Lindas Child - DVD

DVD Start: 16.05.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

Lindas Child DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die junge Emanuel (Kaya Scodelario aus Wuthering Heights) ist so tief traumatisiert wie bildhübsch. Sie gibt sich die Schuld am Tod ihrer Mutter und weiß nicht, wohin mit ihrer Trauer, Wut und Sexualität. Als die attraktive und mysteriöse Linda (Jessica Biel aus The Tall Man und Total Recall) in das verlassene Haus nebenan zieht, ist Emanuels Neugierde geweckt. Sie biedert sich als Babysitterin an, um in Lindas Nähe zu sein und ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Schon bald entwickelt sich eine unheilvolle Beziehung zwischen den beiden Frauen und Emanuel würde alles tun, um ihre Ersatzfamilie nicht zu verlieren.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Lindas Child

DVD
Lindas Child Lindas Child
DVD Start:
16.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lindas Child Lindas Child
Blu-ray Start:
16.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Lindas Child

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Mutter-Tochter-Beziehungen - „Linda`s Child“ wird irreführend vermarktet. Das Cover und die angeführten Bilder lassen auf einen Horrorfilm warten und als Genre bekommt der Film das Etikett eines Thrillers verpasst. Das ist beides nicht ganz richtig, obwohl sich der Streifen manchmal einiger der jeweiligen Genreelemente bedient. Vielmehr ist das hier ein Drama, welches sich auf sehr komplexe aber auch sehr spannende Art und Weise Mutter-Tochter-Beziehungen annähert. Wobei diese nicht unbedingt blutsmäßig begründet sind. Es geht auch um die symbolische Ebene. So ist die Heldin durch den Tod ihrer Mutter tief traumatisiert und gerade jetzt in der Pubertät mit der erwachenden Sexualität weiß sie nicht wohin mit sich, da sie keine Orientierungsfigur und keine Rollenvorbildfunktion hat. Der Vater hat zwar wieder geheiratet, doch die Stiefmutter, welche erst seit einem Jahr im Hause lebt, bleibt der Tochter fremd und dient eher als Reibungspunkt denn als Identifikation. Als in das Nachbarhaus eine mysteriöse junge Frau einzieht und die Heldin Emanuel sich ihr als Babysitterin andient, sieht sie in der jungen Mutter Linda eine Art Ersatzmutter und ein Rollenvorbild. Doch Linda hat ein Geheimnis und so kehrt sich die Rolle hier stellenweise um und Emanuel muss wieder Linda schützen wie eine Mutter und will doch nur eine Mutter haben und sich behütet fühlen. Die Rollen sind hier dankenswerterweise nie sonderlich festgelegt und so ist die ganze Figurenkonstellation sehr dynamisch und damit auch sehr spannend. Vor allem tun dem Drama dann auch die verschiedenen anderen Genrezutaten gut da man oftmals ein Abdriften erwartet, was dann nicht kommt. Horror wird es durch manche Kameraeinstellungen, wobei man manchmal an Filme wie „Psycho“ und „Rosemaries Baby“ denken muss, aber es ist vor allem diese Assoziierungsebene welche in das Genre verweist. Andere Aspekte wie etwas das Geheimnis von Linda ist purer Thriller und die Hintergründe werden auch erst gegen Ende aufdeckt. Aber trotz der Spannung, der Dramatik und der teilweise hohen emotionalen Wucht, hat der Film auch seinen Humor. Vor allem die wundervollen scharfen Dialoge sind einfach gelungen und erhellen trotz des Sarkasmus, ja des Zynismus, den ansonsten eher düsteren Stoff. Ein Drama steht und fällt natürlich auch mit den Darstellern und hier ist der Film eine große Überraschung. Jessica Biel wurde oft wegen ihrer darstellerischen Qualitäten eher belächelt denn gelobt, wird hier aber, trotz unvorteilhaften Haarschnittes, ihre Kritiker zum Verstummen bringen. Aber es ist vor allem Kaya Scodelario welche eine wahre Entdeckung ist. Das dann in Nebenrollen Alfred Molina und Frances O`Connor in ihren wenigen Szenen ihren Figuren bleibende Stempel aufdrücken können, wird dabei schon fast nebensächlich. Das zentrale Symbol des Wassers ist hierbei gut gewählt, denn es steht für Wohlfühlen, Geborgenheit, ist aber auch unheimlich, da man die Tiefe nicht abschätzen kann und sogar bisweilen tödlich endet. Diese Indifferenz, diese Mehrdeutigkeit wird in diesem Symbol auch verstärkt durch das durchgehende Gefühl der Entfremdung bei der pubertierenden Emanuel als auch bei der jeweiligen und wechselseitigen Spiegelung der Heldinnen. Dafür werden teilweise wunderschöne Bilder gefunden und gegen Ende war man von diesem Überraschungshit ganz verzaubert.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut, aber leider gibt es bei den Extras nur eine Trailershow, welche auch den Trailer zu dem Hauptfilm beinhaltet. Das ist schon recht enttäuschend, denn zumindest Interviews mit der Regisseurin und den Hauptdarstellerinnen wäre schön gewesen.

Kein Horrorfilm und auch kein waschechter Thriller, sondern ein Drama, das aber die anderen Genreelemente nutzt, um Spannung zu erzeugen. Sehr gute Dialoge, glaubhaft gespielt und wunderschöne Bilder machen den Film zu einer positiven Überraschung.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou