Mad Love in New York - DVD

DVD Start: 27.05.2021
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

Mad Love in New York DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Harley und Ilya sind süchtig und obdachlos. Ziellos streifen sie durch die Straßen von New York, die Beschaffung von Heroin ist ihr ganzer Lebensinhalt. Außer ihrer Abhängigkeit verbindet die beiden eine komplizierte Beziehung: Wenn genug Heroin da ist, ist ihre Liebe fast manisch, doch wenn es keine Drogen gibt, hassen sie einander. Ihre Sucht treibt sie immer weiter Richtung Abgrund, bis die Situation eines Tages eskaliert.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Films
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Behind the Scenes-Bildergalerie, Trailer

Video on demand - Mad Love in New York

DVD und Blu-ray | Mad Love in New York

DVD
Mad Love in New York Mad Love in New York
DVD Start:
27.05.2021
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Mad Love in New York Mad Love in New York
Blu-ray Start:
27.05.2021
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - Mad Love in New York

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Die Safdie-Brüder, Benny und Joshua, haben sich in den vergangenen Jahren mit ihren Filmen wie Good Time und den Netflix-Hit Uncut Gems in die Reihe vielversprechender Filmmacher katapultiert. Doch bereits im Jahr 2016 feierte die kleine Indie-Perle Mad Love in New York (Engl: Heaven knows what) in Deutschland Premiere und überzeugten mit einer sehr intensiven Geschichte, die in die Abgründe New Yorks, im Fegefeuer der Heroinsucht, führte.

Szene aus Mad Love in New York
Szene aus Mad Love in New York © Koch Films
Die Geschichte handelt vom Liebespaar Harley (Arielle Holmes) und Ilya (Caleb Landry Jones). Ihre Beziehung versteht sich allgemein als sehr toxisch, aber das Paar ist durch ihre Heroinsucht miteinander verbunden. Die Gefühlswelt der beiden befindet sich immer im stetigen Auf- und Ab, entweder lieben sie sich auf manischer Art und Weise oder hassen sich bis aufs Blut. Manchmal kreuzen sich beide emotionalen Ausladungen, dass Harley eines Tages versucht sich durch einen Pulsaderschnitt das Leben zu nehmen während ihr Ilya ihr nur entgegenschreit: “„If you loved me, you would’ve killed yourself by now“. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie landet Harley wieder auf die Straße zurück und sucht nach Ilya. Aber sie braucht auch dringend Stoff und so lässt sie sich auf eine Liaison mit dem Drogendealer Mike (Buddy Duress) ein. In einer Spirale aus Drogen, Diebstählen und der Suche nach Ilya begleiten wir den nahezu endlosen Alltag Harleys durch New York.

Schon in den Anfangsminuten fluten die Safdie-Brüder jegliche Reize des Publikums – viel dialogisches Geschrei, eine nahegehende und authentische Betrachtung New Yorks und ein Pulsaderschnitt, der Unbehagen beim Zusehen auslöst. Schnell wird man in diese Liebesbeziehung gepackt und würde gerne mehr über Harley, Ilya und ihre Freunde erfahren. Wer sind sie? Was ist ihre Geschichte? Warum sind sie in diesem Strom des Konsums geraten? Das bleibt alles ein Mysterium, den Benny und Joshua halten uns in der Gegenwart. Harley starb nicht nach dem Schnitt, wandelt aber umher durch die Gassen New Yorks wie eine bereits Verstorbende – eine Unsichtbare. Menschen beobachten sie nicht und daher hält sie auch keiner auf vor ihren Entscheidungen weiter high zu werden.

Szene aus Mad Love in New York
Szene aus Mad Love in New York © Koch Films
Arielle Holmes, Hauptdarstellerin und Autorin des gleichnamigen Romans, bringt all ihre Erfahrungen, die mit Drogenkonsum und Obdachlosigkeit machen musste in diese Performance und überzeugt auf allen Ebenen. Es ist ein sehr authentisches und reizvolles Porträt einer jungen Frau, die wie ein Geist durch die Gegend schwebt und nicht aufgehalten werden kann. Gleiches gilt für Caleb Landry Jones’ Performance als Ilya. Beide Performances brechen die vierte Wand und sind so nahegehend, dass man kaum noch weiß, ob man einer fiktiven oder realen Figur folgt.

Auch auf Soundebene überzeugen die Safdies. Mit verschiedenen Sound Mixings bewegt man sich mit den Figuren mit, wird eingesogen in ihre Lebensrealität und kommt sich vor, als wäre man selbst unter Einfluss verschiedener Substanzen. Wie bereits auch erwähnt, schreien die Figuren in den Film sehr häufig in ihren Dialogen. Das entfacht die Wirkung verschiedener Reize, die ein Unwohl sein kreieren als beobachtende Person, als wenn man beim Vorbeigehen das Spektakel beobachtet, aber am liebsten nie in der Nähe sein möchte und schnell vorbeiziehen möchte.

Szene aus Mad Love in New York
Szene aus Mad Love in New York © Koch Films
Bild:
Das Bild überzeugt mit einer guten Qualität, keine wirklichen Störungen.

Ton:
Die Musik und die Dialoge kommen sehr klar rüber und mit aufgedrehter Laustärke, wird man in diesen Film nahezu mitaufgesogen.

Extras:
Neben den Trailer und einer Behind-the-Scenes Fotostrecke gibt es interessante Deleted Scenes aus dem Film und ein 17-minütiges Making-Of des Films, das sehr spannend nochmal die Arbeit hinter den Kulissen des Films betrachtet. Ordentlich für so einen kleinen Film.


Fazit:
Ein beklemmendes, realistisches Porträt von Drogenkonsum, Obdachlosigkeit und Liebe.


by Kenan Hasic
Bilder © Koch Films




Von Interesse: