Lucy - DVD

DVD Start: 12.01.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

Lucy DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Lucy (Scarlett Johansson) wird durch die Mafia gezwungen, eine neuartige Droge zu schmuggeln und zwar in ihrem Körper. Die Drogen gelangen aber in ihren Stoffwechsel. Lucy verfügt von nun an über ungeahnte körperliche und geistige Fähigkeiten. Eine intelligente Kampfmaschine ausgestattet mit telekinetischen Fähigkeiten, die sich an der Mafia rächen will. Doch je mehr von den Drogen in ihrem Körper freigesetzt werden, desto mehr wird sie zu einem unmenschlichen Wesen. Der einzige der ihr Helfen kann ist Professor Norman (Morgan Freeman)...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (D, GB, TR, HIN)
Untertitel:
D, GB, TR, HIN, DK, FIN, IS, N, S, P, AR
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Lucy

DVD
Lucy Lucy
DVD Start:
12.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lucy Lucy
Blu-ray Start:
12.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.
Lucy - Steelbook Lucy - Steelbook
Blu-ray Start:
12.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Lucy

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Die erste und die letzte Frau - „Lucy“ ist nicht nur der Name der Titelheldin des neuen Films von Luc Besson, sondern auch der Titel des ältesten Fossilienfundes, den man bislang entdeckt hat. Die ältesten Knochen eines Primaten, der schon Merkmale der Affen hinter sich gelegt hat und somit auf der Evolutionsleiter Richtung Mensch gestiegen ist, sind weiblich und wurden von den Forschern Lucy genannt. So ist diese die bislang erste Frau, eine prähistorische Eva. Wohingegen Lucy im Film die wohl letzte ist, denn mit ihr hat die Evolution, die nicht nur mit der ersten Lucy begann, einen enormen Sprung hingelegt. Diese Thematik mag in einem Actionfilm schon von vornherein verwirren und die Namenssymbolik ist mehr als offensichtlich, da ja auch einige Aufnahmen in der Prähistorie spielen. Hier kann man wieder überzeugt sein, das Luc Besson es wieder einmal geschafft hat, ein filmisches Ereignis herzustellen. Jeder seiner Filme, egal ob als Drehbuchautor, Produzent oder Regisseur (oder alles in einem) lohnen sich, auch wenn manches sich bei ihm wiederholen mag. Aber ohne Wiederholung kann es keinen Stil geben. An „Lucy“ werden sich allerdings die Geister scheiden. Schließlich ist es kein reiner Actionfilm und auch wenn einige sehr eindrucksvolle Szenen derart vorkommen, so legt er nicht seinen Fokus darauf.
Irgendwann ist Lucy nämlich einfach zu mächtig geworden und physische Gewalt ist unter ihrer Würde und nicht mehr notwendig, da sie andere Mittel und Wege beherrscht. Da müssen dann Polizisten im Kampf gegen die Gangster herhalten und für die notwendigen (?) Schießereien sorgen. Nun ist hier mehr drin als eine philosophische Action, sondern auch ein bisschen Science-Fiction, aber leider kein Drama. So das die Änderungen im Charakter der Heldin drehbuchtechnisch ausfallen, aber immerhin von Scarlett Johansson mimisch verdeutlicht werden, indem sie sich immer mehr der Welt entrückt. Entwickelt sie sich erst zu einer Form von Superheldentum, legt sie diese Stufe auch noch zurück und geht höher und höher. Dabei ist die Frage zentral, was passiert, wenn der Mensch seine Gehirnpotenziale voll ausschöpfen kann. Zurzeit nutzen Menschen immer nur 10 Prozent. Was geschieht, wenn es 100 % sind? Ist dieser philosophische Subtext, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen angereichert, sehr spannend und gelungen, ist der eigentliche Handlungsstrang etwas holprig und manchmal unglaubwürdig ausgefallen. Warum sprechen die Gangster in China koreanisch? Wer tötet eigentlich Lucys Freund und warum? Woher weiß sie wo sie die Gangster suchen muss? Warum nimmt der französische Polizist, der im Übrigen charakterlich überhaupt nicht umrissen wurde, ihre Fähigkeiten zwar mit Erstaunen wahr, aber letztendlich einfach nur hin? Optisch hingegen ist alles sehr beeindruckend ausgefallen und fasziniert. Da gibt es Bilder und Storyelemente die einem noch lange nachhängen. Einige der hervorragenden Ideen, die vor allem durch Gegenschnitte und Einsprengsel überzeugen, geben nicht nur weitergehende Informationen und Visualisierungen des philosophischen Dialogs, sondern teilweise auch einen ironischen Kommentar ab. Wenn am Ende Lucy ihre 100% Gehirnnutzung erreicht hat, ist sie nahezu gottgleich und hat ihr Menschsein aufgeben, sich weiterentwickelt und ihre Daseinsform selber gewählt. Auf dieser evolutionären Stufe könnte sie auch wieder Eva heißen. Aber die Nachteile dieser Fähigkeiten und dieser Macht werden nur mal grob angerissen, etwa wenn sie hinsichtlich Ethik und Moral einige fragwürdige Entscheidungen trifft und sich ihre Fähigkeiten zu sozialer Interaktion langsam auflösen. Wenngleich also manches etwas rudimentär bleibt und die eigentliche Handlung ein um das andere Mal etwas stockt und holpert, so ist es doch der Subtext und die Optik welche den Film aus dem Gros herausragen lassen. Aber Besson hätte sich doch etwas mehr Zeit nehmen sollen.

Der Ton ist phasenweise etwas leise, aber das Bild ist sehr gut. Leider gibt es bei der einfachen Ausstattung keinerlei Extras, was angesichts der Thematik und des philosophischen Subtextes mehr als enttäuschend ist.

Optisch eindrucksvoll und mit interessantem Subtext versehen, kann der eigentliche Handlungsstrang nicht ganz überzeugen und die Figuren bleiben sehr oberflächlich. Dennoch bleibt hier so manches haften.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures