Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat - DVD

DVD Start: 21.10.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 202 min

Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Maria Stuart hat nach ihrer Thronbesteigung harte Machtkämpfe zu bestehen. Die blutjunge, in Frankreich als Katholikin erzogene Königin sieht sich vielen offenen und versteckten Gegnern gegenüber. Ihr illegitimer Halbbruder konspiriert mit ihrer mächtigsten Feindin, Königin Elisabeth I. von England, die katholische Minderheit hofft auf eine starke Verbündete, der protestantische Adel versagt ihr die Gefolgschaft. Ihr Ehemann Lord Darnley entpuppt sich als versoffener Taugenichts und ihr engster Vertrauter wird heimtückisch ermordet.

Doch Maria Stuart ist durch und durch eine machtbewusste Herrscherin, die auch vor Blutvergießen und Mordaufträgen nicht zurück schreckt.

Mit Hilfe ihres Liebhabers Bothwell weist sie ihre Feinde in die Schranken. Marias Sohn James I. von England und Schottland wird später nur knapp einem spektakulären Anschlag katholischer Verschwörer entkommen. Dass die sorgfältig geplante Sprengung des ganzen "House of Parliament" in letzter Minute verhindert werden konnte, wird in England heute noch gefeiert.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat

DVD
Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat
DVD Start:
21.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 202 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Maria Stuart - Blut, Terror und Verrat

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Könige und Katholiken
Der TV-Film „Maria Stuart“ ist mit seinem Titel eine kleine Mogelpackung. Diese aufwendige BBC-Produktion behandelt nämlich nur im ersten Teil die schottische Königin. Im Grunde handelt es sich bei diesem aufwendig produzierten und gestalteten Fernsehfilm nämlich um zwei separate Filme, da der zweite Teil den Sohn Maria Stuarts, König James I., zum Thema hat. Beiden Teilen gemeinsam ist aber, dass es keine Biographien sind, sondern den Handlungsschwerpunkt auf unterschiedliche Aspekte legen. Dabei spielt der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten eine wichtige Rolle. Im ersten Film beschreibt die Handlung nicht die Jahre in Gefangenschaft (die nicht zuletzt durch das Drama von Schiller sattsam bekannt sind), sondern die kurze Regentschaft der jungen Herrscherin. Und hier ist die Liebesbeziehung zu dem unstandesgemäßen Bothwell zentrales Thema. Der Wandel von der unbedarften jungen Frau, die nichts mit Schottland, seinen Einwohnern und den Sitten anfangen kann, zur machtbewussten Herrscherin wird leider nicht sonderlich ersichtlich. Manche zentralen Figuren, wie etwa der Anführer der Protestanten in Schottland, tauchen nach einigen wichtigen Szenen gar nicht mehr auf. Zu sehr wird die (Dreiecks)-Beziehung Maria, ihr Ehemann Lord Darnley und ihr Geliebter und Ratgeber Bothwell aufgezeigt. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Liebe. Dabei leistet sich der Film auch einige Schnitzer. Etwa wird bei dem Satz „Wir haben eine Armee zusammengestellt“, ein kleiner Haufen von vielleicht gerade mal ein Dutzend Männer gezeigt, dem Maria dann eine peinliche Ansprache hält. Es ist zwar lobenswert, dass mal die unbekannteren Jahre der Regentschaft Marias gezeigt werden, aber das der Film bei ihrer Verhaftung abbricht, ist schon merkwürdig. Er ist aber gut besetzt. Clemence Poesy überzeugt als Maria, Catherine McCormack als ihre Gegnerin Elizabeth I. und Kevin McKidd macht das, was er auch schon in der Serie „Rom“ am besten konnte: grimmig gucken. Auch der zweite Teil, der sehr viel besser ist, ist namhaft besetzt. Robert Carlyle als James I. ist ein wahrer dämonischer und angsteinflößender Herrscher, der trotzdem glaubwürdig an manchen Stellen Sensibilität aufscheinen lassen kann. Eine rundum beeindruckende Leistung. Michael Fassbender verkörpert einen Einzelkämpfer und verzieht keine Miene. Dieser zweite Teil beginnt mit der Hinrichtung von Maria Stuart und erzählt von der Thronbesteigung von James I. und der berühmten Schießpulververschwörung, deren Vereitelung noch beute mit dem „Guy-Fawkes-Day“ gefeiert wird. Auch wenn man die historischen Tatsachen schon kennen mag, ist die Handlung spannend, da die ganzen politischen Hintergründe aufgezeigt werden. Leider wird nicht gezeigt, wie James wurde was er ist. Da er schon als Erwachsener eingeführt wird, fällt eine Entwicklung weg. Es findet zwar eine vom totalen Monster zum etwas mehr sympathischen Mann statt, aber wie wurde er zum Monster? Hatte das nur etwas mit seiner Behinderung zu tun? In dieser Hinsicht ähnelt die Darstellung etwas Richard III. aus dem gleichnamigen Drama von Shakespeare. Klassische Drameneinflüsse sind hier auch anderweitig erkennbar, wenn manche Darsteller direkt den Zuschauer adressieren und die Motive der Charaktere erläutern. Das irritiert etwas, kommt aber nur etwa vier Mal vor. Generell weiß dieser blutige und spannende Teil vor allem auch durch seine Darsteller zu überzeugen. Insgesamt gesehen eine sehr unterhaltsame und spannende, voller Sex und Gewalt angereicherte, Geschichtsstunde.

Leider gibt es abgesehen von einer Trailershow keine Extras. Aber das Bild ist sehr gut und der Ton ist gut.

Im Grunde sind es zwei Filme: die kurze Regentschaft von Maria Stuart mit einem Schwerpunkt auf ihre Beziehungen und ein Portrait von James I. und der Hintergründe des Gunpowderplots. Letzteres ist sehr spannend und blutig geraten. Als Portraits sehr gelungen, wenngleich charakterliche Entwicklungen etwas kurz kommen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite