Late Bloomers - DVD

DVD Start: 07.12.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Adam (William Hurt) genießt seine Rolle des erfolgreichen Architekten. Spezialisiert auf Entwürfe von Flughäfen und Bahnhöfen hat er sich einen exzellenten Ruf erworben. In seinem Team mit vielen jungen Kolleginnen und Kollegen fühlt er sich wohl. Ansonsten steht der Exzentriker dem alltäglichen Leben eher distanziert gegenüber. Besonders geschmeichelt fühlt er sich, als er eine begehrte Auszeichnung für sein Lebenswerk bekommt. Ehefrau Mary (Isabella Rossellini) begnügt sich seit Langem mehr oder weniger mit der Rolle der „Frau an seiner Seite“. Die drei Kinder sind erwachsen. Ihre Arbeit als Lehrerin hat Mary aufgegeben. Ab und an übersetzt sie, die Tochter eines italienischen Vaters, Texte ins Englische. Aber sonst? Das Paar pflegt einen liebevollen Umgang und auch im Bett haben beide einigen Spaß miteinander...

Am Rande der Auszeichnungsfeier für Adam verrät Mary ihrer Mutter Nora (Doreen Mantle), dass sie von Irritationen geplagt wird: Immer häufiger vergisst sie etwas, kann sich an dieses oder jenes einfach nicht mehr erinnern. Sie grübelt, hat auch ein bisschen Angst. Ein Besuch beim Arzt beruhigt sie, denn sie ist kerngesund. Der Arzt rät ihr allerdings, sich sportlich zu betätigen oder sich eine karitative Beschäftigung zu suchen. Ihre Freundin Charlotte (Joanna Lumley), eine lebensbejahende selbstbewusste Selfmade-Woman und als Engländerin durch und durch mit herrlich-trockenem Humor gesegnet, lehnt Sport ab. Das hält Mary jedoch nicht davon ab, einen Aqua-Gymnastik-Kurs zu besuchen. Mit niederschmetterndem Ergebnis: Im Kreise der jugendlichen oder auf jugendlich getrimmten Sportlerinnen fühlt sie sich fehl am Platz. Hinzu kommt, dass sie in der Bar des Clubs feststellen muss, dass die anwesenden Herren, die jeder wohlproportionierten Blondine um die 20 hinterher starren, sie nicht einmal wahrnehmen. Mit einer Ausnahme: Peter (Hugo Speer), der um einige Jahre jüngere, attraktive Besitzer des Clubs, in dem der Schwimmkurs stattfindet. Er schenkt Mary Aufmerksamkeit.

Adam versteht Mary nicht. Er empfindet sich keineswegs als „in die Jahre gekommen. Kein Wunder: In seinem Umfeld spielt das keine Rolle. Zudem gibt es ja auch noch seine junge intelligente Kollegin Maya (Arta Doroshi), die ihn recht unverhohlen anhimmelt. Die diesbezüglichen bissigen Bemerkungen des oft mit ihm arbeitenden, exzentrischen Immobilienmaklers Richard (Simon Callow) prallen an Adam ab. Mary hingegen muss feststellen, dass sie die nachmittägliche Betreuung der aufgeweckten Enkel kaum mehr als Freude, sondern vor allem als Belastung empfindet. Die Unterstützung ihrer Mutter Nora nutzt da wenig. Also doch eine karitative Beschäftigung? Charlotte hat eine Idee. Aber auch diese Erfahrung ist für Mary eher bitter als aufbauend: Als sie sich als Keksbäckerin eines Wohltätigkeitsbasars versucht, fühlt sich die schöne kluge Frau auch nicht bestätigt.

Doch auch Adam muss eine bittere Pille schlucken. Er bemerkt, dass seine ganz große Zeit als Architekt vorbei ist, dass seine Ideen inzwischen keineswegs mehr von allen als Offenbarung angesehen werden. Außerdem bringt ihn ein neuer Auftrag, Wohngebäude für Senioren zu entwerfen, ins Grübeln. Sollte Mary tatsächlich Recht haben, dass sie nicht mehr zum Kreis der bewunderten, allzeit dynamischen Erfolgsmenschen gehören? Adam schiebt solche Gedanken schnell beiseite. Doch dem Zusammenleben des Paares tut das gedankliche und emotionale Auseinanderdriften nicht gut. Die kleinen Abenteuer, auf die sich beide einlassen, Mary mit Peter, Adam mit seiner jungen Verehrerin, lassen den Abstand noch größer werden. Der Gedanke an Trennung, an Scheidung, nimmt Gestalt an. Die drei erwachsenen Kinder sind alarmiert. Doch ihre Versuche, die Eltern wieder stärker zusammenzuschmieden, bleiben ohne Erfolg. Erst ein Schicksalsschlag, der die Familie ereilt, mischt die Karten neu. Mary und Adam müssen nun, jeder für sich und vielleicht auch gemeinsam, eine Reifeprüfung bestehen. Was daraus folgt, bleibt offen. Klar ist nur eins: ob gemeinsam oder getrennt – die beiden werden das Abenteuer Leben wieder genießen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Late Bloomers

DVD
Late Bloomers Late Bloomers
DVD Start:
07.12.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Late Bloomers

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Die demographische Wandel gehen auch an der Filmindustrie nicht spurlos vorbei. In diesem Sinne entstanden in den letzten Jahren einige Filme, die sich mit Generation 60+ und speziell mit der Liebe im Alter auseinander setzen. So reiht sich Late Bloomers (Originaltitel: „Late Bloomers“, Frankreich/ Belgien/ UK, 2011) in eine Reihe mit Filme wie „Liebe“ (Michael Haneke, 2012) und „Wolke Neun“ (Andreas Dresen, 2008) ein.

Adam (William Hurt) und Mary (Isabella Rossellini) leben seit 30 Jahren in einer Ehe und sind glücklich miteinander. Doch nach einer Nacht mit Erinnerungslücken wird Mary bewusst, dass sie und ihr Mann altern. Sie versucht ihren Mann von dieser Erkenntnis zu überzeugen und strebt ein altergerechteres Leben an. Doch der ehemalige Stararchitekt möchte davon nichts wissen und versucht seine Jugend zurückzugewinnen und an den Erfolg der alten Tage anzuknüpfen. Deshalb gehen die beiden erst einmal getrennte Wege, was auf Unmut bei den drei Kindern James (Aidan McArdle), Giulia (Kate Ashfield) und Benjamin (Luke Treadaway) stößt. Diese versuchen ihre Eltern wieder zusammenzuführen und hoffen auf einen gemeinsamen Neuanfang ihrer Eltern.

Die französische Regisseurin Julie Gavras schuf mit „Late Bloomers“ eine Komödie, die anfänglich vor Witz sprüht und die Figur der Mary kann mit ihren radikalen Aktionen den Zuschauer erheitern. Der Umgang mit dem Altern wird charmant und witzig dargestellt. Die Frage, wie man nun richtig altert, lässt der Film absichtlich offen. Er möchte stattdessen zeigen, wie unterschiedlich mit diesem Thema umgegangen wird. Doch leider rutscht der Film im weiteren Verlauf immer mehr in Klischees ab und so sind die eingebauten Wendungen sowie das Ende allzu vorhersehbar. Die bemühte Ernsthaftigkeit im zweiten Teil des Films ist zu oberflächlich inszeniert und kann die Gefühle der Protagonisten nicht authentisch vermitteln. So fehlt es dem Film schlussendlich an nötiger Tiefe.
Getragen wird der Film von den beiden hochkarätigen Darstellern William Hurt und Isabella Rossellini. Sie schaffen es mit ihrem überzeugenden Spiel über gewisse Längen des Films hinwegzuhelfen und ihren Figuren Würde zu verleihen. Vor allem die Darstellung der Mary durch Rossellini löst sich von der klischeehaften Anlegung ihrer Rolle und kann durch ein exaltierteres Spiel ihrer Figur Sympathien und Humor verleihen. Bemerkenswert ist zudem die Musik, die sich sehr gut dem Thema des Films angepasst hat. Sie ist originell, etwas sperrig, vermittelt aber doch einen positiven Grundton.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist gut, aber das Bonusmaterial besteht nur aus einem einzigen Trailer zu dem Film.

Fazit: Die Geschichte von „Late Bloomers“ beginnt amüsant, verliert sich aber mit der Zeit in oberflächlicher Ernsthaftigkeit. So entsteht beim Zuschauer das Gefühl von Länge und man hätte sich eine originellere Herangehensweise an den Film gewünscht.

by Doreen Matthei
Bilder © Lighthouse Home Entertainment