Lymelife - DVD

DVD Start: 10.02.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Etwas stimmt nicht mit der Vorstadtidylle einer kleinen Gemeinde irgendwo auf Long Island. Zeckenborreliose und Paranoia machen sich schleichend breit und das spießige Wertegefüge geht unaufhaltsam den Bach runter. Mittendrin eine Teenagerliebe. Der 15-jährige Scott (Rory Culkin) ist seit Kindertagen verknallt in die Nachbarstochter Adrianna (Emma Roberts). Da bei beiden daheim der Haussegen gehörig schief hängt und Scotts Vater Mickey (Alec Baldwin) obendrein reichlich unverhohlen eine Affäre mit Ammandas Mutter Melissa (Cynthia Nixon) hat, kommen sie einander immer näher. Schließlich platzt Scotts verhuschter Mutter Brenda (Jill Hennessy) dann doch der Kragen, während sein älterer Bruder Jim (Kieran Culkin) vor diesem Familienchaos Hals über Kopf in die Army flüchtet. Wäre da noch Ammandas Vater Charlie (Timothy Hutton), den die Borreliose immer wunderlicher macht ...

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

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DVD und Blu-ray | Lymelife

DVD
Lymelife Lymelife
DVD Start:
10.02.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Lymelife

DVD Wertung:
Film: | 0/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Eines der schlimmsten Dinge, was einem Film passieren kann, ist wohl, wenn man als Zuschauer bereits nach 20 Minuten denkt, man hätte schon eine Stunde mit dem Film verbracht. So geschehen beim Ansehen der so genannten schwarzen Komödie „Lymelife“, dem Regiedebüt von Derick Martini.

Erzählt wird die Geschichte zweier Familien in einem mehr oder weniger idyllischen Vorort auf Long Island. Im Mittelpunkt stehen die beiden Teenager Scott (Rory Culkin) und Adrianna (Emma Roberts), die sich trotz zweier zerbrechender Familien sowie pöbelnder und prügelnder Klassenkameraden langsam näher kommen. Emmas Mutter Melissa (Cynthia Nixon) beginnt relativ offen eine Affäre mit Scotts Vater Mickey (Alec Baldwin), was sowohl Melissas Mann Charlie (Timothy Hutton) als auch Mickeys Frau Brenda zunächst nicht wahrhaben wollen. Charlie hat eh ganz andere Probleme, ist er doch an Borreliose, verursacht durch einen Zeckenbiss, erkrankt. Auch Brenda ist alles andere als glücklich in ihrem Leben. Das Ende des Filmes bedeutet nicht für alle Protagonisten ein Neuanfang.

Der Klapp-Text der DVD las sich noch recht viel versprechend, so wird „eine liebevoll erzählte Geschichte vom Erwachsenwerden, angereichert mit schwarzem Humor und witzigen Dialogen eines überragend spielenden Ensembles“ angepriesen. Leider sind schwarzer Humor und witzige Dialoge eher selten bis gar nicht zu finden. Ganz zu schweigen von den hervorragenden Schauspielern. Die Male, wo tatsächlich ein Lachen über meine Lippen kam, lassen sich an einer Hand abzählen. Dazu gehören zwei Momente, in denen Mutter Brenda ihren Sohn Rory mit Tape abklebt, damit keine Zecke ihren Weg unter die Kleidung findet.

Der Titel des Filmes, „Lymelife“, bezieht sich auf die Krankheit Lyme-Borreliose und man könnte nach dem Genuss dieses Filmes fast denken, die Filmemacher würden allesamt unter dieser Krankheit leiden und nicht genau wissen, was sie da eigentlich abgeliefert haben, so nichts sagend, langweilig und wirr wird die Geschichte präsentiert - genau so wirr wie der unter der besagten Krankheit leidenden Onkel Charlie sich im Film benimmt. Die Filmemacher konnten sich weder darauf einigen, was für eine Art Film sie machen wollten (sollte es nun eine Satire sein, eine Komödie oder doch eher ein Drama?), noch konnten die Schauspieler dazu bewegt werden, eine annehmbare Leistung abzuliefern, so lustlos und unglaubwürdig spielen sie. Hauptdarsteller Rory Culkin schaffte es, den gesamten Film mit nur einem Gesichtsausdruck, starre Augen und heruntergezogenen Mundwinkel, auszukommen. Auch Alec Baldwins Schauspielkunst hat wohl in dem Verhältnis abgenommen, wie sein Leibesumfang zugenommen hat.

„Lymelife“ gewann beim Toronto Film Festival den International Film Critic Award und ich frage mich, wer die Konkurrenten waren, wenn man einen solchen Reinfall mit einem Preis kürt.

Auf der vorliegenden DVD gibt es neben der deutschen Fassung auch die englische Originalfassung, weitere Extras sind nicht vorhanden. Der Originalton ist recht leise, die deutsche Fassung klingt hingegen ganz gut. Das Bild ist insgesamt in Ordnung, ab und an ist es allerdings etwas verschwommen.


by Gesa-Marie Pludra
Bilder © KNM Home Entertainment




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