Kinshasa Symphony - DVD

DVD Start: 26.04.2011
FSK: ab 0 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, drittgrößte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas – L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste.
Es hat ein anspruchsvolles Programm: Händel-Arien, Carmina Burana und Beethovens Neunte. Ein Film über die Menschen in Kinshasa und über die Kraft der Musik

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Salzgeber & Co Medien GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
zusätzliche Szenen, METROPOLIS Beitrag von Sarah Maret „Alles ist Musik – Der Dokumentarfilm KINSHASA SYMPHONY“ (Copyright Gebrüder Beetz Filmproduktion, www.gebrueder-beetz.de), Kinotrailer, ausführliches Booklet

DVD und Blu-ray | Kinshasa Symphony

DVD
Kinshasa Symphony Kinshasa Symphony
DVD Start:
26.04.2011
FSK: 0 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Kinshasa Symphony

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Kinshasa Symphony ist eine Dokumentation über ein Nischenthema der modernen Filmwelt - der klassischen Musik, in einer Nischenregion der Erde - dem Kongo, und damit normalerweise zur Erfolglosigkeit verdammt. Aber gerade das hebt diesen Film so sehr von der Doku-Konkurrenz ab, das er bei den Kritikern ein voller Erfolg wurde.

In dem Film dreht es sich um das erste rein-schwarze Symphonie-Orchester der Welt und die Hintergründe. So werden im Laufe des Films einzelne Personen des Orchesters herausgehoben und näher beleuchtet. Genau diese Szenen sind das wirkliche Herzstück , denn kaum ein Europäer würde sich in heutigen Zeiten über „Beethovens Neunte Sinfonie“ so derart freuen wie zum Beispiel der junge Geigenspieler Hértier . Es ist schlicht eine Freude zu sehen, dass ein so altes Musikstück immer noch Menschen zu Tränen rühren kann und vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges scheint es auch ein Stück weit der einzige Halt zu sein, jeden Tag diese Noten spielen zu dürfen, denn durch die große Armut im Land fehlt es so gut wie an allen Gütern des täglichen Lebens, wie etwa den notwendigen Instrumenten. Doch Not macht erfinderisch und so werden Bremskabel von Fahrrädern als Violinensaiten zweckentfremdet. Klassische Musik wird durch diesen Mangel als Luxusgut dargestellt.

Weitestgehend verzichtet wurde auf musikalische Untermalung aus dem Tonstudio und so bemerkt man jede falsch gespielte Note, die schiefe Tonlage der Sänger oder den zu leise blasenden Trompeter umso mehr. Doch Perfektion ist sicher nicht der Anspruch dieses Films und diese kleinen Makel sind angesichts des Klasse Tons auf der DVD auf ihre Art perfekt. Ebenfalls komplett weggelassen wurde der Kommentar im Hintergrund sowie Nachsynchronisation der Beteiligten. Dadurch wird ein sehr puristisches Werk erzeugt ohne jegliche Ablenkung.

Der einzige Kritikpunkt des Films meinerseits aber ist der fehlende rote Faden, so erkennt der Zuschauer selten wohin der Film ihn führen will und auch das abrupte Ende stößt relativ bitter auf.
Aber dies soll nicht den Versuch schmälern, den die beiden Regisseure Claus Wischmann und Martin Baer unternommen haben um diese fremde Welt etwas näher zu bringen. So ist der Film trotz der fehlenden Handlung erfrischend anders gestaltet, lebt völlig von den Performances der Akteure und von der bis zum Ende sich merklich steigernden Qualität der Musik.

Sowohl Bild und Ton überzeugen absolut. Man findet kaum Unschärfen, die Farbgebung ist für die meist triste Umgebung sehr gut gelungen und der Sound ist auf der Höhe der Zeit. Einzig die Extras hätten etwas vielfältiger ausfallen können. Enthalten ist praktisch nur die Standardkost für DVDs und für dieses bis dato unverbrauchte Thema hätte es sicherlich mehr sein können als eine sehr kurze Hintergrunddokumentation, größtenteils überflüssige zusätzliche Szenen und 2 Kinotrailer. Am Ende trübt dies doch ein wenig das gute Gesamtbild eines Films der zeigt, dass Hoffnung und Ehrgeiz auch in den ärmsten Ländern der Erde existieren kann.

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by Benjamin Vonau
Bilder © Salzgeber & Co Medien GmbH