Love Exposure - DVD

DVD Start: 05.02.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 237 min

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Inhalt

Yu ist eigentlich ein braver Schüler, der um die Aufmerksamkeit seines Priester-Vaters jedoch mit kleineren und größeren begangenen Sünden buhlt. Vor allem sexuelle Entgleisungen scheinen dem Vater Zuneigung zu entlocken. Als er bei einem seiner voyeuristischen Streifzüge auf seine große Liebe Yoko trifft, wird es kompliziert: Sie ist die Tochter der Affäre seines Vaters, die von nun an mit ihm unter einem Dach lebt. Als seine ganze neue Familie von einer wahnsinnigen Sekte gekidnappt wird, beginnt für Yu der große Kampf um seine Liebe.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Deleted Scenes
Dokumentation
Kinotrailer
Ausführliches Booklet

Video on demand - Love Exposure

DVD und Blu-ray | Love Exposure

DVD
Love Exposure Love Exposure
DVD Start:
05.02.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 237 min.

zur DVD Kritik
Love Exposure (OmU) - Edition Asien Love Exposure (OmU) - Edition Asien
DVD Start:
20.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 237 min.

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DVD Kritik - Love Exposure

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Eine japanische Tour de Force
Schwierig. Geradezu undankbar, bei einem vierstündigen Film, der quer durch alle Genres rast, eine Inhaltsangabe zu geben. Zu Beginn sei nur noch einmal angemerkt, dass es in Japan einen Director`s Cut von 6 Stunden Dauer gibt!

Der junge Yu wächst in Japan bei christlich religiösen Eltern auf. Nachdem seine Mutter starb, wird der Vater nicht nur aus Trauer, sondern auch aus Überzeugung zum katholischen Priester. Erschwert wird seine Mission durch die aufdringliche Liebe einer Frau, die, erst zu seinem Entsetzen, ihn genauso liebt wie Gott. Nachdem die begonnene Affäre zerbricht, verhärtet sich der Vater innerlich und erzieht seinen Sohn Yu nicht nur streng, sondern verlangt auch eine tägliche Beichte. Dumm nur, das Yu keine Sünden zu beichten hat. Was der Vater hingegen einfach nicht glauben will. Und so beginnt Yu, sich einfach Sünden auszudenken. Aber auch das will der Vater nicht glauben. Schließlich verfällt Yu darauf, einfach wirklich Sünden zu begehen. Alles nur, um seinen Vater glücklich zu machen. Er wird schlussendlich Spezialist darin, heimlich die Höschen von Mädchen zu fotografieren und erlangt dadurch einen zweifelhaften Ruf. Als es rauskommt verstößt ihn der Vater und Yu lebt fortan allein.
Als Yu eine Wette verliert, muss er in Frauenkleidern durch die Straße gehen und das erste hübsche Mädchen küssen. Während er auf der Suche ist, hilft er einem Mädchen, der ausgeflippten Yoko, im Kampf gegen eine Straßenbande. Und es kommt wie es kommen muss: nach erfolgreicher Prügelei verlieben sich die beiden auf den ersten Blick. Das Dumme ist nur: das Mädchen verliebt sich in ihn als Frau! Noch komplizierter wird es, als sich herausstellt, dass die ehemalige Geliebte seines Vaters, die beiden wollen mittlerweile heiraten, die Stiefmutter der jungen Yoko ist! Und zudem geht sie deswegen mit Yu in dieselbe Schulklasse, der fortan mit ständigen Erektionen zu kämpfen hat. Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, hat eine religiöse Sekte das Auge auf die Familie geworfen und versucht nun alles, um sie in ihre Gewalt zu bekommen.

Wenn das verwirrend klingt, sollte niemand sich abschrecken lassen. Denn dann würde er einen der besten Filme der letzten Jahre verpassen. Obwohl der Film fast vier Stunden dauert, langweilt er zu keiner Sekunde und am Ende schreit man noch „Mehr!“ Ein kleines Meisterwerk, was so gut wie alle Attribute in sich vereint: Düster, heiter, lustig, traurig, poetisch, brutal, dramatisch, erotisch. Es ist alles drin und die ganzen Erzählebenen hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Keiner der Charaktere kommt zu kurz. Von jedem werden auch die Hintergründe erzählt und alle Schicksalsstränge miteinander verknüpft. Durch surrealistische Einsprengsel, wie die Erscheinungen der Jungfrau Maria und religiöse Stillleben wird man aufgeschreckt und folgt wieder wie gebannt der Handlung, ohne eingelullt zu werden. Allein die stilistischen Verfremdungen wie eine langsam durch das Bild fliegende Pistolenkugel sind herrlich gemacht und in die Handlung eingebettet, umgehen somit jeden stilistischen Schnickschnack.
Wer jetzt noch nicht überzeugt, der werfe nur einen Blick auf die Hauptdarstellerin Hikari Mitsushima. Eine so überzeugende und gleichzeitig bezaubernde Darstellerin hat es seit Scarlett Johannsen nicht mehr gegeben. Diese junge Schönheit sollte man keinesfalls aus den Augen verlieren.

Das Bild und der Ton der DVD sind klasse. Die Farben sind satt und das Bild kristallklar. Einziges Manko dieser hervorragenden Disc sind die Extras. Es gibt zwar ein interessantes Interview mit dem Regisseur und mit einem echten „Höschenfotografen“ und ein paar Deleted Scenes. Aber da es in Japan eine sechsstündige Fassung gibt ist es etwas mager.

Auch wenn der Ton nur in Japanisch ist (mit deutschen Untertiteln): diesen Film darf man sich nicht entgehen lassen. Ein Meisterwerk. Muss man sehen.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG