Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet - DVD

DVD Start: 02.12.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 90 min

Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die achtjährige Mary Daisy Dinkle lebt mit ihren Eltern in einem Vorort von Melbourne. Die Mutter trinkt, raucht und stiehlt. Der Vater glänzt durch Abwesenheit, indem er sich lieber seinen kruden Hobbys widmet, als sich um die Tochter zu kümmern. Mary hat keine Freunde und wird wegen eines riesigen Muttermals von ihren Schulkameraden gehänselt.

Durch einen Zufall kommt das Mädchen zu einem Brieffreund, der in New York lebt. Der 44-jährige Max Jerry Horrowitz ist übergewichtig und leidet an dem Asperger-Syndrom, einer Variante des Autismus. Die Krankheit - er selbst mag sie nicht als solche bezeichnen - verunmöglicht es ihm, soziale Bindungen einzugehen. Doch das ändert sich mit Marys Brief - die beiden Aussenseiter finden zueinander.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kurzfilm HARVIE KRUMPET, Making Ofs, Deleted Scenes, Alternative Enden, Audiokommentar Adam Elliot, Trailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet

DVD
Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet
DVD Start:
02.12.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet
Blu-ray Start:
02.12.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Mary & Max - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Außenseiter unter sich
„Mary und Max“ ist ein kleiner Glücksfall. Im aufwendigen Stop Motion Verfahren mit Knetfiguren gestaltet, wird eine traurigschöne Geschichte zweier Außenseiter erzählt, die sich anhand ihres Briefwechsels näher kommen und sich auch gegenüber ihrer unmittelbaren Welt etwas öffnen. Diese Tragikomödie steht eindeutig auf Seiten der Helden. Sei es nun die schüchterne, hässliche und an Selbstzweifeln neigende Mary oder der psychisch kranke Max. In den lustigen Szenen schafft es der Film, dass man niemals über die Figuren lacht, sondern mit ihnen. Niemals gehen die Scherze auf Kosten der Beteiligten. Der Stimmung der Figuren entsprechend sind das Licht und die Szenerie fast nur in Schwarz- und Grautönen gehalten (vor allem bei den Szenen mit Max, die von Mary sind heller). Das spiegelt die Psyche sehr gut wieder. Und die Gestaltung der Puppen ist bemerkenswert. Im Gegensatz etwa zu „Wallace und Gromit“, werden hier sogar Schweißtropfen gestaltet. Den Vergleich mit „Wallace und Gromit“ muss sich der Film aber schon gefallen lassen. Allein weil er dasselbe Produktionsverfahren nimmt. Der einzige Nachteil besteht darin, dass er noch ein bisschen mehr Biss, ein bisschen mehr Anarchie hätte vertragen können, wie sie etwa „Wallace und Gromit“ ausmachen. Aber die vielen popkulturellen Zitate machen das wieder wett. Der Running Gag mit den Goldfischen zum Beispiel erinnert an „Ein Fisch namens Wanda“ und der berühmte Sketch von Jerry Lewis mit der Schreibmaschine wird auch zitiert.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Ausgestattet wurde die DVD mit satten Extras, die aber leider keine deutschen Untertitel haben. Das macht sie stellenweise nur schwer verständlich, da die Macher mit einem starken australischen Akzent sprechen. Der Kurzfilm „Harvie Krumpet“ ist sehr bewegend und hatte schon die zentralen Themen von „Mary und Max“ vorweggenommen: Außenseiterdasein, skurrile Situationen und Tragikomödie. Das Making Of ist gut, beschränkt sich aber größtenteils auf Interviews. Die Deleted Scenes haben keinen Ton und sind damit ziemlich witzlos. Das alternative Ende ist sehr viel düsterer als das im Film und hätte der letztendlichen Fassung doch sehr geschadet. Das eigentliche Ende ist besser. Die „Timelapse Clips“ zeigen auf eine kreative Art und Weise, welcher Aufwand mit einem Stop Motion Verfahren verbunden ist. Die Bewegungen der Macher sind im Zeitraffer dargestellt und hetzen durch das Studio, während die Figuren sich im Zeitlupentempo bewegen. Selten wurde ein hoher Zeitaufwand so gut dargestellt. Das Interview mit Hollywoodstar Eric Bana behandelt vorrangig seine Gründe, hier als Synchronsprecher tätig zu sein. Der Audiokommentar von dem Regisseur Adam Elliot ist recht eintönig ausgefallen. Er bleibt eng am Bild und teilt zu oft bloß mit, wer gerade diese Sequenz gestaltet hat und wer die Augenbrauen der Puppe bewegte und so weiter und so öde. Trailer und eine Trailershow gibt es selbstverständlich auch noch.

Eine Tragikomödie, die zum Lachen, Schmunzeln, Grübeln und Weinen einlädt. Niemals macht sich der Film über die Protagonisten lustig. Insgesamt, trotz einem kleinen Abstrich, sicher einer der besten Filme des Jahres. Und die Extras sind auch sehr gut gelungen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite