Lightning Bug - DVD

DVD Start: 24.04.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Fairfield, Alabama ist kein guter Ort für Träume und dennoch träumt der Teenager und Horrorfilm-Fan Green Graves einen großen Traum: Er möchte in Hollywood eine Karriere als Special-Effekt-Meister einschlagen. Der Verwirklichung seines Traumes stehen jedoch seine im Leben gescheiterte Mutter, der gewalttätige Stiefvater, religiöse Hardliner und die ganze Härte des Alltags im Weg. Doch Green ist nicht bereit aufzugeben - trotz aller Widerstände möchte er seinen Traum verwirklichen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Deleted Scenes
- Making of
- Kevin Kinney Video
- Bloopers
- Audiokommentar

Video on demand - Lightning Bug

DVD und Blu-ray | Lightning Bug

DVD
Lightning Bug Lightning Bug
DVD Start:
24.04.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lightning Bug Lightning Bug
Blu-ray Start:
24.04.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Lightning Bug

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Käfer in Hollywood - Man könnte anhand des Covers und seiner Fotos auf der Rückseite vermuten, das „Lightning Bug“ ein Horrorfilm ist, aber damit liegt man komplett falsch. Hier ist nämlich ein Drama vorliegend, welches aber durchaus in den Horrorbereich geht. Vor allem da der Held der Geschichte Maskenbildner in Hollywood werden will und in seiner Freizeit ständig Monster, Masken und Effekte herstellt. Der eigentliche Horror besteht aber aus der Umgebung und dem sozialen Umfeld in dem der Held aufwächst und somit ist alle Bedrohung psychologischer Natur, die aber öfters auch physisch ausbricht. Dabei ist der Film autobiographisch und der Maskenbildner Robert Hall liefert hier sein Regiedebüt ab. Im ländlichen Alabama aufwachsend hat man so gegen einige Widerstände zu kämpfen. Beherrscht wird die Gegend von engstirnigen Rednecks, welche wenig Verständnis für den Teenager aufbringen und allesamt im Leben gescheitert sind. Die alkoholabhängige Mutter und der prügelnde Stiefvater sind keine große Hilfe, sondern behindern einen nur. Zudem machen religiöse Fanatiker dem Helden zu schaffen. Einziger Lichtblick ist seine Liebe zu einer jungen Videotheksangestellten, welche ihn unterstützt und Verständnis für ihn hat. Alles geht einem durchaus an die Nieren und nicht nur weil es autobiographisch ist. Es ist vor allem der Fatalismus, der einen ordentlich herunterziehen kann. Alle Figuren sind in ihrem Leben gescheitert und haben keine Träume mehr oder keinen Mut mehr sie zu leben wie die Heldin der Geschichte, die gefallen ist, nun aber nicht mehr die Kraft hat aufzustehen. Diese vom sogenannten White Trash geprägte Gegend ist voller Gewalt und Fanatismus welcher alle Vorurteile bedienen dürfte. Wenn es nicht auf einer realen Gegend basieren würde. Dabei ist der Film vor allem sehr gut gespielt. Besonders erwähnenswert ist hier Laura Prepon, welche die meisten aus der TV-Serie „Die wilden Siebziger“ kennen dürften. Bereits 2004 entstanden, ist der Film aber leider auch ein Hohelied auf den amerikanischen Traum in der Hinsicht, dass man es schaffen wird, wenn man nur an sich selber glaubt. Was im Umkehrschluss heißt: wenn du scheiterst bist du selber schuld. Und das ist im Endeffekt doch eine recht ärgerliche Sache. Auch wenn angesichts des hier geschilderten Elends die Hoffnung sehr willkommen ist. So ist die Aussage ziemlich durchwachsen, aber die Dramatik der Ereignisse und vor allem die schöne Liebesgeschichte vermag einen zu fesseln. Und am Ende wird das kleine Glühwürmchen nach Hollywood aufbrechen, um seinen Traum zu erfüllen.

Der Ton ist okay, wobei leider die Synchronisation recht mau ausgefallen ist. So klingt etwa der jüngere Bruder um eines erwachsener als sein älterer Bruder. Das Bild ruckelt teilweise und läuft nicht sonderlich glatt ab. Alle Extras besitzen leider keine deutschen Untertitel, sind aber durchaus informativ ausgefallen. So ist das Making Of weit mehr als das übliche PR-Gerede und Eigenlob, sondern betrachtet mit welchem Engagement die Beteiligten an die Sache herangegangen sind, obwohl so gut wie gar kein Geld vorhanden war. Neben dem Trailer und einer Trailershow gibt es noch entfernte Szenen die leider nicht separat anzuwählen sind, Pannen und ein langweiliges Musikvideo.


Fazit:
Ein Drama, welches einen zu packen weiß, aber mit der Huldigung des amerikanischen Traums auch recht ärgerlich wird. Hier überwiegt die Tristesse und das fordert dem Zuschauer einiges ab.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Mad Dimension