Lebanon - Tödliche Mission - DVD

DVD Start: 13.05.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Lebanon - Tödliche Mission DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Sommer 1982 – Der erste Libanon-Krieg. Ein einzelner Panzer wird zu einer Routinemission abkommandiert, die sich zu einem Albtraum entwickelt. Völlig unvorbereitet findet sich die vierköpfige Panzerbesatzung gefangen in einer Gewaltsituation, die sie in jeder Hinsicht überfordert. Nur noch ihrer Angst und ihrem Instinkt gehorchend, versuchen die vier jungen Männer im Chaos des Krieges zu überleben…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Hebräisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of
Audiokommentar mit Regisseur Samuel Maoz

DVD und Blu-ray | Lebanon - Tödliche Mission

DVD
Lebanon - Tödliche Mission Lebanon - Tödliche Mission
DVD Start:
13.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Lebanon - Tödliche Mission Lebanon - Tödliche Mission
Blu-ray Start:
13.05.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Lebanon - Tödliche Mission

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Meisterwerk des Kriegsfilmes
„Lebanon“ ist ein erstaunliches Experiment. Der israelische Regisseur Samuel Maoz war als Soldat im Libanonkrieg der achtziger Jahre beteiligt und hat hier seine Bewältigung des Traumas aufgezeichnet. Maoz diente in einem Panzer und so spielt auch der komplette Film in einem Panzer. Abgesehen von der Anfangs- und der Endeinstellung sind alle Szenen in diesem geschlossenen Raum gedreht. Was die Protagonisten, und damit der Zuschauer, von der Außenwelt mitbekommen, ist nur das, was sie über Funk hören und durch das Zielfernrohr sehen können. So ist der Krieg einzig und allein aus einer einzigen Perspektive zu sehen. Dadurch entsteht eine merkwürdige Mischung aus Schutz, schließlich sind die Personen im Panzer relativ gegen Kugeln sicher, und aus Hilflosigkeit, da dieser abgeschottete Raum keinerlei Orientierung zulässt. So verlieren sich die Figuren auch in seelischer und psychischer Hinsicht. Die psychischen Änderungen gerade des Kommandeurs geschehen aber etwas zu abrupt und in der Mitte des Filmes wird es etwas langatmig. Aber vor allem die erste halbe Stunde des Filmes gehört mit zum Besten, was in einem Kriegsfilm je zu sehen war. Allein der Anblick des sterbenden Esels, der sogar eine Träne vergießt, will einem das Herz zerreißen. Denn im Gegensatz zu den Menschen kann gerade ein Tier das Grauen um sich herum absolut nicht verstehen und ist dementsprechend absolut hilflos und unschuldig. Vielleicht sogar noch mehr als Menschen, auf die Gefahr hin zynisch zu klingen. „Lebanon“ ist nichts für Actionjunkies, da Action relativ wenig zu sehen ist. Eher bleibt die Kamera eng an den Figuren dran, um die psychologischen Auswirkungen zu zeigen und, wie es der Regisseur an einer Stelle im Audiokommentar sagt, „wie die Seele blutet“. Trotz der mächtigen Waffe eines Panzers und des Stahls um einen herum, gehen die Soldaten innerlich an dem Krieg kaputt, obwohl sie ihn kaum sehen können. Aber die Atmosphäre in dem Panzer ist so intensiv gelungen, wie es vorher nur Wolfgang Petersen in „Das Boot“ mit einem U-Boot geschafft hat. So schafft es Maoz ohne allzu viele Kriegsszenen einen erschütternden Kriegsfilm zu zeigen, der vom Ton und von seinen Darstellern lebt, wobei der Innenraum des Panzers an sich mit zu denen gehört.

Das Bild hakt manchmal etwas und lässt damit auch den Ton etwas stocken. Ansonsten ist es aber sauber und scharf. Manchmal ist der Ton etwas leise, was bedauerlich ist, da der Film ja auch viel von den Toneffekten lebt. Der sehr gute Audiokommentar des Regisseurs behandelt verhältnismäßig wenig die Dreharbeiten an sich, sondern geht auch viel über die Kriegserlebnisse und wie die in dem Film bearbeitet wurden. Vor allem, was nicht gedreht wurde, ist sehr interessant. Dann gibt es noch Trailer und ein gutes Making-Of mit einer Mischung aus Behind the Scenes, Interviews und launischen Kommentaren.

Ein sehr gelungenes Experiment, was zu dem eindrucksvollen Ergebnis eines (Anti-)Kriegsfilmes führt, der kaum Kriegsszenen zeigt. Trotz einiger Längen in der Mitte und etwas abrupt auftretenden psychischen Veränderungen ein sehr gelungener Film, der mit zu den besten Kriegsfilmen aller Zeiten zählt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film