Lemmy - The Movie - DVD

DVD Start: 21.01.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 300 min

Lemmy - The Movie DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

50,32 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Mit “LEMMY” liefern die Regisseure Greg Olliver und Wes Orshoski den schonungslosen Einblick in das unglaubliche Leben des legendären Heavy Metal-Pioniers Lemmy Kilmister, Frontmann der mitunter einflussreichsten Kult-Band aller Zeiten: MOTÖRHEAD.
Seit mehr als vier Jahrzehnten kreuzt Lemmy‘s von Drogen und rauer Stimme gekennzeichnete Karriere einschlägige Momente der Rock-Geschichte: Er sah die Beatles im Cavern Club, arbeitete als Roadie für Jimi Hendrix, unterrichtete Sid Vicious und spielte sowohl in Merseybeat und Psychedelic Rock Bands, bevor er begann Punk und Metal zu vereinen und schließlich MOTÖRHEAD ins Leben rief.
Währenddessen inspirierte er weitere Showgrößen des Rock‘n’Roll wie z.B. Dave Grohl, Slash und Metallica - alle sind in “LEMMY” vertreten, neben Ozzy Osbourne, Alice Cooper und vielen weiteren... Dieser Film zeigt den Godfather of Heavy Metal hautnah, unverfälscht und auf eine enorm humorvolle Art und Weise!

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien
Tonformate:
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Live Motorhead, Making of, Outtakes, Special Features und vieles mehr!

DVD und Blu-ray | Lemmy - The Movie

DVD
Lemmy - The Movie Lemmy - The Movie
DVD Start:
21.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 300 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lemmy - The Movie Lemmy - The Movie
Blu-ray Start:
21.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 300 min.

DVD Kritik - Lemmy - The Movie

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 9/10


Portrait einer lebenden Legende
Lemmy feierte am Heiligabend des Jahres 2010 seinen 65. Geburtstag und eine Würdigung dieser charismatischen Persönlichkeit ist schon längst überfällig. Lemmy Kilmister ist der Sänger, Bassist, Gründer und Chef der Metal-Band „Motörhead“ und beeinflusste die Musikszene in einem großen Maß. Viele heutige Stars der harten Musik wie etwa Metallica hätten ohne die Musik von Motörhead gar nicht angefangen eine Band zu gründen. Doch nicht nur der musikalische Stellenwert rechtfertigt ein Portrait, sondern auch die Persönlichkeit und das Leben von Lemmy. Geboren am Heiligabend in einem Flugzeug als Sohn eines Pastors (so will es die Legende) war der Weg fast schon vorprogrammiert. Früh schon wollte Lemmy in das Musikbusiness und startete als Roadie und besorgte etwa für Jimi Hendrix die Drogen. Mit Hawkwind erreichte er Mitte der 70er erste große Aufmerksamkeit. Nach seinem Rauswurf gründete er Motörhead und machte damit Musikgeschichte. Die DVD „Lemmy“ liefert allerdings keine lineare Biografie, sondern ein Portrait, das manchmal zu sehr in die Hommage abrutscht. Die negativen Seiten von Lemmy, vor allem seine starke Launenhaftigkeit, kommen eher in den satten Extras zur Sprache. Biographische Aspekte kommen nur vor wenn es die Musik betrifft und das auch erst sehr spät in dem Film. In den Extras wird etwas ausführlicher darauf eingegangen. Viele Größen der harten Musik sind in Interviews zu sehen und schildern Motörheads Einfluss auf sie, ihre Freundschaft mit Lemmy oder Anekdoten. Die Liste derjenigen liest sich wie ein Who is who der harten Musik: Metallica, Ozzy Osbourne, Alice Cooper, Mitglieder von Megadeath, Guns`n`Roses, Nirvana, Skid Row, Joan Jett, Anthrax und, und, und. Natürlich kommen auch ehemalige Bandmitglieder und die jetzigen zur Sprache. Aber alles ist auf Lemmy bezogen. Und er ist faszinierend und manchmal überraschend. Seine spontane Liebeserklärung an seinen Sohn, der gerade neben ihm sitzt und daraufhin sehr überwältigt ist, ist sehr bewegend. Aber auch sein typisches Rockerleben wird in einigen Szenen schön deutlich. Etwa wenn er seine Diabetespillen mit Whisky runterspült. Eines wird auf jeden Fall zu jedem Zeitpunkt deutlich: Lemmy hat selbst in seinen Schuppen mehr Charisma als viele Musiker, die heutzutage als Superstars gehandelt werden. Insgesamt ergibt das ein gelungenes Portrait. Leider ist die Struktur des Filmes nicht sonderlich gelungen. Beispielhafte Musik, die für Nicht-Kenner verdeutlicht, was Motörhead ausmacht, kommt erst sehr spät vor. Überhaupt ist eine Struktur nicht sonderlich erkennbar und der Film kommt scheinbar sprunghaft daher. Für Fans ist der Film aber allemal Pflicht und alle die harte Musik mögen oder sich für Musikgeschichte interessieren, sollten einen Blick hinein werfen.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Gerade die Musik kommt sehr gut rüber. Die Extras können sich sehen lassen und machen glatte dreieinhalb Stunden (!!!) aus. Leider sind die gänzlich ohne Untertitel, was sie stellenweise schwer verständlich macht. Das betrifft nicht nur Lemmys teilweises Nuscheln (was am Jack Daniels liegen kann), sondern auch die vielen unterschiedlichsten Akzente der Interviewten. Von einem starken Cockney-Slang zu skandinavischem Dialekt und die diversen amerikanischen Akzente. In dieser Hinsicht macht der Film eine kleine Weltreise. In den Extras kommen auch, wie erwähnt, einige negativere Aspekte zur Sprache und machen andere Facetten sehr viel deutlicher. Hier kommen auch viele Anekdoten zur Sprache. Aber eines der Highlights ist natürlich ein komplettes Motörhead-Konzert. Es gibt noch eine Jam-Session mit Metallica, ein Making-Of, zusätzliche Interviews, kurze Portraits der Motörheadbandmitglieder, ein Making-Of der Platte „Motörizer“ und, und, und. Leider haben die Extras einen technischen Mangel. Wenn man innerhalb eines Features das Menü aufrufen will, so kann es vorkommen, dass die DVD komplett stoppt. Ansonsten sind die Extras mustergültig.

Nicht verpassen! Ein faszinierendes, manchmal etwas unkritisches, Portrait eines der beeindruckendsten und einflussreichsten Musiker unserer Tage. Vor allem die satten mehrstündigen Extras sollten anderen Machern die Tränen in die Augen treiben und machen die Doppel-DVD zum Pflichtkauf.

50,32 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien