Landhaus der toten Seelen - DVD

DVD Start: 26.10.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 111 min

Landhaus der toten Seelen DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Das Ehepaar Rolf (Karen Black, Oliver Reed) bezieht samt Sohn und Tante Elizabeth (Bette Davis) für den Sommer das Landhaus des recht seltsamen Ehepaars Allardyce. Das Haus ist recht günstig, einzige Auflage ist die Versorgung der alten Mrs. Allardyce im Dachzimmer des Hauses, die man jedoch nie zu Gesicht bekommt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / NSM Records
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar mit Dan Curtis, Karen Black und William F. Nolan
- Originaltrailer
- Bildergalerie, Filmografien

DVD und Blu-ray | Landhaus der toten Seelen

DVD
Landhaus der toten Seelen Landhaus der toten Seelen
DVD Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Landhaus der toten Seelen Landhaus der toten Seelen
Blu-ray Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.

DVD Kritik - Landhaus der toten Seelen

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Leben in alten Häusern
Der Regisseur Dan Curtis ist zwar ein recht fleißiger Filmemacher gewesen, aber nie wirklich in das Bewusstsein des breiten Publikums gelangt. Das liegt zum einen daran, dass er hauptsächlich für das amerikanische TV gearbeitet hatte und nicht für das Kino und der bekannteste Film von ihm ist ausgerechnet ein sehr schlechter: die Adaption von „Dracula“ mit Jack Palance als blutsaugender Graf ist einer der schlechtesten Filme die je mit dem Titelhelden gedreht worden sind. Aber das darf nicht den Blick verstellen auf andere Erzeugnisse von Curtis und so kommt nun ein Film wieder auf den Markt der bereits 1976 gedreht worden ist und zumindest bei dem Rezensenten nostalgische Erinnerungen auslöst. Die Rede ist von „Landhaus der toten Seelen“. In den 1980er Jahren lief er mehrmals im deutschen Fernsehen, aber der Verfasser dieser Zeilen konnte nie das Ende sehen, da es so spannend war das ein Kissen die Augen verdeckte. Gut, man war jung und die erneute Annäherung an den Film kann Erinnerungen stören und einem ist etwas mulmig zumute. Aber, das gleich vorweg, der Film ist gut gealtert. Gut, der Spukthriller reitet eindeutig auf der Haunted House Welle welche damals „The Amityville Horror“ ausgelöst hatte und zumindest thematisch ist er sehr ähnlich. Ein Ehepaar mit Kind und älterer Tante bezieht ein altes herrschaftliches Haus und schleichend verändert sich die Beziehung zwischen ihnen und eine scheinbar unheimliche übersinnliche Macht nimmt schleichend Besitz von ihnen. Nun kann man ihn schnell als Kopie abschreiben, tut ihm damit aber unrecht. Denn „Landhaus der toten Seelen“ hat seine eindeutigen Stärken.

Zum einen nimmt er sich Zeit und ist für einen Geisterfilm mit einer Laufzeit von 111 Minuten ungewöhnlich lang, was der Charakterentwicklung und deren Veränderung nur gut tut. Zum anderen sind die Entwicklungen sehr schleichend, so dass sie sich im Unterbewussten des Zuschauers abspielen. Man wird nicht mit der dramaturgischen Keule und einer überbordenden Musik auf Effekte und Entwicklungen hingewiesen, sondern man wundert sich und das unheimliche Gefühl steigert sich, da man sich fragt ob manche Gegenstände oder Orte im Haus auch vorher schon so aussahen und ob sich die Haare einer Person nicht etwas ergraut haben. Da kaum Musikeinsatz vorkommt, ist das umso eindrücklicher da man nicht bevormundet wird, was man nun fühlen soll. In der spannenden letzten Szene, jetzt weiß der Autor endlich wie der Film ausgeht, fehlt die Musik gänzlich. Und die Wirkung der Szene ist enorm, da sie wirklich den ganzen Streifen über vorbereitet worden war. Kein Wunder das es einem Kind zu unheimlich war, um wirklich hinzusehen. Die schleichenden Veränderungen in den Charakteren und dem Setting sorgen für ein kaum greifbares Unbehagen welche erschüttern. Für ein heutiges Publikum mag er kaum aufregend sein und er ist teilweise auch nicht wirklich nervenzerfetzend. Abgesehen vom Ende gibt es auch keinerlei Effekte, was auch den Vorteil hat das Klischees des Geisterfilms vermieden werden können. Allerdings hat der Film auch einige Mankos, vor allem was einige Logikfehler in der zweiten Hälfte betrifft, aber ansonsten ist er ein passabler Haunted House Thriller dem es, wie gesagt, gelingt, einige Klischees im Schrank zu lassen, was schon eine bedeutende Leistung ist.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind ganz gut ausgefallen. Das Bild besitzt aber die typische Blässe von Filmen aus den 1970er Jahren und so können die Farben, die hier auch eine symbolische Bedeutung besitzen, nicht immer punkten. Auch der Ton ist manchmal etwas unausgegoren und manche Effekte verpuffen deswegen. Aber wirkliche Mängel haben beide Aspekte nicht. Der Audiokommentar ist recht interessant ausgefallen, wenn die Hauptdarstellerin Karen Black, der Regisseur Dan Curtis und der Drehbuchautor in einer Retroperspektive von den Dreharbeiten berichten, wobei auch Selbstkritik vorkommt. Zwar ist der Kommentar lange nach der Entstehung entstanden, aber auch schon älter da der Regisseur schon vor mehreren Jahren verstorben ist. Leider sind hier aber keine Untertitel vorhanden. Der Rest von den Extras ist nicht weiter bemerkenswert, da es nur noch Filmografien, eine Bildergalerie und den Originaltrailer gibt.


Fazit:
Ein gut gealterter Haunted House Thriller der sich Zeit nimmt für die Figuren und deren Entwicklung was ein zunehmendes Unbehagen auslöst. Einzig einige Logikfehler in der zweiten Hälfte schmälern das Vergnügen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / NSM Records