Martha Marcy May Marlene - DVD

DVD Start: 07.09.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Martha (Elizabeth Olsen) war verschwunden. Als sie nach Jahren plötzlich wieder auftaucht und von ihrer älteren Schwester Lucy (Sarah Paulson) und dessen Mann Ted (Hugh Dancy) in deren einsamen Ferienhaus aufgenommen wird, wird nach und nach klar, dass sie Verstörendes erlebt hat.
Die Erinnerungen, die sie nicht loslassen, zeigen, dass sich Martha einer sektenähnlichen Gemeinschaft um den gleichermaßen charismatisch wie auch bedrohlichen Anführer Patrick (John Hawkes) angeschlossen hatte. Zwar konnte Martha fliehen, fühlt sich aber noch immer nicht sicher. Im Kontrast zu der Ruhe des Hauses am See steigt die Anspannung – auch zwischen den beiden Schwestern, die sich versuchen anzunähern und sich dabei doch voneinander entfernen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Kurzfilm: "Mary Last Seen"

DVD und Blu-ray | Martha Marcy May Marlene

DVD
Martha Marcy May Marlene Martha Marcy May Marlene
DVD Start:
07.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Martha Marcy May Marlene - Cine Project Martha Marcy May Marlene - Cine Project
Blu-ray Start:
07.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - Martha Marcy May Marlene

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


In seinem Debütfilm „Martha Marcy May Marlene” erzählt Sean Durkin die Geschichte einer jungen Frau, die durch einen zweijährigen Aufenthalt in einer Sekte physisch zerstört ist und Halt bei ihrer Schwester und deren Ehemann sucht. Dabei setzt der Film in erster Linie auf Zurückhaltung und eine gewisse, manchmal zu extreme Langsamkeit in der Erzählung. Was die Protagonistin alles erlebt hat, wird in Rückblicken erzählt, die alle paar Minuten in den Film gestreut sind und die durch den hervorragenden Schnitt von Zachary Stuart-Pontier so arrangiert sind, dass es oftmals schwer fällt festzustellen, was Gegenwart und was Vergangenheit ist. Exzellent gemacht! Gerade durch den Schnitt baut sich nämlich eine besondere Spannung auf, die jedoch durch den oftmals zu langsamen Erzählfluss wieder zerstört wird. Denn lange Zeit passiert nicht wirklich nicht viel und es fällt teilweise schwer, sich auf den Film einzulassen. Dennoch ist unverkennbar, dass Martha eine geschundene Seele ist. Mal verhält sie sich völlig „normal“ und angepasst, dann kommen die dunklen Erinnerungen zurück und sie gerät außer sich. Diese fragile Person wird von Elizabeth Olsen, jüngere Schwester der berühmt-berüchtigten Olsen-Twins („Full House“) dargestellt und das macht sie eindrucksvoll und glaubwürdig.

Ebenfalls beeindruckend und für mich der beste Darsteller des Filmes ist John Hawkes, der den Sektenführer Patrick spielt. Er gibt sich als Mann, dem man vertrauen kann, der einen den Weg zeigt und bringt die Menschen damit in eine ganz besondere Abhängigkeit. Spätestens in der Szene, wo Patrick und einige seiner Anhänger in ein Haus eindringen und auf den Eigentümer treffen, wurde mir eindringlich die Ähnlichkeit zur Sekte von Charles Manson bewusst. Beide Sekten leben in einer abgeschiedenen Hippie-Kommune und wie Charles Manson schafft es Patrick, die meist wenig gefestigten Frauen zu unterwerfen. Denn es leben vor allem Frauen in der Kommune, Männer scheinen in Patricks Welt untergeordnet zu sein und ein notwendiges Übel, um weitere Frauen in die Gruppe zu ziehen. Und diese Frauen himmeln Patrick trotzallem an und tun alles für ihn, ja übertrumpfen sich in Taten, um ihrem „Führer“ zu gefallen. Zudem wollte Charles Manson Musiker werden und auch Patrick spielt Gitarre und sorgt mit Texten, die unter die Haut gehen, für Gänsehautstimmung. Leider wurde wie bereits geschrieben viel von der Spannung und Atmosphäre durch langatmige Inszenierung zerstört, so dass sich der Film punktemäßig nur im Mittelfeld befindet. Dazu trägt auch bei, dass das Ende nicht zufriedenstellend ist…. aber das ist natürlich Geschmackssache.

Über Bild und Ton gibt es eigentlich nichts zu meckern. Das Bild ist zum Teil etwas dunkel, liegt aber sicher auch an der zu vermittelnden Stimmung. Im Bonusteil der DVD gibt es nur ein Extra, das besteht jedoch aus einem Kurzfilm mit dem Titel „Mary last seen“ und ist eine Art Zusatzgeschichte zu „Martha Marcy May Marlene“. Dieser bringt die bedrohliche Stimmung des Hauptfilmes sehr gut rüber und ist unbedingt sehenswert.

Mein Fazit: Dramatischer Psycho-Thriller, dem aber leider die richtige Würze zu einem uneingeschränkt empfehlenswerten Film fehlt.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © 20th Century Fox