Lost Place - DVD

DVD Start: 28.03.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 97 min

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Inhalt

Während einer GPS Schatzsuche in den weitläufigen Gebieten des Pfälzer Waldes geraten vier Jugendliche tief in ein ehemaliges militärisches Sperrgebiet. Doch der Abenteuerausflug nimmt ein unerwartetes Ende, als die Vier auf einen verlassenen amerikanischen Richtfunkturm aus dem Kalten Krieg stoßen, der einst Teil eines Experiments mit geheimer Militärtechnologie war, das zu furchtbaren Nebenwirkungen führte. Während sich nach und nach eine unsichtbare Bedrohung ausbreitet, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und ihre Schatzsuche wird zu einem Kampf ums Überleben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video / NFP
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit François Goeske, Josefine Preuß, Pit Bukowski, Thorsten Klein, Alex Weimer & Esther Friedrich (ca. 20 Min.), Geschnittene Szenen 2D (ca. 5 Min), Soundtrackaufnahme in Prag (ca. 5 Min), Video Diary (ca. 40 Min), dEEP – das 3D Kinomagazin: Folge 1 - Der Film "Lost Place" (23 Min. in 3D / Nur auf der Blu-ray), Visual FX - Montage (ca. 3 Min), Bildergalerie (ca. 2 Min.), Kinotrailer (3D auf Blu-ray / 2 Min.) / Teaser (2D / ca. 2 Min.)

Video on demand - Lost Place

DVD und Blu-ray | Lost Place

DVD
Lost Place Lost Place
DVD Start:
28.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lost Place (3D Blu-ray) Lost Place (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
28.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

DVD Kritik - Lost Place

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Deutschland verstrahlt - Man kann gegenüber Genrebeiträgen aus Deutschland zu Recht sehr skeptisch sein. Zum einen werden Horrorfilme oder Mysterythriller hier immer noch als „Schund“ angesehen und dementsprechend nicht von der deutschen Filmförderung unterstützt so das das Genre im No-Budget-Bereich herumwuseln muss und dementsprechend oft die Qualität ausfällt und zum anderen geraten die Beiträge, wenn sie denn mal mit einigermaßen angemessenen finanziellen Mitteln ausgerüstet werden, oft zu mutlos, um international bestehen zu können. Nun kommt also mit „Lost Place“ ein Mysterythriller aus deutschen Landen auf den Heimkinomarkt heraus. Zunächst ist man allein schon deswegen neugierig, da es der erste deutsche Mystery-Thriller ist, der in 3D gedreht worden ist. Dazu kann hier nichts gesagt werden, da diese Fassung nicht auf DVD erhältlich ist, sondern nur auf Blu-Ray, die hier aber nicht vorlag. Dennoch gibt man dem Film eine Chance, da man wissen will, wie er sich schlägt, denn er entstammt nicht dem Undergroundbereich. Dabei nutzt er gekonnt einige aktuelle Aspekte. Schauplatz ist ein deutscher Wald, in dem eine ehemalige Anlage des Militärs aus dem Kalten Krieg ein unschönes Erbe hinterlassen hat. Dieses besteht aus Strahlungen, welche sich negativ auf die Menschen auswirken. Eine Gruppe von Jugendlichen, die eine Geocache-Schatzsuche durchführen, geraten in den Bereich. Angeblich beruht der Film von Thorsten Klein auf wahren Begebenheiten und balanciert zwischen Horror, Mystery und Science-Fiction, ohne sich wirklich auf ein Genre einigen zu können. Für Science-Fiction ist der Film zu realistisch und das widerspricht auch dem Mysterygenre, bei dem es ja eben darum geht, das etwas vermeintlich reell Erklärbares nicht in diesen Aspekt einzuordnen ist. Und für Horror ist der Film weder übernatürlich noch blutig genug. Denn die Ausgangslage kennt man vergleichsweise aus dem Splatterfilm. Da könnten Zombies, Mutanten und Wahnsinnige ein wahres Schlachtfest auslösen. Was hier nicht der Fall ist, aber doch durch die Genreerwartung für einigermaßen Spannung sorgt, da man eben solche Antagonisten unterschwellig zwischen den Bäumen erwartet. Aber die Bedrohung ist weitaus diffuser und nicht greifbar. Was es einerseits erschreckender macht, da man sich nicht wehren kann, andererseits aber sehr viel schwieriger ist graphisch umzusetzen. So muss man sich auf die Darsteller verlassen, die leider nicht gänzlich überzeugen. Einzig Jytte-Merle Böhrnsen ist erwähnenswert und kann ihrem Charakter so was wie einen Hintergrund geben. Die anderen Figuren sind nichts anderes als Klischees und dermaßen typenhaft gezeichnet, das sie alle Vorurteile gegenüber manchen Jugendlichen in sich vereinen. Was es den Zuschauer nicht immer einfach macht mit ihnen zu fühlen. Generell macht der Film seine Sache also ordentlich, wobei er nicht immer überzeugen kann. Die gute Kameraarbeit bewegt sich von der TV-Einheitsbreiästhetik weg und vor allem das Make-Up mit der schleichenden Verdeutlichung der Entwicklung der physischen und psychischen Belastung der Charaktere ist hervorragend. Das geschieht unaufdringlich und sich steigernd. In der Rückschau ist der Film zwar solide gemacht aber doch recht dünn und platt ausgefallen mit seiner dünnen Story. Vor allem das Ende vermag nicht zu überzeugen. Es ist weder überraschend noch sonderlich logisch und einige Andeutungen worauf es hinauslaufen wird gab es schon lange vorher. Und die Maßnahme zur Beseitigung des Übels ist sehr banal. Letztlich bleibt hier also nur guter Durchschnitt übrig.

Der Ton und das Bild sind gut und auch die Extras sind gelungen. Da gibt es Interviews, geschnittene Szenen, Impressionen von der Soundtrackaufnahme, ein Video Diary und eine Montage der Effekte mit Vorher- und Nachherbildern sowie eine Bildergalerie. Zudem gibt es die obligatorischen Trailer und Teaser.

Vielversprechende Ansätze versanden leider in einer zu dünnen Story und mit klischeebehafteten Typen anstelle von Charakterisierungen. Zwar ist der Film relativ spannend, aber mehr als einmal sehen muss man ihn nicht.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Warner Home Video / NFP