bisschen Ahnung über die Hintergründe. Umso unlogischer ist ihr Schritt an dem Spiel teilzuhaben (jeder andere würde schnellstens das Weite suchen) und ihr späteres Verhalten passt überhaupt nicht zu ihren ersten Szenen. Und der Kenner sieht sich bestätigt in punkto Stichwort „Kanonenfutter“. Auch das Ende kann trotz eines überraschenden Twists nicht überzeugen, da hier einem zu wenige Informationen gegeben werden. So bleibt ein etwas zwiespältiges Vergnügen. Ja, der Film ist spannend und die Optik ein Genuss, aber angesichts des dramaturgischen Unsinns, kann man auch nur den Kopf schütteln. Schade.

Robert Englund, Grayson Gabriel und Gabrielle Haugh in Midnight Man
Robert Englund, Grayson Gabriel und Gabrielle Haugh in Midnight Man © Universum Film
Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Neben dem obligatorischen Trailer und einer Trailershow gibt es noch ein Making Of welches typisch PR-lastig ist und voller gegenseitigem Lob steckt.


Fazit:
Optisch hui, innen pfui. Leider schmälern das schlechte Drehbuch und die unlogischen Handlungen die gelungene Atmosphäre und die Spannung erheblich. Da wurde viel Potential verschenkt.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film