Medianeras - DVD

DVD Start: 22.03.2013
FSK: ab 6 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Webdesigner Martín hat sich in seine Einzimmerwohnung zurückgezogen, nachdem er von seiner Freundin sitzengelassen wurde – mitsamt ihrem kleinen Terrier Susú, der ihm nun Gesellschaft leistet. Martín ist ein Phobiker auf dem Weg der Besserung. Nach und nach wagt er es, aus der Isolation seiner kleinen Wohnung und seiner virtuellen Welt herauszubrechen. Mariana ist Architektin, aber sie verdient ihr Geld damit, Schaufenster zu dekorieren, in deren kunstvolle Gestaltung sie ihre ganzes Können legt. Gerade erst hat sie eine lange Beziehung beendet und teilt jetzt ihre Wohnung mit Schaufensterpuppen und 27 unausgepackten Umzugskartons. Martín und Mariana leben in gegenüberliegenden Wohnblocks in Buenos Aires. Immer wieder laufen sie sich über den Weg, aber sie nehmen sich nicht wahr, obwohl sie doch eigentlich wie füreinander geschaffen sind. Wie können sie sich in einer Stadt mit drei Millionen Einwohnern finden?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Indigo / RealFiction
Tonformate:
Spanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kurzfilm „Hoy no estoy“ von Gustavo Taretto I Deleted Scenes „Beim Psychologen”, „In der Videothek“, „Der Traum“ und „Hundekacke“ I Trailershow

DVD und Blu-ray | Medianeras

DVD
Medianeras Medianeras
DVD Start:
22.03.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Medianeras

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 9/10


„Medianeras“ ist das Langfilmdebüt von Regisseur Gustavo Taretto, der auch das Drehbuch schrieb. Um es vorweg zu nehmen: Ihm ist ein wunderbares Debüt gelungen. Der Film erzählt die Geschichte von zwei Einzelgängern, der Architektin Mariana, die aus Mangel an freien Arbeitsstellen in ihrem Beruf Schaufenster dekoriert und Martin, einem Webdesigner. Beide wohnen in der Millionenmetropole Buenos Aires und beide sind sie einsam und auf der Suche nach der großen Liebe. Obwohl sie perfekt zusammen passen würden (in einer reizenden Szene sitzen beide einsam und weinend vor ihrem Fernseher und sehen sich „Manhattan“ von Woody Allen an), kreuzen sich ihre Wege in der Anonymität der Großstadt so gut wie nie.

Gustavo Taretto beginnt seinen wunderbaren Film über die Einsamkeit der Menschen in Buenos Aires mit einer sehr schön fotografierten Collage der dortigen Architektur. Für den Regisseur steht fest, dass das Stadtbild mit seinen unterschiedlichen Gebäuden sich auf das menschliche Befinden auswirken. Fettleibigkeit, Einsamkeit, Panikattacken? An allem haben die Architekten Schuld. Dazu kommt, dass das Internetzeitalter den Menschen die verbale Kommunikation raubt. Alles passiert über’s Internet, gesprochen wird wenig. Dazu passend hören wir von Martin und Mariana fast nur ihre Gedanken. Mit wem sollten sie in der Verlorenheit ihrer kleinen Wohnungen auch sprechen? Martin nutzt das Internet, Mariana eine Schaufensterpuppe, die sie wäscht und sogar küsst. Ihre Gedanken gehen uns nahe und werfen Fragen auf, wie z.B. welche Rolle die Technik in unserem heutigen Leben spielt und ob dieser Fortschritt wirklich so schön ist. Denn am Ende bringt ein „altmodisches“ Buch das Glück. Doch trotz der erwähnten traurigen Themen ist „Medianeras“ ein sehr optimistischer Film. Das liegt auch an den beiden Hauptdarstellern: Pilar López de Ayala als Mariana und Javier Drolas als Martin spielen sympathisch und glaubwürdig. Es ist eine Freude, ihnen in ihrem Leben zu folgen, auch wenn das oft auch traurig ist. Andererseits: So ist das Leben :)

Mariana besitzt seit ihrer Kindheit das Wimmelbuch „Wo ist Walter?“ Immer wieder greift die junge Frau nach dem Buch und sucht nach dem bebrillten Mann mit dem rot/weiß gestreiften Pullover. Am Strand, auf dem Jahrmarkt, im Kino - überall hat sie den Walter schon gefunden, doch an einem Ort noch nie: Der Großstadt. Ebenso wie die Protagonisten ist Walter in ihrer Anonymität verloren gegangen und so sehr Mariana sich auch anstrengt, sie findet ihn nicht. Diese Geschichte findet in den bezaubernden letzten Bildern des Filmes ihren Höhepunkt. Schon alleine aufgrund dieser Schlussszene ist „Medianeras“ sehenswert.

Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut. Beim Ton sei angemerkt, dass „Medianeras“ lediglich in der spanischen Originalfassung zu hören ist. Wahlweise kann jedoch ein deutscher Untertitel hinzugefügt werden. Als Extra befinden sich ein paar entfernte Szenen sowie ein Kurzfilm (ca. 7 Minuten) von Regisseur Gustavo Taretto.

Mein Fazit: Ein wunderschöner Film mit ganz viel Herz, der trotz seiner recht traurigen Thematik sehr optimistisch wirkt.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Indigo / RealFiction