Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod - DVD

DVD Start: 27.04.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 101 min

Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

MAD CIRCUS - EINE BALLADE VON LIEBE UND TOD ist ein Film über die Liebe, das Begehren und den Tod. Er wurde entworfen als Metapher für Spanien, dieses verfluchte, tragische Land, in dem Schrecken und Humor ineinander fließen. So ist der böse Clown ein Symbol für die Diktatur Francos, der traurige Clown ein Symbol für den Widerstand und die schöne Natalia verkörpert den Masochismus dieses Landes, das sich von seiner Geschichte bis heute nicht erholen kann.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

DVD
Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod
DVD Start:
27.04.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
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DVD Start:
27.04.2012
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Blu-ray
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Blu-ray Start:
27.04.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 111 min.
Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod (Special Edition) Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod (Special Edition)
Blu-ray Start:
27.04.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 111 min.

DVD Kritik - Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Mörderische Clowns
Der mehrfach preisgekrönte Film „Mac Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod“ kommt nun auf DVD heraus und hat durch die Vorschusslorbeeren natürlich eine gewisse Erwartungshaltung geweckt. So wurde der Film für sage und schreibe 15 Goyas nominiert, immerhin der wichtigste spanische Filmpreis, und gewann den Silbernen Löwen für die Beste Regie und das Beste Drehbuch bei den Filmfestspielen in Venedig. Eigentlich kein Wunder, da damals Quentin Tarantino der Jury vorsaß und dieser Film garantiert seinen Geschmack traf (und auch seine Fans ansprechen dürfte). Vor allem hieß es ja zu einiger Verwunderung, das das Enfant Terrible Alex de la Iglesia, der bislang eher mit recht obskuren Filmen (aber auch einem intelligenten Krimi wie „The Oxford Murders“) wie „Perdita Durango“, „Aktion Mutante“ und „El Dia de la bestia“ aufgefallen ist, ein Meisterwerk geschaffen haben soll. Hat er das aber wirklich? Ja, das hat er. Mit einer ungeheuren Bildgewalt, lässt er zwei Clowns aufeinander losgehen und zeigt anhand dieser zwei, eine sich selbst zerfleischende Gesellschaft. Das ist für einen spanischen Film eigentlich gar nicht so sehr verwunderlich, denn schließlich ist der Bürgerkrieg und die darauf folgende faschistische Diktatur unter General Franco erst seit Mitte der 1970er vorbei. So kann einer der Clowns auch für den Faschismus gelten, der nach außen lieb und nett wirkt, aber nur durch Angst herrscht und alle anderen einschüchtert und Terror verbreitet. Der traurige Clown hingegen ist der vermeintliche Gegenpart: duldend bis zur Selbstaufgabe. Aber in dieser Duldung frisst die Figur so einiges in sich hinein, bis es schließlich zur Explosion kommt und er Amok läuft. Dadurch könnte dieser Clown für die Republikaner des Bürgerkrieges stehen oder für die unterdrückten Gefühle der leidenden Bevölkerung, die sich nur noch durch Gewalt entladen und ausdrücken kann. Wenn man diese Sichtweise an den Film anlegt, so könnte die Artistin, das Objekt der Begierde beider Männer, für das Land Spanien stehen. Die Frau dreht sich nicht nur während ihrer Zirkusnummer häufig um sich selbst und kommt somit auch nicht von der Stelle. Der Konflikt lähmt sie und sie leidet unter der Realität. Gerade in der Konfrontation der beiden Clowns droht sie endgültig unterzugehen und wird, wenn sie schon nicht zerbricht, so doch arge Narben davon tragen. So ist ihr letztliches Schicksal zwar einerseits sehr überraschend, aber andererseits doch sehr folgerichtig. Man muss den Film natürlich nicht als politische Parabel sehen, wobei es sich aufdrängt, da die Story zu Zeiten des Bürgerkrieges beginnt, sondern einfach nur als filmische Groteske, die in einem Bilderrausch und einigen brutalen Actionszenen den Kampf zweier Clowns schildet. Das ist aber nur die Oberfläche. Der spanische Originaltitel ist da sehr passend, Balada triste de trompeta, und mit dem deutschen Untertitel gut getroffen. Leider schwächelt manchmal das Drehbuch etwas (auch wenn es ausgezeichnet wurde, aber das liegt wohl eher an dem intelligenten Subtext), aber dafür hat Iglesias hervorragende und nachhaltig wirkende Bilder gefunden mit einer sehr guten Lichtarbeit.

Als Extras gibt es leider nur den Trailer und Teaser. Dafür können aber das Bild und der Ton punkten.

Gleichzeitig eine Groteske und eine politische Parabel die mit einer hervorragenden Lichtarbeit, Tempo und faszinierenden Bildern den Zuschauer in ihren Bann zieht. Vom intelligenten politischen Subtext mal ganz zu schweigen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment