Meat - Lust auf Fleisch - DVD

DVD Start: 30.03.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

Meat - Lust auf Fleisch DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Während seine Ehefrau ihn vor seinen Augen im Kühlhaus betrügt, geht der Fleischer seinen bizarren sexuellen Fantasien nach. Objekt der Begierde ist das junge Mädchen, das Samstags im Laden aushilft und nach Ladenschluss ihrer Neugier und dem Fleischer erliegt. Zu ihrem Entsetzten stellt sie am nächsten Tag fest, dass sie nicht die Einzigen sind, die nachts verbotenen Dingen nachgehen. Ein Mord ist geschehen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Donau Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Niederländisch (Dolby Digital 5.1)
Niederländisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Meat - Lust auf Fleisch

DVD
Meat - Lust auf Fleisch Meat - Lust auf Fleisch
DVD Start:
30.03.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Meat - Lust auf Fleisch

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Nichts für Vegetarier
„Meat“ ist eine holländische Produktion und ein Erotikdrama. Wahrscheinlich. So steht es jedenfalls auf der Hülle. Denn der Film ist zwar durchaus erotisch und auch dramatisch, aber er ist auch ein Krimi und phasenweise eine gelungene Groteske. Er wechselt also nahtlos und mühelos das Genre, was die Zuordnung nicht gerade einfach macht. Ebenso wie sich der Film einer deutlichen Genrezuordnung verweigert, ignoriert er auch die Erzählkonventionen. Das ist einerseits sehr gelungen, wirkt aber auf der anderen Seite auch ziemlich angestrengt. Herkömmliche Spannungssteigerungen, mit einem Exposé, einer Steigerung und einer Klimax sind hier im eigentlichen Sinne nicht zu finden. Leider fehlt dem ganzen aber eine gewisse Leichtigkeit und man merkt dem Film das Bestreben an, Kunst zu schaffen und mehr sein zu wollen, als ein gewöhnliches Erotikdrama. Phasenweise schweigen sich die Figuren dann einfach bedeutungsschwer an und man ist versucht, dem ganzen eine tiefere Bedeutung beizumessen. Wobei es gerade um die Oberfläche geht: es hat sich einfach niemand etwas zu sagen. Und so verpufft die vermeintliche Bedeutungsschwere. Surreale Bilder verleihen dem ganzen aber einen zusätzlichen Reiz und lassen das Ende komplett rätselhaft werden. Alles ist anscheinend nur Fleisch und die Menschen haben keinen richtigen Bezug untereinander. Die inneren Werte lassen die Figuren kalt und sie interessieren sich auch nicht dafür. Sex ja, Liebe nein. Gefühle? Bloß nicht. Besonders deutlich wird das, als einer der Hauptfiguren im wahrsten Sinne des Wortes vor der Frau davonläuft, die ihn liebt. Die Hauptfigur fühlt einfach nichts. Was er an einer Stelle auch sagt. Ihm ist alles egal und er kann nicht mal mehr provoziert werden. Im Inneren sind fast alle Figuren schon tot und die sichtbare Person ist einfach nur noch die äußere Hülle. So erfährt auch der Zuschauer kaum etwas über die Charaktere, über ihre Motive, Hintergründe, Sehnsüchte und Träume. Was dann auch die Unzugänglichkeit zu dem Film doch beträchtlich erhöht. Alle Figuren werden von Geistern gejagt, welche nicht wörtlich zu verstehen sind, sondern eher aus den bestehenden Verletzungen resultieren. Die letzten Demütigungen ergeben sich dann daraus, dass sich die letzten Hoffnungen auf Erlösung, auf Glück und auf Liebe nicht erfüllen. Man möchte gerne seine Unschuld zurück und so richtet sich das Hauptbegehren auf die junge blonde Frau, die allein vom optischen her eine Unschuld vermittelt. Diese Person ist allerdings, da nur eine Projektionsfigur, dazu nicht in der Lage Hoffnungen zu erfüllen, eben auch weil sie selber welche hat und verliert sich schließlich selber. Trotz einiger sehr gelungener Szenen und einer gewissen Melancholie ist der Film sehr nihilistisch und man fragt sich, ob man bewusst die Zuschauer verschrecken wollte und sehr auf einen möglichen Skandalfaktor setzte.

Der Ton und das Bild sind gut. Mäßig sind leider die Extras mit einer Bildergalerie, Trailer und, immerhin, deleted scenes. Aber ein Audiokommentar oder ein Interview mit den Machern wäre schön gewesen.

Es werden nicht nur Genrekonventionen ignoriert, sondern auch dramaturgische. Das macht den Film einerseits faszinierend aber auch sehr anstrengend. Das Kunstbestreben ist allzu deutlich spürbar und lässt eine gewisse Leichtigkeit vermissen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Donau Film