Lockout - DVD

DVD Start: 05.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 91 min

Lockout DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

50 Meilen von der Erde entfernt befindet sich das ausbruchssicherste Gefängnis der Zukunft: MS: One. Hier fristen die 500 gefährlichsten Verbrecher der Welt ihr Dasein im künstlichen Tiefschlaf. Als US-Präsidententochter Emilie (Maggie Grace) auf geheimer humanitärer Mission in das High-Tech-Gebäude reist, gerät sie in Lebensgefahr: Während eines gezielten Komplottes werden die Insassen aus ihren Gefängnis-Kapseln befreit und bringen die MS: One unter ihre Kontrolle. Undercover-Agent Snow (Guy Pearce), der einst zu Unrecht für einen Mord verurteilt wurde, bekommt auf der Erde ein Ultimatum gestellt: Stoppt er die feindliche Übernahme, bietet ihm die US-Regierung seine Freilassung an. In einer gnadenlosen One-Man-Show stellt sich Snow den unberechenbaren Gegnern - für ihn und Emilie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailershow
- Deleted Scene
- alternatives Ende
- Making-of
- Interviews mit Guy Pearce, Maggie Grace, Joseph Gilgun und Regisseur Stephen St. Leger
- Interview-Outtakes mit Joseph Gilgun

DVD und Blu-ray | Lockout

DVD
Lockout Lockout
DVD Start:
05.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lockout Lockout
Blu-ray Start:
05.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

DVD Kritik - Lockout

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Die Gehirnwindungen des Luc Besson sind wahrlich zu Großem fähig. Der französische Regiemeister hat mit seinen brillanten Drehbüchern zum Unterwasser-Epos „Im Rausch der Tiefe“ (1988) und zum Gangster-Porträt „Léon - Der Profi“ (1994) mindestens europäische Filmgeschichte geschrieben. Nicht zu vergessen sein kreischbuntes Science-Fiction-Spektakel „Das fünfte Element“ (1997), dessen Geschichte Besson angeblich bereits im Alter von 16 Jahren verfasste. Leider liegt dieser bemerkenswerte Einklang von Produktivität und Qualität schon etliche Jahre zurück.

Geblieben ist die Produktivität. Doch wenn sich der einstige Genius heute ins Schreibzimmer verzieht, kommt nur noch selten Gehaltvolles heraus. Vielmehr hat sich der Ex von „Resident-Evil“-Amazone Milla Jovovich aufs Produzieren tiefer gelegter Actionware verlegt, wie die „Taxi“- und „Transporter“-Reihe belegt. In diese Kategorie reiht sich nun auch der mediokre Reißer „Lockout“ ein – vor allem, weil sich die Filmidee von Luc Besson in diesem Fall bei näherer Betrachtung als mehr oder weniger gelungene geistige Flickschusterei bekannter Genre-Highlights entpuppt. Als da unter anderem wären: das schier aussichtslose Einer-kämpft-gegen-Alle-Szenario aus „Stirb langsam“; die entführte, hilflose Präsidententochter, umringt von Verbrechern aus John Carpenters SF-Klassiker „Die Klapperschlange“; der außer Kontrolle geratene Haufen Psychos aus „Con Air“ und nicht zuletzt die finale Weltraumschlacht, die an den Angriff auf den Todesstern aus „Star Wars“ erinnert.

Was macht nun das irische Regie-Duo James Mather und Stephen St. Leger aus diesem abgekupferten Vorlagen-Mix (Besson-Verehrer mögen von „Inspirationen“ oder gar „Hommage“ sprechen)? Sie liefern einen leidlich unterhaltsamen 90Minüter ab, der als vermeintlicher Korruptionsthriller beginnt (mit einem wirklich spaßigen Verhör gleich zu Anfang) und sich dann zu einem Knast-Thriller mit futuristischem Anstrich mausert. Wir schreiben nämlich das Jahr 2079 und der kriminelle Abschaum der Gesellschaft befindet sich in einer Art Tiefschlaf im Weltraum-Gefängnis MS One. Dort will sich die Präsidententochter Emilie Warnock (seit „96 Hours“ mit ausreichend Hostage-Erfahrung: Maggie Grace) über die Haftbedingungen informieren und gerät nach einem Zwischenfall mitten in einen Aufstand (auch im Klischee) Gefangener. Retten kann sie (warum auch immer) nur der gerade unschuldig verurteilte Ex-Agent Snow (Guy Pearce, der Mann ohne Gedächtnis aus „Memento“), eine Macho-Sprüche klopfende Kampfmaschine auf zwei Beinen, inszeniert wie ein Relikt aus den 80er Jahren. Ob das Vorhaben nach einer screwball-mäßigen Annäherungsphase wohl gelingt? Überlassen wir die Auflösung den Konventionen des Genres…

Wenn schon der Plot von „Lockout“ wenig überraschen kann, dann vielleicht die Zugaben der DVD? Nicht wirklich. Trailershow, Deleted Scene und alternatives Ende (ein Kuss macht keinen so großen Unterschied) sind kaum der Rede wert. Das Making-of beschäftigt sich in drei kurzen Teilen mit den Tricks, Stunts und dem Production Design (unkommentiert). Dazu gibt es Promo-Interviews (ohne deutsche Untertitel) mit den Darstellern Guy Pearce, Maggie Grace, Joseph Gilgun und Regisseur Stephen St. Leger. Höhepunkte der Extras sind unbestritten die Interview-Outtakes mit Hydell-Mime Joseph Gilgun, der ungeahntes Komiker-Talent beweist und einen bemerkenswerten Englisch-Akzent hat.

Optisch, und da kaschiert auch die DVD nichts, spielt „Lockout“ auf unterem Level. Mögen die Szenen in den Gefängnisgängen auf MS One noch zeitweise an „Alien“ erinnern, wirkt vor allem die allzu hektisch inszenierte Verfolgungsjagd auf der Erde wie direkt aus einem miesen Videospiel in den Film kopiert. Und bei der deutschen Synchronisation hat Guy Pearce auch nicht die beste Wahl abbekommen.

„Lockout“ hat überraschend wenig eigene Substanz, bedient sich stattdessen großzügig bei (besseren) Action-Vorbildern. Angenehm ist, dass die Macher ihren Käse selber nicht allzu ernst nehmen und gar nicht erst versuchen, dem Ganzen einen gesellschaftskritischen Subplot zu verpassen. Aussperren muss man sich nicht gerade, wenn die „Lockout“-DVD im Player liegt – bleiben aber auch nicht.

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by Florian Ferber
Bilder © Universum Film