Metropia - DVD

DVD Start: 08.06.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 80 min

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Inhalt

Im Jahr 2024 sind die Ölreserven in Europa aufgebraucht, der Autoverkehr ist zum Erliegen gekommen und unter dem Kontinent existiert ein gigantisches U-Bahn-Netz. Der unscheinbare Roger aber fährt lieber mit dem Fahrrad durch den strömenden Regen z seiner monotonen Arbeit im Call-Center. Eines Tages jedoch ist er gezwungen die U-Bahn zu nehmen. In diesem gewaltigen Geflecht aus unterirdischen Massentransportmitteln, fängt er an fremde Stimmen in seinem Kopf zu hören. Er trifft auf die ebenso verführerische wie geheimnisvolle Nina – das blonde Mädchen von der Shampooflasche – und verliert sich immer mehr in den Mächten und Machenschaften einer dunklen Verschwörung...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Capelight
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene Szene
- Sprachaufnahme
- Im Animationsstudio
- Gespräch mit Alexander Skarsgård
- Kurzfilm "Tony und Silvio" von Tarik Saleh
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Metropia

DVD
Metropia Metropia
DVD Start:
08.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 80 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Metropia (limitiertes Steelbook) Metropia (limitiertes Steelbook)
Blu-ray Start:
08.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 83 min.
Metropia Metropia
Blu-ray Start:
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FSK: 12 - Laufzeit: 83 min.

DVD Kritik - Metropia

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Der so ganz andere Animationsfilm – das ist es, was „Metropia“ bedeutet. Hat sich nie zuvor jemand an die Umsetzung einer derartigen Story als Animation gewagt, stellt schwedischer Regisseur Tarik Saleh nun kristallklar heraus, dass Animation womöglich genau die richtige Wahl für eine genau solche Story sein dürfte. Selten erreichte den Filmmarkt eine vergleichbar beängstigende wie dicht atmosphärische Zukunftsvision in einem solch synchron angelegten Gesamtzusammenhang.

In der grauen Tristes von Weltuntergangsstimmung eröffnet „Metropia“ umgeben von optimiertem Bild durch Marsh Warp Aftereffekt eine stark figurenbasierte Groteske: stockende Figurenmotorik und entfremdetes Figurendesign fusionieren dabei so skurril mit der Extremauthentizität aller Figurendetails und der Optimalrealistik der Umgebung, dass der Mensch als monoton mechanischer Schatten seiner selbst vom thematischen in den visuellen Fokus der Animation gleitet. Auf höchst verstörende Weise skizziert eine absolut synchrone Einheit von Bild, Ton und Story dabei tiefenpsychologisch wirkungsvoll das fahrenheitähnliche Abbild einer willenlosen Zukunftsgesellschaft. Dabei steht „Metropia“ seinen thematischen Spielfilmvorreitern cineastisch in absolut nichts nach – punktuelle, doch umso zielsichere Specialeffekts in Bild und Ton, überlegte Angle-Nutzung, Zoom-Ins und Zoom-Outs treiben den Zuschauer durch höchst zielführenden Szenenaufbau und figureneinführenden Dialog hindurch treffsicher dorthin, wo er sein sollte.

Ungewohnt direkter innerer Figurenmonolog durch Voice Over bereitet dabei nicht nur die Kontrollthematik der Story vor, so genau wie es kaum ein anderer Film tat legt „Metropia“ Alltagsproblematiken und innere Konflikte offen, ohne monologtechnisch eine einzige Sekunde an Authentizität zu verlieren. Jene allgegenwärtige Dialog- und Monologstärke um den Protagonisten verschmilzt schließlich immer wieder mit Rückenaufnahmen und durchweg sinnvoll gesetzten Point-Of-Views, welche den Zuschauer direkt in das animierte Zerfallsszenario reißen.

Was sich währenddessen Stück für Stück aus der basischen Horrorvision zusammensetzt ist ein gnadenlos unkonventioneller, grenzenlos verstörender und schonungslos undurchschaubarer wie atemlos spannender Film, der mit optimierter Regie und minimalistisch angelegter Storysynchronizität bildstarke Zuschauerphantasien inmitten seiner graugetränkten Groteske in Gang setzt.

Dass die DVD Extras dem Konsumenten mit Animationsdetails, Feature Kurzfilm und Interviews jede Menge zusätzlichen Spaß bieten, rundet das Bild einer absolut gelungenen Heimfilmproduktion ab, bei der sich nicht nur das Leihen, sondern auch das Kaufen wirklich auszahlt. Ein Animationsfilm also, der nicht nur animiert wurde, sondern mindestens genauso animieren wird – zum intensiven Mitfiebern, freien Interpretieren und nachhaltigen Erinnern.


by Sima Moussavian
Bilder © Alive AG / Capelight