Maps to the Stars - DVD

DVD Start: 03.03.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 107 min

Maps to the Stars DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Familie Weiss ist mittendrin im ganz normalen Hollywood-Wahnsinn: Kinderstar Benji (Evan Bird) kann mit seinen dreizehn Jahren schon auf eine Drogenkarriere zurückblicken. Tochter Agatha (Mia Wasikowska) hat vor Jahren das Haus der Familie in Brand gesteckt. Frisch aus der Psychiatrie entlassen, stürzt sie sich in eine Affäre mit dem Chauffeur Jerome (Robert Pattinson) und sucht Benjis Nähe, sehr zum Missfallen ihres Vaters Sanford (John Cusack). Dieser behandelt als erfolgreicher Guru die alternde Schauspielerin Havanna (Julianne Moore), die vom Geist ihrer Mutter verfolgt wird, seit sie in einem Remake unbedingt die Rolle spielen will, die ihre Mutter einst berühmt machte.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / MFA
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit David Cronenberg, Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack, Robert Pattinson, Olivia Williams, Evan Bird, Bruce Wagner, Martin Katz; B-Roll; Trailer; Trailershow

DVD und Blu-ray | Maps to the Stars

DVD
Maps to the Stars Maps to the Stars
DVD Start:
03.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Maps to the Stars Maps to the Stars
Blu-ray Start:
03.03.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

DVD Kritik - Maps to the Stars

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Im letzten Jahr meldete sich Regieexzentriker David Cronenberg mit seiner beißenden Hollywood-Satire „Maps to the Stars“ zurück und löste damit ein geteiltes Medienecho aus. Während die eine Fraktion in seinem neuesten Werk, nach den beiden für ihn eher untypischen Filmen „A Dangerous Method“ und „Cosmopolis“, endlich wieder einen klassischen Cronenberg-Film sah, echauffierte sich die andere Seite über fehlende inhaltliche Relevanz.

In „Maps to the Stars“ bekommt es der Zuschauer gleich mit einer ganzen Handvoll schräger Typen zu tun, die in der trügerischen Glitzerwelt Hollywood verkehren und mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen haben. Da wäre z.B. die mysteriös wirkende Agatha (Mia Wasikowska), die ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt und sich sehr bald nach ihrer Ankunft in die Dienste der depressiven Schauspielerin Havana (Julianne Moore) stellt. Letztere kommt mit ihrem Alter nicht klar und zerbricht langsam am enormen Erfolgsdruck, den sie sich seit jeher selbst aufbürdet. Zu allem Überfluss wird sie auch noch von finsteren Visionen geplagt, in denen sie ihrer extrem erfolgreiche und inzwischen verstorbene Mutter (Sarah Gadon) begegnet. Ganz ähnlich geht es dem 13-jährigen und drogensüchtigen Kinderstar Benjie (Evan Bird), den eines Nachts sein schlechtes Gewissen zu verfolgen beginnt...

Ob eine Satire dieser Art heute überhaupt noch notwendig ist, lässt sich in der Tat hinterfragen – thematisch würde der Streifen wohl viel eher in die frühen 2000er Jahre passen -, doch abseits davon kann man dem Film nur äußerst wenig vorwerfen. Zugegeben, überrascht ist man als Zuschauer über die gesamte Spieldauer von 107 Minuten nur äußerst selten, schließlich haben zahlreiche Film- und Serienproduktionen das Hollywood-System in der Vergangenheit bereits auf eine ganz ähnliche Art und Weise kritisch beleuchtet. Nach 7 Staffeln „Californication“ ist man als Zuschauer schlicht und einfach so einiges gewohnt. Deswegen verwundert Cronenbergs Entscheidung für dieses Thema schon ein wenig, immerhin handelt es sich bei ihm um einen Regisseur, der das Publikum stets auch mit originellen Ideen begeistern konnte. Doch was der Streifen auf inhaltlicher Ebene an Originalität vermissen lässt, gleicht er durch seine gelungene Inszenierung und ein famos aufspielendes Darstellerensemble locker aus. Die darstellerischen Leistungen von Julianne Moore, Mia Wasikowska und Co. allein machen den Film schon sehenswert. Als besondere Entdeckung erweist sich zudem Evan Bird , der in Form einer unfassbar fiesen Justin Biber-Karikatur allen die Schau stiehlt. Wirklich interessant wird „Maps to the Stars“ immer dann, wenn Cronenberg Horror-Elementen Einzug in die Glitzerwelt Hollywoods gewährt und dem Film somit eine begrüßenswerte weitere Ebene verleiht. In der zweiten Filmhälfte mutiert die Satire dann schließlich zum düsteren Drama und Cronenberg kann sich endlich mal wieder so richtig austoben. Hier unterscheidet sich sein Film dann auch sehr von vergleichbaren Produktionen und zieht die Wahnsinn-Schraube bis zum irritierenden Finale sukzessive an. Wäre das Drehbuch also insgesamt weniger konventionell ausgefallen, hätte der Film aufgrund seiner inszenatorischen wie darstellerischen Qualitäten durchaus das Zeug zur Reaktivierung der Qualitäten des alten David Cronenbergs gehabt. So bleibt es zumindest bei einem erfreulichen Schritt in die richtige Richtung.

Die DVD präsentiert den Film in einer ordentlichen technischen Qualität und kann auch in Sachen Bonusmaterial überzeugen. So freut sich der geneigte Zuschauer u.a. über zahlreiche Interviews mit David Cronenberg und seinen Darstellern (ca. 32 Minuten!) oder erhält durch B-Roll Material interessante Einblicke in die Produktion. Sogar eine Hörfilmfassung hat es mit auf die Disc geschafft.


Fazit:
Leider erzählt uns Kultregisseur David Cronenberg mit seiner Hollywood-Satire „Maps to the Stars“ nur wenig Neues und findet erst in der zweiten Filmhälfte zu alter Form zurück. Sehenswert ist der Streifen aufgrund der hervorragenden Schauspieler und einer makellosen Inszenierung aber dennoch!

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by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / MFA